Weihnachtsgulasch mit Maronen und Gewürzlebkuchen



Weihnachtsgulasch mit Maronen und Gewürzlebkuchen



Nachdem ich nun tagelang in allen möglichen Supermärkten nach Gewürzlebkuchen für mein Weihnachtsgulasch gesucht habe, entscheide ich mich heute für Plan B: ich nehme einfach Lebkuchen Gewürz und lass den Lebkuchen weg.

Im Oktober habe ich das Gericht, was ich Heiligabend kochen will, erstmals ausprobiert. Im Grunde ganz einfach zuzubereiten wie ein normales Gulasch, allerdings mit Weihnachtsgeschmack. Ich hatte damals noch ein Stück Gewürzlebkuchen im Küchenschrank, welches man einweichen und dann einfach dem Fleisch beimischen musste. Als ich jetzt eine neue Portion für Weihnachten besorgen wollte, habe ich einfach nichts derartiges finden können, wohl aber spezielles Lebkuchengewürz mit Anis, Zimt, Nelken & Co. Und davon hole ich mir jetzt ne Tüte.

Mein Weihnachtsgulasch kann ich jedem nur ans Herz legen. Die Sauce ist der Hammer und serviert mit Knödeln und Rotkohl ein echtes Gedicht!

Zutaten:

Rindergulasch vom Metzger
je nach Personenzahl (ich nehme für 2 – 3 Portionen 1,5kg)
1 Fl. Trockenen Rotwein
1-2 Zwiebel
1 Tasse Rosinen
1 Dose Maronen (wer diese mag, frische hab ich probiert, ist aber einfach zu aufwändig die zu pellen)
Lebkuchengewürz oder ein großes Stück Gewürzlebkuchen
Knödelfertigmischung
1 Glas Rotkohl (bei 2 Personen)
Speck
etwas Mehl

Zubereitung:
Backofen auf 280°C vorheizen.
Den Gewürzlebkuchen (falls vorhanden) kurz in einem tiefen Teller in Wasser einweichen. Das Fleisch in einem Bräter in etwas Öl scharf anbraten. (Falls es zu viel Saft lässt, schütte ich diesen kurz in ein Extra Schälchen und füge den Bratsaft später wieder dazu).
Rotwein öffnen
Gewürze (Weihnachtsgewürze, Lebkuchengewürz) hinzufügen und kurz durchrühren
Dann sofort Rotwein beigeben, ca, ¼ Flasche für den Anfang.
Alles gut umrühren, den Bratsaft hinzufügen und etwas köcheln lassen.
Rotwein peu à peu hinzufügen (den letzten ¼ Liter erst, wenn der Bräter in den Ofen geht!)
Ab und zu umrühren.
Ich lasse das alles dann immer so ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze auf dem Herd köcheln.
Die Rosinen mit warmem Wasser waschen, Maronen abschütten und beides zum Fleisch in den Topf geben, umrühren nicht vergessen.
Nochmal 5 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, nicht zu heiß, soll ja nicht anbrennen.
Dann kommt der restliche Wein dazu, umrühren und dann den Bräter für ca. 2-3 Stunden in den Backofen schieben. 170° müssten reichen.
Zwischendurch immer mal wieder reinschauen und umrühren.
Salz und Pfeffer füge ich immer erst ziemlich am Schluss bei, je nach Gusto.

Fertig ist das Ganze, wenn das Fleisch schön weich ist und die Sauce wie Sauce aussieht und nicht mehr allzu flüssig ist. Falls sie nicht flüssig genug ist, kann man auch ein Bisschen Wasser hinzufügen, aber normalerweise reicht die Flasche Rotwein an Flüssigkeit aus.

Ich selbst verwende KEINEN Saucenbinder oder so.

Wenn das Gulasch fast fertig ist, bereitet man die Knödel und den Rotkohl zu. Man kann den Bräter ja gut im warmen Ofen lassen, auch wenn das Gulasch schon gar ist.

Für die Knödel nehme ich eine Fertigmischung (wer einen Entsafter und eine Kartoffelpresse hat, kann sie natürlich auch frisch zubereiten.

Das geht recht schnell, man sollte allerdings bei der Fertigmischung ca. 20 Minuten zum ziehen lassen des Teiges einplanen!

Für den Rotkohl lasse ich etwas Speck aus. Auch hier bediene ich mich dem guten Rotkohl aus dem Glas. Wenn der Speck anfängt, braun zu werden, Rotkohl hinzufügen und aufkochen lassen. Von meiner Oma habe ich einen Trick gelernt, wie man solches Gemüse schön sähmig bekommt: einfach eine kleine Menge Wasser mit einem Teelöffel Mehl verrühren und dann, wenn der Rotkohl richtig heiß ist, langsam einrühren. Hier einfach auf die Konsistenz achten, je nach Bedarf mehr oder weniger hinzufügen. Meist braucht’s nur ganz wenig davon. Danach von der Kochstelle nehmen.

So, DAS gib’t bei mir dieses Jahr Weihnachten und ich werd mich sicherlich wieder mal danieder knien beim Essen!

Wünsche allen eine gute Zeit und falls jemand noch tolle Weihnachtsrezepte hat, immer her damit.

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