Webmasterfriday: Struktur eines Blogartikels – übersichtlich sollte sie sein



Wie lang muss ein solcher sein und wie strukturiert bzw. illustriert man ihn am Besten?



Wie sieht der optimale Blogartikel aus? Wie lang muss ein solcher sein und wie strukturiert bzw. illustriert man ihn am Besten? Am heutigen Webmasterfriday werden sicher viele Blogger diese Fragen ganz unterschiedliche beantworten.

Zielgruppe thematisch bedienen oder Tagebuch führen?

Je nach dem, ob man ein Blog als Ergänzung zu seinem Hauptbusiness betreibt oder als Privatperson sein Blog führt, unterscheiden sich meiner Erfahrung nach die Artikel doch sehr.

Gerade Nischenblogs oder Blogs von Unternehmen sollten natürlich am Grundthema des Business/Blogs bleiben und entsprechend informativen Mehrwert für den Leser bieten. Dies schafft man natürlich dadurch, dass man sich inhaltlich mit einem Thema gut auskennt, sich für Hintergründe interessiert und diese auch entsprechend strukturiert präsentiert bzw. auf Quellen und weiterführende Infos verweist.

Ein privates Blog kann ganz anders aussehen. Es gibt Blogger, die posten zu allem und jedem und manchmal auch nur 3 Zeilen über den versemmelten Tag oder das coole Erlebnis an der Tankstelle. Je nach Vernetzung und Abonnenten ist das authentisch und kommt damit auch gut an bei den jeweiligen Lesern. Man muss hier Erfahrungen sammeln, über Feedbacks wie Kommentare oder Backlinks z.B.

Struktur eines Blogartikels – übersichtlich sollte sie sein

Ich bin im Laufe meiner Schreiberei für Tipblog dazu übergegangen, längere Blogbeiträge klarer zu strukturieren als ich das am Anfang gemacht habe. Gerade bei ausführlichen Artikeln ermöglichen beispielsweise Zwischenüberschriften auch dem eiligen Leser einen Überblick.

Sei es nun, dass man die Zwischenüberschriften zuvor thematisch festlegt, um sich beim Schreiben nicht zu verzetteln, oder ob sich Themenblöcke natürlich ergeben: ein in Abschnitte unterteilter Artikel sieht nicht nur besser aus, er liest sich meiner Erfahrung nach auch besser.

Und wie gesagt, es gibt sie die eiligen Leser, die auf einen Blick wissen wollen, ob sich das Lesen eines 1000 Worte Blogposts für Sie inhaltlich lohnt.

Sinnvolle Nutzung von Bildern, Videos, Podcasts und Links

 

bloggen

blogger @intuitivmedia.net

Persönlich finde ich es schön, wenn Bilder oder Videos in einen Blogartikel integriert sind.

Diese sollten schon zum Thema des Beitrags passen, es illustrieren oder im besten Fall einen Blogbeitrag auch inhaltlich ergänzen. Man kann auch wunderbar mal ein Podcast verlinken, in dem sich jemand mit dem behandelten Thema befasst. Hier gibt es inzwischen eine Menge Leute, die sowohl Vorträge als auch Interviews als Podcast kostenlos verfügbar machen.

Je nach dem worüber ich bei Tipblog schreibe, suche ich mir vor dem Loslegen schon ein Video zum Thema. So kann ich die Informationen, die das Video enthält nur kurz anreißen und dem geneigten Leser die Entscheidung überlassen, ob er sich das Video zusätzlich ansehen möchte oder nicht. Ähnlich verfahre ich oft auch mit weiterführenden Links zu anderen Webseiten oder Blogs, die entweder als Quelle dienen oder weiterführende Infos bieten.

Bilder finde ich eine prima Sache, um einen Break im Artikel zu markieren oder das Thema auf den ersten Blick auch bildlich darzustellen. Bei Tipblog sorgt Thom für die Fotos und wir bedienen uns hier bei Intuitivmedia, die einen ziemlich umfangreichen Pool an Fotos zu allen möglichen Themenbereichen haben. Manchmal knipsen wir auch selbst.

Die Organisation Creative Commons (CC) Main_Page bietet ein Lizenzsystem, mit dem man eigene Webinhalte (so auch Fotos oder Texte) auch für andere User einfach nutzbar machen kann. Ist man also auf der Suche nach einem Foto zur günstigen oder gar kostenlosen Nutzung, sollte man sich in den CC Archiven einmal umsehen, die eine Fülle von Motiven bieten. Es steht immer dabei, unter welchen Bedingungen man beispielsweise ein Bild in einem Blogartikel nutzen darf. Manche Urheber wünschen lediglich die Erwähnung ihres Namens, andere eine Verlinkung etc. Creative Commons is eine gute Sache mit Zukunft, finde ich, gerade für diejenigen, denen kein riesiges Budget zur Verfügung steht.

Länge eines Blogartikels

Unterschiedliche Leser – unterschiedliche Vorlieben, würde ich sagen.

Es mag Leute geben, die keine Lust haben, viel Zeit mit dem Lesen der geistigen Ergüsse eines Blogautors zu verbringen, wenn sie nur mal schnell eine Info suchen, die sie für die eigene Arbeit benötigen. Dann gibt es aber ebenso Menschen, die sehr gerne in die Tiefe eines Themas abtauchen.

Durch die Feedbacks auf ausführliche Beiträge habe ich in der Vergangenheit erkannt, dass man nicht pauschal eine „optimale“ Länge festlegen kann. Es kommt darauf an. Will man nur mal eben schnell ein Bisschen Traffic abgreifen, den ein brandaktuelles Thema generiert, kann man mit den richtigen Keywords und 200-300 Wörtern manchmal mehr erreichen, als mit einer 4-seitigen Ausschweifung.

Geht es jedoch um ein Thema, bei dem alle bekannten Faktoren das Bild erst vollständig machen, so finde ich persönlich, dass es auch mal ein längerer Blogbeitrag werden darf. Dann kommt es natürlich um so mehr auf inhaltliche Klarheit und eine gute Strukturierung und passende Zwischenüberschriften an, damit der eilige Leser eben auch auf einen Blick sehen kann, ob er den ganzen Beitrag oder nur Abschnitte daraus lesen will.

„Qualitätsanspruch“ by Google

Wer sich täglich einen tiptop optimierten Blogbeitrag aus dem Hirn hämmert, nur damit der Traffic stimmt, beachtet sicherlich in erster Linie die goldenen SEO-Regeln by Google. Da ist ja auch nix schlimmes dran, nur sollten meines Erachtens Texte, die nichts zu bieten haben außer Platz 1 oder 2 in den Suchergebnissen bei Google, eher in die Tonne, als ins Web – egal, wie gut sie strukturiert oder bebildert sind;-). Ich reg mich immer schön auf, wenn ich auf den ersten Google-Plätzen nur Dünnsinn oder immer das gleiche finde, statt Seiten, die das bieten, was ich suche. Wenn Artikel nicht optimiert sind, landen sie doch häufig auf den hintersten Plätzen bei Google und ich meine, bevor Google „mehr Qualitätscontent“ ruft, sollten sie lieber mal ein paar neue Algorithmen entwickeln, die man nicht mit SEO-maßnahmen austricksen kann, sondern die echt DIE Inhalte auf die ersten Plätze spülen, die wirklich qualitativ Hochwertig sind.

Wie das gehen soll? Keine Ahnung, bin ja nicht Google. Ich wünsch es mir einfach.

Es gibt inzwischen ja richtige Content-Fabriken, die Artikel nach Schema „G-wie Google“ schreiben lassen, wobei es dort oft völlig sekundär ist, ob der Artikel einen echten Mehrwert für den Leser bietet, oder einfach nur das wiederkaut, was schon 100fach im Netz zu finden ist. Gähhn.

Und erst kürzlich (bin ja „nur“ Schreiberling…) stieß ich drauf, dass scheinbar auch immer mehr Leute bereits bestehende Texte „spinnen“, sprich: man nehme einen (t)ollen Text, jage ihn durch ein Spinning-Programm und schwupps hat man einen „neuen“ unique Qualitätsartikel. Dies geschieht im Besten Fall mit eigenen Artikeln, im schlimmsten Fall nehmen sich „Spinner“ einfach fremde Texte und wurschteln sie so um, dass sie a. keine große Arbeit mit dem Schreiben/Recherchieren haben und b. Googles Ruf nach unique „Quality Content“ erfüllt wird

Ich finde, da beißt sich die Google-Mieze wieder mal in den eigenen Schwanz, egal wie laut der ruf nach hochwertigen Inhalten ist….Denn wenn jeder rumspinnen würde, würden am Ende bestimmt wieder genau dieselben Texte gepostet, die einer vor 3 Monaten umgespinnt hatte……aber das ist wieder eine andere Geschichte….

Also, immer schön kreativ bleiben und sicher sein: what you give is what you get

Wer schrieb bisher noch  zum WMF ?

Dinge wahrnehmen und verarbeiten

die Leser fällen das Urteil

alles frei Schnauze

Fett-Markierung der wichtigsten Begriffe

detailliert und sehr ausführlich

Schreibt einfach wie es kommt

Die Mischung machts

Viel Spass beim lesen.

[teilen]

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Darum ging es im Beitrag:
    struktur blogbeitrag | unique content artikel schreiben lassen in den blocks | struktur blogbeitrag |

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1 Kommentar

  1. Kitty sagt:

    ich bin ja noch relativ neu mit dem bloggen und muss sagen das ist manchmal garnicht so einfach mit dem texten…aber es macht spaß !!!