Reparatur-Cafés: Die kleine Bürgerbewegung



Gegen die Ex und Hopp Gesellschaft



Ihr kennt das, oder? Irgendetwas geht kaputt und jedenfalls ich bin dann meist ziemlich hilflos und mit zwei linken Händen und viel zu wenig Geduld ausgestattet, um es reparieren zu können. Kostenvoranschläge sind teuer, Reparaturen eh und meistens wird einem sowieso geraten, ‚einfach’ ein neues Gerät zu kaufen. War das nicht Günther Jauch, der in seiner Sendung SternTV mal einen Bericht hatte, dass es heutzutage Geräte gibt, die tatsächlich so gebaut werden, dass sie maximal die Garantielaufzeit überleben? Jedenfalls gibt es nun erfreuliche Neuigkeiten:

Ab ins Repair Café, und reparieren Sie es einfach wieder!

Da kommt ein seit vielen Jahren erfolgreicher Trend aus den Niederlanden endlich nach Deutschland: Offene Werkstätten, in denen sich ehrenamtliche Tüftler neuen Herausforderungen stellen und entspannt bei einem Kaffee verschiedenste Geräte, vom Laptop, über den Toaster zum Fahrrad reparieren.

Was sind Reparatur-Cafés?

Reparatur-Cafés sind oft gemeinnützig unterstützte im Verbund organisierte, freie Treffen von ehrenamtlichen Tüftlern, die ihre Erfahrung und ihr Wissen teilen möchten, mit Menschen, denen die Wegwerfgesellschaft zuwider ist. Hierfür fallen meistens nur Materialkosten für die Hilfesuchenden an. Viele von ihnen hatten bereits professionelle Reparaturfirmen kontaktiert, bei denen ihr Reparaturwunsch entweder direkt abgeblockt wurde, oder Sie sollten vorab 50,- € nur für die Fehlersuche berappen!

In den Reparatur-Cafés wird Werkzeug, Maschinen und eine Bastelwerkstatt bereitgestellt – im Idealfall repariert der Besitzer sein Hab und Gut selbst – mit etwas Unterstützung und kann vielleicht einem anderen Besucher ebenfalls helfen. Interdisziplinärer Austausch und gegenseitiges Helfen stehen ganz oben auf dem Programm der Reparatur-Cafés, deren Motto: Mehr reparieren – weniger konsumieren breite Zustimmung findet. Gespartes Geld und gewonnenes Wissen kann besser eingesetzt werden!

Ich brauche jetzt allerdings im Moment erst mal jemand, der mir meine Deckenlampe repariert, die bekomme ich erst gar nicht abgeschraubt in knapp 3 Meter Höhe …

Mehr Informationen auch unter: www.dingfabrik.de und www.offene-werkstaetten.org

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Meiky schrieb schon 6 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    mscharrer opencl | reperaturcafe muenchen | reperaturcafe in NRW |

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4 Kommentare

  1. Sven sagt:

    Hört sich tatsächlich interessant an. Aber was passiert, wenn man selbst einfach zu blöd ist, sein Gerät zu reparieren? Wird einem dann dennoch geholfen?

  2. Thom sagt:

    In einer TV Sendung hab ich das so verstanden, du bringst das Gerät mit welches du selber nicht reparieren kannst und bügelst in der Zeit in der ein anderer das Gerät repariert seinen Korb Wäsche z.B. Oder sortierst Äpfel nach Größe :-)

  3. Gregory sagt:

    Find ich echt ne tolle Idee! Vor allem, dass das Werkzeug gestellt wird, vor allem da man sich sonst Massen an verschiedenem Werkzeug zulegen müsste ;-)

    Außerdem finde ich den Lernaspekt total gut. Man findet zwar Foren, Videos und Reperaturanleitungen für verschiedene Sachen, aber live ist es doch im Lehrreicher.

    Viele Grüße

  4. Ring Ling sagt:

    Echt klasse Sache. Ich denke man kann dort sehr gut Erfahrungen sammeln und vieles dazu lernen.
    Ich frage mich wann es mal etwas ähnliches in der nähe von Stuttgart geben wird :-)

    Grüße