Stromanbieter: Clever wechseln und sparen
Billigstrom vergleichen, vorher gut recherchieren
Die Strompreise für Haushaltskunden sind im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 2,1 Prozent gestiegen. Ein Drei-Personen-Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt derzeit für seinen Strom rund 69 Euro im Monat. Das hat eine Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben, die Anfang Oktober dieses Jahres vorgestellt wurde. Ein Betrag, der ‚Wechselgedanken‘ mit sich bringt…
Nicht ohne Grund, denn laut BDEW sind die staatliche Steuern und Abgaben auf ein neues Rekordhoch geklettert und machen jetzt schon einen Anteil von 41 Prozent am Strompreis eines Haushaltes aus. Schuld seien zum einen die Kosten, die für den Ausbau der Stromnetze erforderlich sind und durch die Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt werden. Zum anderen wären die Lasten aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gestiegen. Der Anteil des Großhandelsmarktes und Vertriebs lägen dagegen nur bei etwa 35 Prozent, heißt es beim BDEW, und der Anteil der Netzentgelte betrage im Durchschnitt rund 24 Prozent.
Daher rät der Verband: „Der Kunde hat immer die Möglichkeit, seine Stromrechnung zu beeinflussen. Er hat die Wahl zwischen zahlreichen Produkten und rund 1.100 Anbietern im deutschen Strommarkt.“ Das scheinen schon jetzt viele zu beherzigen, denn es soll sich bereits jeder fünfte Haushalt einen neuen Stromanbieter gesucht haben. So zitiert die ‚Welt‘ den BDEW und berichtet weiter, dass zudem elf Prozent der Gasverbraucher inzwischen bei einem günstigeren Lieferanten seien.
Aber Achtung!
Nicht alles, was sich billig nennt, ist auch wirklich preiswert.
Ein Wechsel will gut durchgerechnet sein. Denn was oft nicht gleich ins Auge fällt, sind mögliche Kautionen, Vorauszahlungen und Boni-Systeme. Der scheinbar günstigste Deal kann so schnell zum teuren Nachteil werden. Zudem haben jüngste Berichte über die schwierige wirtschaftliche Lage eines unabhängigen Billigstromanbieters auf Kundenseite zu allgemeiner Verunsicherung geführt, ob Preiswertalternativen als echte Mitbewerber anzusehen sind. Denn es stellt sich berechtigterweise die Frage: Was passiert mit den Kunden, wenn dem Stromanbieter der Strom abgedreht wird?
Keine Sorge, der regionale Versorger springt in solch einem Fall ein und übernimmt vorläufig die Grundversorgung der betroffenen Verbraucher. Und man ist auch nicht langfristig an den ‚Retter in der Not‘ gebunden. Der Vorteil dieser so genannten und oft teuren Grundversorgungs- oder Ersatzstromtarife ist nämlich, dass sie mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende gekündigt werden können.
Gut zu wissen: Bis zum 15. November müssen die Stromanbieter ihre Verbraucher informiert haben, wenn sie zum 1. Januar 2011 die Stromtarife anheben wollen. Experten erwarten eine flächendeckende Anhebung wegen der Erhöhung der EEG-Umlage einerseits und der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke andererseits. Jedoch: Bei einer Preisanhebung, gleich wie begründet, hat der Kunde stets ein Sonderkündigungsrecht! Hier gilt es allerdings, unbedingt die Fristen einzuhalten, sonst wird das mit dem Anbieterwechsel nämlich nichts.
Websites wie www.stromsparer.de, www.stromtarife.de oder www.stromvergleich.de können helfen, sich einen Überblick zu verschaffen. Und manchmal muss auch gar nicht der Versorger gewechselt werden – vielleicht bietet der ja hausintern schon eine zum Haushalt passende Alternative an.
Fragen zumindest kostet ja nichts.
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Finde ich gut,dass die Stromanbieter Ihre Kunden vorher informieren müssen über Preisanhebungen. Von meinem Anbieter ist noch keine Post gekommen und ich hoffe, das bleibt so. Und selbst wenn nicht, wäre es mal wieder Zeit, einen Stromvergleich bei mir zu machen!
Da ich gerade umgezogen bin (zusammen mit meiner Freundin) musste ich mich auch erst einmal über aktuelle Stromtarife erkundigen. Mittlerweile gibt es einige Anbieter im Netzt, wo man einen Vergleich machen kann. Sehr übersichtlich ist hierzu die Seite einevonvielen de. Hier kann man seinen aktuellen Srompreis gut mit anderen vergleichen. Was man vorher noch wissen sollte: wie viel Strom verbraucht man eigentlich in einem 2-Personen Haushalt? Es sind je nach Ausstattung zischen 2400 und 2800 kwh/Jahr.
Chris