Propheterie Weltuntergang 2012 auf 2220 verschoben



Maya-Prophezeiungen und „Weltuntergangs“-Interpretationen



Na, da bin ich aber erleichtert ! Der Weltuntergang, der laut einiger Interpretationen der Maya-Prophezeiungen angeblich 2012 stattfinden sollte, wird laut einem Berliner Archäoastronom auf 2220 datiert. Ist schon interessant, was aus Angst und aus dem Wunsch zu kontrollieren so alles entsteht in dieser Welt. Der neue Emmerich-Film „2012“ der bald in die Kinos kommt ist ja noch eine harmlose Variante von künstlerischer Aufarbeitung.

Wie auch immer diese Wissenschaftler und Maya-Forscher das alles berechnen, ich mache mir sowieso keinen Kopf. Für mich bedeuten Prophezeiungen über die Weltzyklen oder die Zyklen der Menschheit vor allem, dass sich Dinge, Entwicklungen wiederholen. Propheterie ist doch seit jeher die Kunst, aus vergangenen Ereignissen richtige Schlüsse auf zukünftige Ereignisse zu ziehen. Und lege hier die Betonung auf RICHTIGE.

Kino ©Intuitivmedia

Kino ©Intuitivmedia

Dass Evolution spiralförmig verläuft, nach materieller Blüte zwangsläufig auch wieder Zusammenbruch und Neuordnung auf einem anderen Level erfolgt, kann ich sogar in meinem eigenen 39jährigen Leben beobachten.

Das ganzen Leben ist doch irgendwie von Zyklen bestimmt und ich finde es echt interessant, mal bei mir selbst zu schauen, statt in 26.000jährigen Zyklen zu wühlen, zu denen mein begrenztes Ich gar keinen rechten Zugang hat, weil ich wahrscheinlich nicht viel länger als 80-100 Jahre auf der Erde leben werde in diesem Körper.

Es ist natürlich spannend, auch die großen Zusammenhänge zu beleuchten. Vor allem weil sowohl die Maya, die Tibeter, als auch die alten Ägypter und die Cherokee Indianer sich in ihren mystischen Glaubenssystemen auf diesen Zyklus beziehen.
Für mich bedeutet jedoch gerade dies, dass hier nicht die Rede von einem realen Weltuntergang ist, sondern dass es einen spirituellen Bezugsrahmen gibt, auf den sich hier bezogen wird. Das Kulturen, die seit dem 16. Jahrhundert mit dem „künstlichen“ Gregorianischen Kalender leben, Schwierigkeiten haben, diesen spirituellen Bezugsrahmen zu erfassen, liegt auf der Hand, meine ich. Wir haben das Leben in Zyklen eingeteilt, die völlig losgelöst von den alten Vorstellungen bestehen.

Für mich ist das normale Leben voller Zyklen. An einem Tag sind es alleine 24 Zyklen, die Stunden. Sogar eine Minute ist in Minizyklen eingeteilt. Und die Sekunden in Millisekunden. Die Woche kommt auch immer wieder, beginnt mit Montag und endet mit Sonntag. Und es ist auch meiner Erfahrung nach was dran an den Maya-Zyklen, denn allein der Mondrhythmus teilt lt. Maya das Jahr nicht in 12 sondern in 13 Teile. Wenn man als Frau ohne Pille und sonstige Hormone der Natur ihren Lauf lässt, stellt man fest, dass es 13 Zyklen sind, die fast auf den Tag genau mit minimalen Schwankungen immer wiederkehren über das Jahr.

Und noch mal zu dem, was für mich Zyklen sind und Prophezeiungen:
Fast jede Frau wird mit 99,9%iger Sicherheit prophezeien können, dass sie im nächsten Monat wieder ihre Tage bekommt. Damit auch, wie diese verlaufen. Jemand mit PMS wird prophezeien können, dass sie 3 Tage vorher depressiv sein wird etc.

Somit lassen mich all die ganzen großen Prophezeiungen und die Polemik die daraus entsteht erstmal schmunzeln, weil ich wahrnehme, dass viele Menschen sich gar nicht bewusst sind, dass wir alle ständig Zyklen unterworfen sind. So ist das Leben.

Ich habe bei mir selbst z.B. beobachtet, dass ich alle 7 Jahre ähnliche Situationen, Herausforderungen und Lebenslektionen erlebe. Wenn ich bei meiner Geburt anfange und mir die 2 ersten Lebensjahre ansehe, dann 7+2, dann als ich 14 war und die zwei darauffolgenden Jahre, 21+2, 28+2 und 35+2, so habe ich in diesem Phasen immer irgendwas ganz Neues begonnen. Sei es ein neuer Lebensabschnitt, wie die Pubertät, ein Umzug in eine neue Stadt mit 21, ein neuer Job ab 28 und ganz eindeutig neue Energie und neue Projekte ab 35.

Das Gleiche erkenne ich auch, wenn ich 9er Zyklen nehme, oder gar die drei 12er Zyklen, die ich bisher durchlebt habe: es ist wie eine Spirale, auf der ich im Grunde etwas versetzt im Kreis laufe und alle 7, 9 oder 12 Jahre (das trifft wohl auch für jeden anderen Zeitabschnitt zu) ähnliche Lebensthemen habe. Die Parallelen erkenne ich natürlich nur, wenn ich mir das ansehe, was unter der Oberfläche abgeht. D.h. wenn ich sage, mit 21 bin ich umgezogen und das hat nichts mit einer Firmengründung (mit 28) zu tun, dann checke ich natürlich nicht, dass es sich um einen Zyklus handelt. Wenn ich mir aber die Qualität dieser Erfahrungen näher ansehe, wird deutlich, dass ich in beiden Fällen und auch zu den anderen 7er Stationen, etwas über Neubeginn, Loslassen, Mut fassen etc. gelernt habe. Und ich bin darauf eingestellt, dass auch mit 42 wieder was ganz Neues in mein Leben treten wird, was mein Bewusstsein bzgl. dieser Thematik erweitern wird.

Wenn man eine gerade Linie von der Mitte der Spirale nach außen zieht, wird deutlich, dass es sich in der Tat um ähnliche Themen handelt, die man eben nur immer auf dem nächst höheren Level kennenlernt. Für mich ist Fakt, dass auch, wenn es z.B. mit 28 heftig war, dies nicht mit 42 genauso sein muss, sondern dass es auf meine Haltung ankommt, auf das, was ich schon gelernt habe und das, wie ich dem Neuen dann begegne. Gehe ich mit oder wehre ich mich dagegen? Das kann schon einen gravierenden Unterschied in der Wahrnehmung der Qualität von Ereignissen machen. Und ähnlich nur auf die ganze Menschheit bezogen, sehe ich das auch mit der prophezeiten Zeitenwende.

Was die Prophezeiungen der Maya bzw. die „Weltuntergangs“-Interpretationen betrifft, so meine ich, dass es sich einfach um einen Aufstieg der Menschheit auf das nächste Niveau handelt, spirituell. Wenn Menschen keinen Bezug zu ihrer Spiritualität haben, dann ist es wohl normal, dass sie mit dieser Aussage nichts anfangen können, sondern unbedingt auf der physischen Ebene die Veränderungen manifestiert sehen wollen, die ihrer Meinung nach Ausdruck für eine große Umwälzung sind: Erdbeben und andere Katastrophen.

Nach einem Industriezeitalter und der technologischen Hochentwicklung sind die ersten Anzeichen für einen Zeitenwechsel schon lange zu erkennen. Die Menschheit schaut wieder mehr nach Innen Werte wandeln sich bereits seit Jahren. Die Menschen interessieren sich inzwischen ganz offen für Esoterik, für Persönlichkeitsentwicklung. Viele folgen ganz bewusst eigenen spirituellen Wegen, die ihnen nicht anerzogen wurden, sondern die sie selbst gewählt haben und die Situation der Weltwirtschaft trägt eben auch dazu bei, dass sich hier was verändert im globalen Sinne. Ich meine, wenn der Zenit einer Entwicklung erreicht ist, dann ist es natürlich, wenn ein Wiederabstieg stattfindet – s. Wirtschaftskrise. Und dass gleichzeitig da, wo Dinge wegfallen, andere Dinge dazukommen, wie z.B. neue Werte statt fettem Bankkonto, finde ich auch ganz normal.

Mag sein, dass es auch mehr Naturkatastrophen geben wird, das passiert ja schon. Aber mehr im Verhältnis zu was? Zu den letzten 500 Jahren? Nun, damit ist einem 26.000jährigen Zyklus nun wirklich nicht Rechnung getragen.

Ich glaube nicht an einen Weltuntergang, sondern daran, dass es um eine Zeitenwende geht. Klar, hier gibt es einige Menschen, die früher draufkommen als andere. Aber auch das ist natürlich, denn beim Reichwerden und Materie anhäufen waren ja auch einige eher am Start.

Der Film „2012“ über die Maya-Prophezeiungen kommt am 12.11.2009 in die Kinos. Vielleicht müssen die den Film ja jetzt in 2220 umbenennen, damit das mit der Panik wieder stimmt. Emmerich hat sicher einen geilen Actionstreifen draus gemacht, der so abgefahren ist, dass kaum jemand wirklich glauben wird, dass uns DAS blüht. Es ist schade, dass so völlig verschleiert wird, um WAS es sich bei der von den Maya prophezeiten Zeitenwende wirklich handelt.

Ich jedenfalls betrachte den Film als künstlerisches Werk, inspiriert durch die Maya-Prophezeiungen und angelegt, groß Kasse zu machen und nicht um Menschen aufzuklären.

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Darum ging es im Beitrag:
    zukünftige-weltuntergänge | propheterie 2013 | Zukünftige Weltuntergänge |

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7 Kommentare

  1. Pe-Su-Ki sagt:

    Den Film möchte ich auch gerne sehen, die Vorschau sieht sehr vielversprechend aus. Allerdings mache ich mir keine Gedanken darüber ob und wann so etwas passieren könnte. Sollte es doch einmal so kommen, möchte ich lieber unvorbereitet der Sache ins Auge sehen, als sich ständig Gedanken darüber zu machen und nur darauf zu warten, weil ja etwas passieren müsste.

    Gruß Pe-Su-Ki

  2. Torsten sagt:

    Ich staunte nicht schlecht, als ich gesehen habe, dass sich selbst die NASA dieses Themas annimmt: http://www.nasa.gov/topics/earth/features/2012.html
    Na dann bin ich mal auf den Beitrag “Propheterie Weltuntergang 2220 verschoben” gespannt… ;-)

  3. Benjamin Wingerter sagt:

    Ui, wer behauptet denn die Maya hätten den Weltuntergang vorausgesagt? Das ist nicht korrekt, denn sie kündigten den Beginn eines neuen Zeitalters an, mit der Ankunft der Übermenschen beziehungsweise der allgemeinen Erleuchtung guter Menschen, die zu Übermenschen werden. Welteruntergang ist Quatsch. ;)

  4. Trinity sagt:

    Hallo lieber Benjamin! Und genau deshalb weise ich in meinem Artikel ja auch nicht auf die “Weltuntergnagsprophezeiung der Maya” sondern auf die Interpretation der Maya Prophezeiungen hin :-) ), die Weltweit als “Weltuntergansprophezeihung” gedeutet wurden. Da habe ich schon ganz bewußt unterschieden zwischen Maya-Aussagen und den Interpretationen :-) )) Ich sehe das ähnlich wie Du. Liebe Grüße!

  5. Kevin sagt:

    Mh? Übermenschen?
    Was wäre das für eine Zukunft, wo man uneingeschränkt Häuser in 10sek. bauen kann. Vorallem würde das wieder ausgenutzt von den Staaten, die meinen einen Krieg zu führen, weil es eben die Übermenschen gibt.

    Man kann natürlich auch Übermenschen anders interpretieren (z.B. Mutanten, Neue Kräfte, Genforschung etc.), ist ja alles möglich.

  6. Roxor sagt:

    Ich glaube 2012 wird ein recht unterhaltsamer Film. Auf jeden Fall wird er einige eindrucksvolle Kameraeinstellungen auf Lager haben. Dass der Film auf wahren Tatsachen basiert, wäre aber zu viel verlangt.

  7. Andre sagt:

    Wurde der Weltuntergang nicht aber schon auch für das Jahr 2000 vorgesagt Oo

    Irgendwelche “schlauen” Menschen versuchen immer irgendwas zu prohezeien…und es ist immer eine Auslegungssache ob das wirklich eintraf. Ich komm grade nicht auf den Namen von diesem einen berühmten Wahrsager, der hat aber z.B. so viel vorhergesagt das 2-3 Sachen wirklich passiert sind (in abgewandelter Form) und manche nun denken der kann hellsehen…

    Ich bin & bleibe Realist…und sollte ich wirklich den Weltuntergang miterleben (was ich doch bezweifle) kann ich immerhin “danach” sagen ich hab was erlebt in meinem leben *lach*