Russland will den Nordpol



Russische Expedition mit 50 Forschern in der Arktis



Interessant, dass es doch eine Menge Profiteure beim Klimawandel und dem Abschmelzen der Polkappen gibt. Wie ich jetzt aus den Medien erfuhr, steigert sich die Rivalität unter den Antarktis Anreinerstaaten, zu denen u.a. auch Russland gehört.

Vor einiger Zeit berichteten wir hier bei Tipblog schon mal über die Förderung von Manganknollen im Zentralpazifik , wo ebenfalls mehrere Länder Nutzungslizenzen für bestimmte Seegebiete erworben haben. Am Pol scheint es tatsächlich noch um echte Territorialansprüche zu gehen.

Derzeit ist eine große Russische Expedition mit 50 Forschern und Mitarbeitern des Russischen Verteidigungsministeriums an Bord unterwegs in der Arktis. Es sollen weitere Beweise dafür gesammelt werden, dass bestimmte Regionen der Arktis vom Ausläufer Russischen Bodens durchzogen sind, womit das Land einen Anspruch auf diese Gewässer bei den Vereinten Nationen einreichen könnte.

Canada vermeldet, dass „wieder“ Russische Langstreckenbomber in der Nähe des Canadischen Territoriums erwischt wurden. Dies sei schon einige Male vorgekommen und man habe die Flieger jedes Mal wieder zurückgeschickt. Hm. Wie hört sich das denn bitte an?

Ein wenig bitter finde ich die Konkurrenz am Nordpol. Der Klimawandel sorgt dafür, dass immer mehr Eis schmilzt und Gebiete freigibt, in denen Schätzungen nach an die 90 Milliarden Barrel Öl und 30% der weltweiten Erdgasreserven lagern.
Es geht also wieder mal um ganz großes Business.

Schön fände ich in diesem Zusammenhang, wenn die Länder sich mal zusammen an die Erschließung machen würden. Und wenn die Tatsache bedacht würde, was so alles passieren kann, bei der Ölverwertung. Im Grunde zeigt doch die jüngste Katastrophe im Golf von Mexico, dass die ganze Welt gut daran täte, einen gemeinsamen Weg zu entwickeln, bestimmte Risiken für die Umwelt zu minimieren, am besten ganz auszuschließen. Und was machen die? „Meins!“ „Nein! Meins!“



Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in der Arktis auch noch andere, vielleicht viel interessantere Rohstoffe lagern, die es zu entdecken und erforschen gilt. Und ich finde es gut, eine internationale Zusammenarbeit in Sachen Erforschung und Vermarktung anzustreben, statt dieser Territorial-Rivalität. Wenn man das Know How aller Wissenschaftler der Länder zusammentäte, dann würde man sicher besser vorankommen, als wenn jeder sein Süppchen alleine kocht.

Irgendwie kommt mir das seltsam vor in Zeiten des globalen Kilmawandels und der damit zusammenhängenden Notwendigkeit, als Weltgemeinschaft zu agieren…



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