was tun gegen Spam Kommentare



„Blacklist“ für kommerzielle Webseiten



Um ein Blog lebendig zu gestalten, sich mit anderen Blogs zu vernetzen oder auch Feedback zu bekommen, ist das Kommentarfeld unter den Beiträgen ein wahrer Segen. Es ist sozusagen innerhalb eines Blogs die natürliche Hauptverbindung nach „draußen“.

Schlau ist, wer Kommentare erst checkt, bevor er sie freischaltet. Denn mit immer mehr Besuchern landet auch immer mehr Spam in den Kommentaren.

Ich hatte mein eigenes Blog gerade erst erstellt, es standen vielleicht 4 Beiträge drin, da hatte ich schon die ersten Schwachsinns-Kommentare von Seiten die z.B. oIHdz/%?=Llkdkf$3xxJ.de hießen. Habe ich natürlich abgelehnt, aber mir wurde schnell klar, dass im Internet so mancher Roboter sein Unwesen treibt und man gut daran tut, ganz genau hinzusehen, bei den Kommentaren.

Aus Gesprächen mit Thom und anderen Bloggern weiß ich, dass viele sich oft stundenlang Kommentare und die dahinterstehende Webseite ansehen müssen, weil ganz einfach soviel Spam bei ihnen landet.

Neben Trackback-Versuchen von Spamseiten

spam @ intuitivmedia.net

oder Spambot-Kommentaren versuchen auch viele Betreiber ausschließlich kommerzielle Seiten manuell eine Verlinkung zu erreichen. Da steht dann eine kleine Zeile, manchmal auch mehr, die tatsächlich Bezug zum jeweiligen Artikel hat und wenn man auf den Absenderlink klickt, landet man oft auf völlig kommerziellen Seite, die nichts außer Werbung oder Auszügen aus Fremdcontent zu bieten haben und die unbedarfte User mit themenbezogener Werbung täuschen. Manchmal sind es auch Shops oder Firmen die auf diesen Weg Backlinks erhaschen wollen.

Die Folge der Spamflut ist, dass man sich nicht einfach nur auf den Kommentartext verlassen kann, sondern echt jeden Comment checken muss, wenn man KEINE kommerzielle Verlinkung wünscht. Bei Tipblog kann man ja Werbung buchen und uns erscheint es unverschämt, wenn jemand mit ausschließlich kommerziellem Interesse versucht, über uns Traffic abzugreifen und per Verlinkung Einfluss auf die Indexierung der Seite bei Google zu nehmen, ohne den Preis dafür zu bezahlen.

Viele Blogger sind genervt über den Arbeitsaufwand, den Spam-Kommentare verursachen und da Not ja bekanntlich erfinderisch macht, denken sich viele Blogger eigene Strategien zur Spam-Abwehr aus.

Thom hier bei Tipblog hat beispielsweise einen riesigen Spaß dabei, manuelle Spam-Kommentare von kommerziellen Webseite nicht abzulehnen, sondern den Kommentar selbst stehen zu lassen, aber einen Link zur Seite eines Freundes oder eines Kunden, anstelle der Spam-Seite, einzufügen. Ich lach mich jedes Mal schlapp, wenn er mir davon berichtet.

Crazy Girl schreibt von ihrer “No Follow”-Vogelscheuche, die die Flut von Spam-Kommentaren spürbar abebben ließ. Sehr gute Idee, finde ich.

Noch hält sich hier der Spam in Grenzen, es wird aber immer mehr und daher denken wir über weitere Maßnahmen nach. Möglicherweise gibt es ja irgendwann Tools, mit denen man Filtern kann, ich bin mir jedoch sicher, dass auch da jede Menge Seiten durchrutschen würden und dass es das Bloggen ein wenig artifizieller machen würde, wenn alle Kommentare automatisch gefiltert würden.

Thom hatte die Idee, eine Art „Blacklist“ für Webseiten zu entwickeln, die ausschließlich Werbung enthalten. Im Grunde ist klar, dass eine solche Liste niemals vollständig werden würde, weil ja immer neue Spamseiten entstehen. Wenn man sich aber mal vor Augen führt, dass jeder Blogger seine eigene kleine Spam-Liste hat -und sei es nur im Kopf- dann kann man sich ausrechnen, dass viele kleine Spam-Listen schonmal besser sind als nur eine kleine Spam-Liste.

Im täglichen Austausch mit anderen Bloggern werden die entsprechenden Informationen sowieso weitergegeben. Warum also nicht mal über eine Blacklist für Kommentar-Spammer nachdenken, von der alle Blogger profitieren können?

Wir hatten auch schon mal in Erwägung gezogen, unten bei den Kommentaren darauf zu verweisen, dass für Kommentare kommerzieller Seiten bei Tipblog 100€ berechnet würden. Davon haben wir aber wieder Abstand genommen, weil sich das A. rechtlich sicher nicht durchsetzen ließe und B. auch viele unserer Bloggerfreunde ihre Seite vermarkten, Werbung verkaufen etc.

Es gibt sicherlich noch viel mehr Strategien, mit Spam umzugehen. Die Besten sind wahrscheinlich die mit eine großen Portion Humor, denn sich über Spam richtig aufzuregen würde bedeuten, dass man die Kehrseite der Bekanntheitsmedaille nicht akzeptieren kann – mehr Traffic bedeutet eben häufig leider auch mehr Müll. Wie im echten Leben eben.

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Wer hat`s geschrieben ?

Trinity schrieb schon 155 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
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2 Kommentare

  1. Frederik sagt:

    Hi Trinity, ich komme gerade von Peer’s Blog. Dein Gastartikel dort hat mir gut gefallen, daher wollte ich auch hier meinen Kommentar abgeben.

    Vielleicht passt es, dass ich in gerade diesem Artikel kommentiere, vielleicht erkennst du meine Botschaft auch als Spam an und löschst sie.

    Meine Maßnahme für Kommentare, die wenig Spam enthalten ist eine Mischung aus Zensur und Restriktion. Spamkommentare lasse ich stehen, wenn sie mit meinem Text zu tun haben, die Links werden entfernt.

    Außerdem wird die Kommentarfunktion spätestens nach 2-12 Monaten automatisch abgeschaltet. Das funktioniert prima, auch wenn ich dadurch weniger Kommentare bekomme.

    PS: Ich möchte dir den Tipp geben, dass du deine Artikel mit mehr Überschriften strukturieren solltest, damit der Leser den Text besser nach dem durchsuchen kann, was ER lesen möchte. H2 und H3 sind ideal dafür ;-)

  2. Crazy Girl sagt:

    Für den automatischen Spam empfehle ich NoSpamNX. Damit ist wenigstens dieser Aufwand schon mal erledigt, vor allem wenn das Plugin auf “blockieren” steht.