Yasni wie gewünschte Spuren im Web sich mit unerwünschten vermischen



Relevanz und guter Content ?



So oft und so schnell es auch neue Technologien oder neue Formate im World Wide Web gibt, so nervig sind auch einige Webseiten, die wie ein Kaugummi lästig unterm Schuh kleben bleiben, wenn man viel mit dem und im Internet arbeitet. Eine solche Seite ist zum Beispiel Yasni.de, eigentlich eine Personensuchmaschine, die – UPPS! – ganz ungefragt bei einer Google-Suche oftmals ganz oben in den Ergebnissen auftaucht. Yasni.de listet auf einer Seite alle möglichen personenbezogenen Web-Daten zu einem bestimmten Namen.

Es ist ja im Grunde nichts gegen Seiten wie 123people oder ähnliche zu sagen, nehmen sie einem doch angeblich die Googelei ein Stück weit ab. Dennoch: auf Seiten wie yasni.de werden quasi vom eigenen Blog, über die Profile in den diversen Social Networks wie Facebook oder Twitter, bis hin zum allerletzten Kommentar in Webseiten, Netzwerken und Blogs alle Webeinträge aufgelistet, die den gesuchten Namen enthalten.

Name dropping im Internet und die Folgen: alles hat 2 Seiten

In Zeiten von Keyword-Dichte und Google-Hitlisten-Wettkampf lässt sicher auch der eine oder andere Blogger schon mal hier und da den einen oder anderen „prominenten“ Namen oder Begriff Fallen in seinen Artikeln. Suchmaschinenoptimierung lebt ja unter anderem davon, sich an etwas dranzuhängen, was schon erfolgreich ist bei Google –sei es nun ein Suchbegriff oder ein Personenname- und so kann es auch schon mal passieren, dass der eigene Name von anderen benutzt wird.

Wie gesagt, für Markennamen oder Promis mag das toll sein. Als Privatperson jedoch habe ich damit keine gute Erfahrung gemacht. Einmal hat ein xing.com Kontakt meinen Namen in einem seiner Blogartikel ausgeschrieben, um „meinen“ Traffic abzugreifen. Habe das erst mal ignoriert. Als er dann später in seinem Blog aber die professionelle Schiene verließ und nur noch Dünnes postete, tauchten oben bei Google die Yasni.de-Ergebnisse zu meinem Namen auf und siehe da, Yasni.de listete auch solche Blogbeiträge auf, in denen mein Name gar nicht erwähnt wurde – allein der eine Blogartikel damals hatte ausgereicht, dass die alles listen, was auf diesem Blog je publiziert worden war. Das ging mir dann zu weit und ich bat den Kontakt, meinen Namen aus dem Blogartikel zu löschen, was er dann auch unter Murren tat. Einige Zeit später waren meine Suchergebnisse in Yasni.de wieder clean, aber es hat mich extrem genervt, mich da überhaupt drum kümmern zu müssen.

Gerade Ysani.de scheint ein Paradebeispiel dafür zu sein, wie gewünschte Spuren im Web sich mit unerwünschten vermischen. Diese Seite listet nämlich völlig unabhängig von Relevanz alle Einträge zu einem Personennamen auf und so wundert es kaum, dass bei Yasni.de noch vor den eigenen Seiten Links zu schrägen Blogs auftauchen, wenn in denen der eigene Name auch nur ein einziges Mal erwähnt wurde.

Content-Klau: eine Frage der Definition?

Und noch etwas stört mich bei Yasni.de ganz gewaltig: klickt man auf einen Eintrag in der Yasni.de-Liste, so gelangt man NICHT auf die gelistete Seite, das eigene Blog z.B., sondern auf eine Yasni.de-interne Seite, auf der DER KOMPLETTE CONTENT des betreffenden Web-Eintrages/Blogs/Webseite zu sehen ist.

Dass dies so ist, bedeutet für Blogger und Webseitenbetreiber gleich zweierlei: erstens, dass Yasni.de Traffic abgreift, der eigentlich auf der eigenen Seite fließen würde. Und zweitens, dass es sich bei Yasni.de eben NICHT um eine reine „Personensuchmaschine“ handelt.

Auch 123people operiert ähnlich: man muss erst den 123people-Frame schließen, um ganz auf die angeklickte Seite zu gelangen und dort auch gezählt zu werden. Das Verfahren zielt also meiner Einschätzung nach vor allem auf den Traffic (und damit wahrscheinlich auf Werbeeinnahmen) ab, denn man muss Yasni.de oder 123people gar nicht verlassen, um in einem Blog weiterzulesen, die greifen einfach den Content KOMPLETT ab, schustern fein Werbeanzeigen drum herum, und müssen keinen Cent für Content ausgeben! Personensuchmaschinen, ja??!!

Heute las ich bei www.webmasterpark.net Ärger mit Yasni darüber, dass ich wohl nicht die einzige bin, der das Vorgehen sogenannter „Personensuchmaschinen“ gehörig auf die Nerven geht. Laut dem Bericht dort scheint 123people Einträge auf Anfrage gleich entfernen zu lassen, wobei Yasni.de eher herum zu zicken scheint, wenn man darum Bittet, den Content zu entfernen. Ich bleibe da mal dran. Denn ganz ehrlich, wer sich die Mühe macht und täglich frischen Content ins Web stellt, muss sich doch irgendwie dagegen wehren können, dass Seiten wie Yasni.de & Co. diesen benutzen und damit die dicke Werbekohle machen, weil Ach so viele Leute sich auf diesen Seiten verirren.

Ich berichtete kürzlich schon mal über die sogenannten Content-Farmen , mit denen sich mancher Blogger rumärgert. Für mich machen Yasni.de & co. so ziemlich dasselbe, nur dass diese einem nicht mal keinen Warnungs-Ping Back schicken…

Mich würde interessieren, was Google zu solchen Seiten sagt, wo man dort doch angeblich so sehr auf Relevanz und guten Content achtet. ..

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Wer hat`s geschrieben ?

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Darum ging es im Beitrag:
    wie wird man nicht gewünschte webseiten wieder los ? | 123people ärger | content klau yasni |

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2 Kommentare

  1. Peter Lustig sagt:

    Ich frage mich wozu und warum es überhaubt yasni gibt, wer soll die lesende Zielgruppe sein ?
    Ich hoffe auf das Panda Update und weg damit

  2. Stephan sagt:

    Nun diese Content-Müllhalden nerven einfach nur. Wird wirklich Zeit, dass diese endlich aus den Suchergebnissen verschwinden – ähnlich wie manche absolut unbrauchbaren Branchenbücher, die ebenfalls nur Müll auflisten.
    Man könnte mal schauen, in wie weit die Suchtreffer von Yasni manipulierbar sind. Wenn du mit deinem Namen so 10 extrem kritische Blogposts über Yasni schreibst, müssten diese doch dann direkt auf der Trefferseite zu deinem Namen über Yasni zu finden sein, was einem ziemlichen selfpwn gleichkommt.