Vorbei mit Coffeeshops, Marihuana und Haschisch



Niederlande gehen gegen Cannabis-Tourismus an

Ich wundere mich nicht darüber, dass die Niederländischen Behörden so vorgehen. Immerhin ist allseits bekannt, dass im Grenzgebiet zu Belgien und Deutschland ziemlich viele Leute eben mal so nach Holland fahren, um sich was zu kiffen zu kaufen. Immerhin waren die Coffee Shops bisher ja jedem zugänglich.

Im Meinungsblog las ich heute, dass in den Niederlanden ein Coffee Shop geschlossen wurde, weil dort an Ausländer Cannabis verkauft wurde.

Meiner Erfahrung nach sieht es der normale Holländer allerdings ganz und gar nicht so locker, wenn jemand kifft. Leute, die in Coffeeshops verkehren, Drogen nehmen, haben dort ebenso ein gewisses Label angebatscht, wie hierzulande. Der Verkauf von max. 5 Gramm/Person/Tag ist in den Niederlanden bisher auch lediglich geduldet und keinesfalls legal!

Ja ja Hanf und die Verschwörung.

Die Duldung des Verkaufs in den Niederlanden ist meines Erachtens nicht mit unendlicher Toleranz zu begründen, sondern war einfach Kalkül. Denn: wenn man die „weichen“ Drogen ganz verbieten würde, würde der Handel in die Illegalität abwandern. Das „Problem“ kennt die Niederländische Regierung u.a. aus Ländern wie Deutschland, wo es eine Menge Kiffer zu geben scheint. Und da es in Deutschland illegal ist, blüht hier der Schwarzmarkt.

Ich verstehe die derzeitige Strategie der Niederländer also so, dass sie das Problem an die Länder zurückspielen wollen, aus denen viele der Konsumenten kommen. Und ich finde, damit haben sie Recht.

Das Verbot, Cannabis an Nicht-Niederländer zu verkaufen, geht übrigens auf ein Gutachten des Europäischen Gerichtshofes zurück und basiert auf der Tatsache, dass der Verkauf von Marihuana in den Niederlanden nicht legal ist, sondern lediglich geduldet wird und man verhindern will, dass die Drogen in andere Mitgliedsländer eingeführt werden. Wenn da mal nicht alle Europäer an einem Strang gezogen haben. Stelle mir grad das nachbarschaftliche Gespräch zwischen Merkel und Balkenende vor…



Sollen sich die Deutschen Behörden doch jetzt selbst um ihre Kiffer kümmern. Wenn sie in den Niederlanden kein Cannabis mehr kaufen können, dürften jedenfalls bald die Deutschen Dealerringe wachsen und entsprechend mehr Umsatz machen, der NICHT versteuert wird. Und vielleicht denkt unsere Regierung dann endlich mal darüber nach, woher der Hohe Bedarf an einem echten Betäubungsmittel eigentlich kommt und wie man anders, als mit einer Illegalisierung, damit umgehen könnte.

àIch möchte niemanden diskriminieren, der ab und zu mal ein Tütchen raucht :-) . Aber allen, die noch nicht damit angefangen haben, kann ich nur empfehlen, sich genau zu informieren, was genau in Körper und Psyche passiert, durch THC.

Und für alle die aufhören wollen und ungefähr wissen wollen, was wahrscheinlich auf sie zukommt: http://www.weiterstattbreiter.info/tipps/entzug/index.html



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2 Kommentare

  1. Trinity sagt:

    Habe ich gerade gefunden, interessant, dass gerade jetzt das Betäubungsmittelgestz zugunsten der medizinischen Anwendung von Cannabis geändert werden soll

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/wirkstoffe/arzneimittel-cannabis-auf-rezept_aid_542079.html

  2. Karlo sagt:

    Bodensole Frechheit so was
    lasst uns doch das kleine stück freiheit

Schreib was dazu





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