Potenzpillen, Werbemails und das neue Urteil





Potenzpillen Angebote

Potenzpillen Angebote

Ich glaube ja nicht wirklich, dass die immer aggressiver werdende Werbung via email oder Telefon eine Folge der Wirtschaftkrise ist. Auch vor 4 oder 5 Jahren schon habe ich ein paar Mal meinen Provider im Netz gewechselt, inkl. meiner Emailadresse, weil ich mit SPAM nur so zugekleistert worden war. Einmal ein Stellengesuch in einer Netzzeitung an der Côte d’Azur gepostet: gefühlte 10.000 SPAM-Mails mit Angeboten für alles, was ich definitiv nicht brauche. 10.000 Mal mir selbst in den Hintern gebissen, weil ich so naiv gewesen war, meine Emailadresse in besagter Netzzeitung anzugeben. Zig Emails an Freunde und Bekannte, um meine neue Emailadresse bekannt zugeben. Und hunderte Logins über Monate bei der alten Adresse, um zu checken, ob ich nicht vergessen hatte, jemanden zu informieren.
Gefühlte 1000 Stunden zum Lebensfenster rausgeworfen und damit noch nicht mal die Wirtschaft in irgendeiner Form angekurbelt, weil ich ja nie was von dem gekauft habe, was da via SPAM so an Angeboten bei mir landete.

Ich mache durchaus einen Unterschied zwischen Potenzpillen-Angeboten, die von Emailadressen aus an mich geschickt werden, die fast immer so aussehen mfksz%565d@tackatuckaland ty oder 9jnnnfhbnkskds@ghndhz pc  und Werbung meines ehemaligen Telefonanbieters, der trotz mehrfacher Aufforderung, meine Daten aus dem Verteiler zu nehmen, immer noch versucht, mir die neuste Kombi zu verkaufen.
Über Erstere konnte ich mich irgendwann nicht mal mehr aufregen, weil es keinerlei Anhaltspunkt gab, woher diese Mails genau kommen. In letzterem Fall habe ich mich oft schwarz geärgert, wenn schon wieder ein wöchentlicher Werbe-Newsletter eintraf. Da fühlt man sich ja komplett nicht ernst genommen mit dem Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden.

Es freute mich daher umso mehr zu erfahren, dass man in solchen Fällen nun doch etwas tun kann, um solch unerwünschten Werbemails zu entkommen !

Das jüngstes Urteil des Amtsgerichtes München zugunsten eines Arztes, der eine Firma wegen unerwünschter Werbemails auf Unterlassung verklagte, gibt mir Hoffnung, zumindest einen Teil des SPAMs zu verhindern. In besagtem Fall hatte der betreffende Arzt mehrfach darum gebeten, die Werbung einzustellen. Die Firma machte weiter und der Fall landete schließlich vor Gericht, welches dem Arzt Recht gab. Ich habe mir das Aktenzeichen notiert (Amtsgericht München AZ: 161 C 6412/09) und werde zukünftig immer damit wedeln, wenn wieder mal jemand meint, mein Werbestopschild missachten zu müssen. Immerhin geht es um kostbare Lebenszeit. Wie ich mit den anderen SPAMs aus dem Tackatucka- Cyberland verfahren soll, weiß ich noch nicht genau. Aber auch da wird’s sicher irgendwann eine Lösung geben. Die Hoffnung stirbt zuletzt und meine Emailadresse bleibt erstmal Top Secret.

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