Werbung und die Wirklichkeit: Menschen für dumm verkaufen





Woche für Woche ist mein Briefkasten überfüllt mit Werbeheftchen

Verbraucherzentrale warnt

reduziert ©Intuitivmedia

verschiedenster Anbieter. Diese lese ich eigentlich ganz gerne durch und habe da auch schon das ein oder andere Schnäppchen gefunden…. dachte ich! Ein Bekannter sagte mir dann, dass ich doch mal über Preissuchmaschinen die angeblichen Schnäppchen von Saturn & Co prüfen solle, denn die angeblichen Schnäppchen seien meistens gar keine.

Naja, dachte ich, das kriege ich hin. Aber Pustekuchen! Hinter diesem „Trick“ sind offensichtlich die großen Verbrauchermärkte auch gekommen und entweder verzichten sie auf eine genaue Typenangaben im Werbeprospekt oder sie gehen noch einen Schritt weiter und lassen die Geräte unter eigenem Label produzieren, so dass man als Endkunde nicht gleich erkennen kann, dass man eigentlich einen TV von Toshiba oder eine Waschmaschine von Miele hat, weil da schlicht und ergreifend andere Markennamen drauf stehen.
Gibt man diese nun in die Preissuchmaschinen ein, bekommt man einfach keine Ergebnisse. Besonders bemerkenswert ist auch, dass die scheinbar ganz bewusst Schreibfehler in die Artikelbeschreibungen machen. Suche ich nach dem – wie im Prospekt beschriebenen – Wäschetrockner von AEG Lavertherm, dann finde ich nichts, denn es heißt Lavatherm oder es werden schlichtweg Ziffern aus der Typenbezeichnung weg gelassen.

Mittlerweile ist sogar schon die Verbraucherzentrale hinter dieses Spielchen gekommen. Die hat mittlerweile bei den verschiedensten Märkten (Saturn, Media-Markt, ProMarkt und Karstadt) die Werbeheftchen genauer unter die Lupe genommen und bestätigt, dass hinter dieser Abzocke wirklich Methode steckt.

Der Kunde soll ganz bewusst der Möglichkeit beraubt werden, Preisvergleiche anzustellen. Zwei Drittel der Schnäppchen aus den Prospekten konnten nirgendwo, also bei keiner Konkurrenz, gefunden werden. Das kann kein Zufall sein.

Saturn und Mediamarkt wollten sich zu den entsprechenden Anfragen der Verbraucherzentrale nicht äußern, gaben an, dass das Geschäftsinterna seien.

Unterm Strich gibt es eigentlich nur den Tipp, dass man bewusst mehrere Wochen warten sollte, bevor man ein „Superschnäppchen“ aus dem Werbeheft kauft, weil es fast mit hundertprozentiger Sicherheit Wochen später zu deutlich niedrigeren Preisen im selben Handel oder ab und an auch bei der Konkurrenz verkauft wird oder man fährt in den Markt, um sich am Gerät selbst die genauen Typenbezeichnungen aufzuschreiben und dann zu recherchieren.

Eigentlich ist das eine ganz schöne Frechheit… finde ich jedenfalls!

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Darum ging es im Beitrag:
    reduziert schild | sale schilder | werbung verkauft menschen für dumm |

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3 Kommentare

  1. eliterator sagt:

    Hallo Steffi,

    danke für den Tipp, komisch ist mir die ganze Schnäppchensache ein paar mal auch schon vorgekommen..

    Gruß

    Jörn

  2. Thomas sagt:

    Das ist mir in letzter Zeit auch schon oft aufgefallen. Vor allem bei diesen undurchsichtigen Zahlenchaos bei Spül und Waschmaschinen. Da hat ein oder das selbe Modell 10 verschiedene Bezeichnungen und am Ende ist es immer die Gleiche.
    Vermeintliche Schnäppchen gibt es oft und immer von den gleichen Verdächtigen. Es lohnt sich immer noch online zu vergleichen und einfach nach Gleichwertigen Produkten zu suchen.
    Bei Großgeräten sind lohnen sich aber auch ab und zu die lokalen Schnäppchen. Habe so erst eine günstige Geschirrspülmaschine gekauft die mit Versand im Netz auch nicht günstiger gewesen wäre.
    Viele Grüße
    Thomas

  3. bea sagt:

    Ist schon schade das man immer nur verarscht wird und das nicht nur bei Saturn und Co. Das ist ja bei Lebensmittel auch so. wenn zum Beispiel bei Real ein Angebot ist : Nimm 3, Zahle zwei und sich das dann mal bewusst unrechnet bekomm ich das z.B. bei Netto.
    Oder man wird mit vermeintlichen Lockangeboten in ein Geschäft gelockt um dann dort ,teuer seinen Rest Einkauf auch noch zu erledigen. Gespart hat man dann nichts im Gegenteil.