Webmaster Friday: Linkgeiz und Recherchefaulheit – ein Zusammenhang?



Schöne Grüße aus dem Web 3.0!



Bloggen war für mich von Anfang an nicht nur der Ausstoß von Content, um Traffic oder Werbekunden anzuziehen. Auch nicht nur Sprachrohr. Nein, es erweitert auch meinen persönlichen Horizont und das will ich nicht mehr missen.

Da ich viel und ausgiebig recherchiere für meine Artikel, finde ich immer spannende Seiten und Blogs, auf denen Infos zu meinen Themen stehen, auf die ich – wenn ich ordentlich verlinke – in meinem eigenen Beiträgen nicht näher eingehen muss. Und damit habe ich mehr Raum für eigene Gedanken.

Linkgeiz und Recherche

blogger @intuitivmedia.net

Linkgeiz und Recherchefaulheit – ein Zusammenhang?
Die Frage, die beim heutigen Webmaster Friday gestellt wird, kann ich nur aus meiner Sicht beantworten.

Ich würde sagen, dass Recherchen eine gute Verlinkung ermöglichen. Ich betrachte Links zu weiterführenden Infos, Beiträgen, Webseiten als Plus hinsichtlich Content-Qualität, von der der Leser profitiert.

Auch das Weglassen von Links, wenn ich mal einen Beitrag allein stehen lassen will, oder die Konzentration auf eine einzige verlinkte Seite, ist ein interessanter Aspekt. Für mich ist Verlinkung ein Tool, mit dem ich sowohl Aufmerksamkeit generieren, als auch lenken kann. Ich wäre dumm, würde ich dieses wundervolle Werkzeug nicht nutzen als Autorin!

Links als semantische Bookmarks
Ich surfe ab und an auch selbst zu meinen älteren Beiträgen, wenn ich mal zu einem Thema recherchiere, das ich schon mal auf dem Schirm hatte. Ich nutze selbst gesetzte Links so, um zu als wertvoll eingestuften Webseiten zu gelangen. Wie ein semantisches Bookmark sozusagen. Da weiß ich manchmal gar nicht mehr genau, WAS ich seinerzeit zu einem Thema verlinkt hatte, nur DASS ich mal drüber geschrieben und relevant verlinkt habe. Sehr praktisch!

Ich denke, es liegt in der Mentalität des Bloggers, wie er verlinkt. Es ist auch was Kognitives in meinem Fall und je nachdem, wie ein Blogger gestrickt ist und was er für Ziele hat, verlinken eben manche mehr und manche weniger.

Mein Beitrag – Mein Link
Mich inspirieren oft Blogbeiträge dazu, zu einem Thema aus MEINER Sicht Stellung zu beziehen. Dann schreibe ich meinen Artikel auch schon mal quasi als Ergänzung zu einem Blogartikel und verlinke ihn. Das passiert nicht geplant, sondern einfach, weil ich mir eigene Gedanken mache. Und in dem Moment, in dem ich vor allem komplementär schreibe, bin ich mit meinem eigenen Artikel eine semantische Verlinkung wert, unter inhaltlichen Aspekten wohlgemerkt.

MEIN Web 3.0 – Ich geh schon mal vor
Mit sinnvoller Verlinkung in Webseiten und Blogs kann ich als User an der Suchmaschine vorbei von Blog zu Blog, zu Seiten und wieder zu einem Blog zurück, rechts links geradeaus nach unten nach oben und zurück und noch mal im Kreis herum und wieder nach oben surfen zu einem Thema. Manchmal sogar fast googlefrei.

Das berühmte Web 3.0, das Social Semantic Web, ist meines Erachtens die Fortsetzung der internetbasierten sozialen Vernetzung des Web 2.0.

Im Web 3.0 geht es nicht mehr nur um internetbasierte Vernetzung von Personen, sondern um sinnvolle Vernetzung von Inhalten. Und bei dieser spielen die Verlinkungen natürlich eine entscheidende Rolle.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf die semantische Vernetzung!

Let’s link it!

Hier gibt es noch mehr Bloggermeinungen zum Thema:

[teilen]

Wer hat`s geschrieben ?

Trinity schrieb schon 155 Artikel auf tipblog.



Darum ging es im Beitrag:
    content | auto | linkgeiz im internet |

Das könnte dich auch interessieren:

6 Kommentare

  1. webSimon sagt:

    Verlinkung gehört meiner Meinung nach nicht ins Web 3.0 sondern ganz tief ins Web 1.0.

    Web 1.0: Links
    Web 2.0: Facebook-Likes
    Web 3.0: Semantische Zusammenhänge

    Beim Web 3.0 sollen doch die Maschinen in der Lage sein, den Sinn selbst zu verstehen und das ganz ohne irgendwelche Meta-Ebenen als Hinweise (wie z.B. Links). Der Link bleibt aber natürlich weiterhin sinnvoll für den Nutzer.

  2. Trinity sagt:

    Hallo webSimon,
    was allgemein bekannterweise als “WEB3.0″ bezeichnet wird, ist mir schon klar – künstliche Intelligenz, die den Sinnzusammenhang herstellt für den User.

    In MEINEM Web 3.0 jedoch können Computer keinen Sinn erkennen. Sie können lediglich Muster aufspüren, mit denen sie gefüttert wurden. Somit ist der Begriff “semantisch” auch bei LSI/LSO schon falsch gewählt im Grunde. Sinnerkenntnis ist eine Frage von Bewußtsein und das haben Computer nicht.

    Ganz entscheidend für mich als Schreiberin ist, dass ICH als Autorin sinnvolle Zusammenhänge ERKENNEN kann, inhaltliche. Wenn Autoren das Verlinken und Vernetzen ausschließlich den Googles dieser Welt überlassen, wird es ganz schön einförmig, denke ich.

    Als Autorin entscheide ich erstmal selbst, welche Beiträge und Seiten ich als zu meinen in sinnvollem Zusammenhang stehend erkenne und verlinke entsprechend.
    Ich kann es einfach besser als ein Computer, und nehme mir die Freiheit, den Lesern DAS an Verlinkungen zu liefern, was ICH für snnvoll erachte:-)

    Und für die massenhafte “semantische” Verknüpfung gibt es ja dann Algorhythmen, die nach Mustern und Worten suchen, die aber niemals den Grad an Sinn zu erfassen in der Lage sind, wie wir als Menschen.

    Und wenn jemand meint, dass die computergesteuerte semantische Verknüpfung das einzige “NEUE” im Web 3.0 sein wird, ja dann bin ich wohl die Pipi Langstrumpf des Web 3.0:-)

    Wie gesagt, MEIN Web 3.0

  3. Horst Schulte sagt:

    Sehr schöner Artikel. Danke dafür. Interessant fand ich den Hinweis darauf, dass du auch bewusst auf Links verzichtest, um hierdurch die Konzentration des Lesers auf den Text oder einen dir besonders wichtigen Link zu lenken. Es gab ja -jedenfalls früher- die Meinung, dass allzu viele Links die Besucher vielleicht zu schnell “weglotsen” könnten.

  4. webSimon sagt:

    Hallo Trinity,

    ich glaube du unterschätzt da die Algorithmen. Natürlich kann ein Mensch deutlich mehr “verstehen”, schließlich sind Texte in der menschlichen Sprache geschrieben und nicht in Binärcodes.

    Binärcodes können Computer aber so dermaßen viel schneller als Menschen erfassen, dass ich ihnen zutraue, dass sie mit der Zeit immer mehr Sprache “verstehen” können. Mit verstehen meine ich hier eher zuordnen.

    Bewusstsein hin oder her, ob man Informationen in seinem Gedächtnis speichert und mit Gefühlen verknüpft oder unendliche Mengen an Daten auf einen Datenträger packt und nach und nach verknüpft, beim Leser kommen Verknüpfungen an.

    Natürlich fühlen sich aber Autoren beleidigt, wenn ich sage, dass Computer schneller sind als das (Texter-)Hirn und mit jeder Sekunde, die sie laufen, weitere Informationsvorsprünge aufholen werden. :D

  5. Trinity sagt:

    ach wo, wer ist denn beleidigt:-)

    Ich verknüpfe gerne auf sinnvolle Art andere Artikel und Seiten mit meinen Beiträgen. Das ist schon alles. Und um diese Möglichkeit und Freiheit ging es mir.

  6. Joseph sagt:

    Das ist ein interessanter ArtikelPost, vielen Dank dafür. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich diese Seite lesenswert. Diesen Blog werde ich weiterempfehlen!

    Weiter so!

    Admin Kommentar: Dies hier war so ein dusseliger Kommentar von einem Webspace Anbieter . OMG