Review SGR Stargate Resistance Shooter



online Game Taktische Kämpfe im Weltall



Ein Game Review von Iluya: Taktische Kämpfe im Weltall – Stargate Resistance bietet erfrischende Kämpfe auf anderen Planeten.

Eine der erfolgreichsten Sci-Fi Serien hat nun (endlich) eine würdige Computerspiel-Umsetzung. Das Stargate-Francise, das mit 10 Staffel SG-1, 3 Staffeln Atlantis und 2 Staffeln Universe, sowie einigen Filmen, eines der wertvolleren der MGM-Gruppe ist, erweitert sich um Stargate Resistance: Einem taktischen First Person Shooter.

Das Szenario:

Stargate Mensch Jaffa

FireSky® SGR

Unser Team tritt durch das Tor. Mal wieder in 3,2 Sekunden dematerialisiert hunderte von Lichtjahren überbrückt. Der Anblick ist erschreckend. Umgefallene Säulen mit Hieroglyphen, düstere Atmosphäre, umgefallene Fässer mit Ausrüstung der Archäologen und überall Spuren der Kämpfe: Energiewaffenfeuer haben schwarze Krater in die Wände gezeichnet; Direkt daneben finden sich Einschlaglöcher unserer P90-MPs.

Kurz orientieren, dann wird das Kommando zum geordneten Vorrücken gegeben. Wir stürmen durch Seitengänge in die Haupthalle des Tempels. Die Goa’uld wollen ihren Tempel offensichtlich verteidigen. Wir haben sie in der Zange, aber es wird kein leichter Kampf werden …
So ähnlich könnten Abenteuerer in der Mission „Temple“ die Situation erleben. Diese ist eine der bis jetzt 4 sehr detailverliebten Karten.

Die komplexe Architektur der Goa’uld wird ebenso authentisch nachgeahmt, wie auch die Sterilität des Cheyenne-Mountain-Komplexes auf der Erde. Hier ist die Wand durchgebrochen, dort sind Säulen umgefallen, Türen öffnen sich nach Filmvorlage. Man hat wirklich das Gefühl in die Stargete-Welt eintauchen zu können. Auf den meisten Karten kann man sich sowohl im klassischen Team-Deathmatch messen, als auch Aufträge in den Spielmodi Capture-The-Flag und King-of-the-Hill erfüllen. Immer geht es um den Konflikt zwischen Menschen und Goua’Old (Systemlords), wie er aus den ersten 8 Staffeln der SG-1 Reihe bekannt ist.

Gameplay:
Man wählt zwischen den 2 verfeindeten Parteien Menschen und Goa’uld und entscheidet sich dann für einen der jeweils 3 Spezialisten. Die 6 Klassen spielen sich fast komplett unterschiedlich, wobei die Jaffa-Krieger der Goa’uld und die Soldaten der Menschen noch die meisten Ähnlichkeiten aufweisen. Sie besitzen jeweils eine schadensbringede Waffe und eine Blend/Rauchgranate. Man stirbt auch nicht gleich beim ersten Treffer: Gerade die Jaffa sind gut gepanzert und halten eine Menge aus.

Die gut getarnten Ashrak dagegen haben nicht allzu viele Lebenspunkte und müssen sich auf ihre Schnelligkeit als Lebensversicherung verlassen. Das Spieltempo ist gehoben. Schneller als beispielsweise Counterstrike aber deutlich langsamer als z.B. Unreal Tournament, dessen Engine (UT3) verwendet wird.

Durch die verschiedenen Klassen und deren Fähigkeiten ist es sehr vorteilhaft sich abzusprechen; Zumindest wird ein Team das zusammen durch die Karten zieht eher erfolgreich sein. Dies ist bei den Menschen ausgeprägter, als bei den szenariotreu eher egoistisch ausgelegten Systemlord-Truppen. Egotrips können funktionieren, aber enden trotzdem meistens im Staub.

Das Punktesystem sieht zeitlich begrenzte Runden vor. Während dieser Runden kann man beliebig oft sterben, allerdings gibt es mitunter eine Wartezeit bis zum erneuten Respawn. Nach jeder Runde bekommt man für die gespielte Klasse (die man jederzeit ändern kann) Erfahrungspunkte. Mit diesen steigt man Rundenübergreifend in verscheidene Ränke auf, die einem neben anderem Aussehen auch verbesserte Versionen verschiedener Waffen bringen.

Die Unterschiede sind spürbar, aber bringen keinen extremen Vorteil. Allerdings motiviert dies auch dazu alle verschiedenen Klassen anzuspielen. Man wählt anfangs einen Server aus, auf dem bis zu 16 Spieler gleichzeitig sein können. Die meisten Server bieten durchgehend eine bestimmte Karte mit einem bestimmten Spielmodus.

Taktische Tiefe:

Durch die unterschiedlichen Klassen gibt es eine Vielzahl an taktischen Möglichkeiten. Grundsätzlich sind die Menschen eher dem Fernkampf verbunden, während die Systemlords eher vom Nahkampf angetan sind. So haben die Ashrak, die Assasinen der Goa’uld, eine Tarnvorrichtung die es Ihnen erlaubt sich fast unsichtbar zu bewegen. Allerdings nur, falls sie nicht angreifen oder angegriffen werden. Sie sind nur mit einem Messer bewaffnet, das aber verheerende Auswirkungen haben kann.

Die Goa’uld verlassen sich dagegen auf ihren Schutzschild,

SGR goauld

FireSky®

der nicht von menschlichen Projektilwaffen durchdrungen werden kann, sehr wohl aber durch Sprengladungen des Commandos und das Gift der Wissenschaftler. Offensiv kann der Schutzschild aber nicht eingesetzt werden. Wenn die Goa’uld mit ihrem Handgerät angreifen, wird nicht nur das Sichtfeld des Opfers eingeschränkt, sondern er muss dafür auch seinen Schutzschild fallen lassen. Dieses Handgerät hat keine große Reichweite, kann aber auch verletzte Diener heilen.

Die letzte Klasse der Systemlord-Fraktion stellen die einfachen Jaffa-Krieger dar. Diese Sklaven und Brutkästen der Goa’uld sind mit effektiven Blendgranaten und einer Stabwaffe ausgestattet: Der einzigen Langstreckenwaffe der Systemlords. Sie besitzt bei genügend Aufladezeit genug Energie, um einem ganzen Bereich Schaden zuzufügen, aber kann auch kurze, schnelle Feuerstöße erzeugen, mit denen gutes Deckungsfeuer gegeben werden kann.

Die Menschen haben mit dem Soldaten einen Allrounder im Gepäck: Mit Rauchgranate, P90-Semimaschinengewehr und einer Handfeuerwaffe sind sie für fast alle Situationen ausgerüstet. Durch das große Magazin der P90 und deren schnelle Feuerrate können sie es sich sogar leisten auf Verdacht einen Raum zu löchern, um versteckte Ashraks aufzuspüren.

Die Wissenschaftler hingegen haben „nur“ eine Handfeuerwaffe, die allerdings ziemlich genau ist. Zudem können sie mit Ihrem Handgerät heilen, oder auch einen Bereich vergiften. Außerdem haben sie die Möglichkeit 2 verschiedene Geräte aufzustellen: Eine Medistation, die Soldaten in der Nähe heilt und einen Automatischen Turm, den Turret der – gut platziert – ganze Systemlord-Gruppen ins Schwitzen bringen kann.

Zu guter Letzt gibt es noch den Commando, der mit seinem Scharfschützengewehr eine tödliche Gefahr für die Systemlord-Truppen darstellt. Mit der Sprengladung kann er sich zusätzlich sichern, oder Eingänge blockieren.

Aus diesen Klassenkombinationen lassen sich jetzt viele denkbare Szenarios entwickeln: Als Menschen kann man sich z.B. verschanzen und mit Sprengfallen, Türmen und Medistationen, sowie in 2. Reihe stehenden Medis lange Gänge effektiv verteidigen. Als Systemlords lassen sich beispielsweise Hinterhalte gut organisieren, indem die gut geschützten Goa’uld sich dem Gegner kurz zeigen und diese dann in einen von Ashrak und Jaffa gefüllten Raum locken. Das Zusammenspiel ist hier der Schlüssel. Natürlich kann man auch einfach versuchen eine bestimmte gut zu verteidigende Stellung zu halten. Aber meiner Meinung nach macht gerade die Möglichkeit eines Teamspiels den Reiz aus und kann sogar eventuelle Spielerische Defizite ausgleichen!

Technisches:

Review SGR

FireSky®

Die etwas angestaubte UT3-Grafikengine ermöglicht auch älteren Rechnern das spielen. Eine 3-4 Jahre alte Grafikkarte und ein etwa ebenso alter Prozessor reichen meistens um zumindest mit wenigen Details flüssig spielen zu können. Die Entwickler haben trotzdem schöne Landschaften und Innenarchitekturen geschaffen, in denen man sich gerne verliert. Leider gefallen mir persönlich die vielen Rundungen und Reflexionen nicht so sehr, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Atmosphärisch sind die gut gestalteten Karten aber auf jeden Fall. Auch gibt es auf allen Karten sowohl für die auf Langstrecken-Kämpfe ausgelegten Commandos, als auch für die nahkampfbasierten Ashrak und Goa’uld genügend Ecken, um sich auszutoben.

Das Spiel gibt es nur auf Englisch, was aber eigentlich selbst bei wenigen Kenntnissen kein Hinderungsgrund ist, da fast alles genretypisch gehalten ist und wenig Interaktion durch Text nötig ist.

Die Macher:
Entwickelt wurde das Spiel von den FireSky-Entwicklungsstudios, die nun schon geraume Zeit an dem Stargate-MMORPG „Stargate Worlds“ herumwerkeln, aber aufgrund von Finanzierungsproblemen einige Rückschläge hinnehmen mussten.

Der mit $15 ziemlich günstige Shooter soll nun vielleicht ein bisschen Geld in die Kasse schwemmen und potentiellen Geldgebern zeigen, das FireSky durchaus Potential hat. Außerdem wirken einige Aspekte des Spiels durchaus so, als ob sie für eine Portierung in das „Stargate Worlds“ Spiel gedacht wären. Somit hätte Firesky zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Da kann man nur den Hut ziehen und das kleine Entwicklungsstudio loben.

Fazit:
Wer das Stargate-Universum und auch taktische Kämpfe mag, der kann zu dem günstigen Preis wenig falsch machen. Das einzige Größere Manko besteht in der relativ geringen Anzahl an Spielern. So sind meistens nur 3-5 Server überhaupt bespielt. Dies allerdings fast rund um die Uhr. Auf der anderen Seite lernt man so relativ schnell einige häufiger spielende Personen kennen und kann sich gut auf sie einstellen / mit ihnen effektiv im Team spielen. Wer das Glück hat und mit Mitspielern einen Teamspeak benutzt, kann das Potenzial der Klassen optimal ausnutzen.

Der RPG-Anteil motiviert zusätzlich und das Sammelfieber für neue Ausrüstungsgegenstände tut ihr übriges.

Gruß

=SG-T=Prior Fußnagel

alle Bilder @http://www.stargateresistance.com

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Gastbeitrag der Unentschlossene

schrieb schon 2 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    content | kämpfer staffel 2 | das kleines stargate tor |

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