Passwörter in Gefahr – User sind zur Vorsicht angehalten



Was man tun sollte



Passwörter sollen die Konten der User auf verschiedenen Portalen absichern und ihre persönlichen Daten schützen – eigentlich! Aber in letzter Zeit werden immer häufiger Server großer und kleiner Unternehmen geknackt und die Passwörter der User entwendet. Wie kann sowas aber passieren und was sollte man als User beachten?

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Der jüngste Fall:
Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass auch das Online-Auktionshaus eBay nun ein Opfer von Hackern geworden ist. Laut einer offiziellen Pressemeldung hatten sich Unbekannte Zugang zu einem der Datenbanken verschafft, auf denen die Daten hauptsächlich von Usern im amerikanischen Raum gespeichert waren.

Allerdings heißt es in der Pressemitteilung auch, dass nicht gänzlich auszuschließen sei, dass die Hacker nicht auch auf Daten deutscher User Zugriff gehabt haben.
Ebay selbst hat die betroffenen Account-Daten zwar überprüft und konnte bisher keine illegalen Aktivitäten feststellen, dennoch rät das Unternehmen allen Usern dazu, sich ein neues Passwort zuzulegen, um sein Konto zu schützen.

Mögliche Konsequenzen:
Der Fall von eBay ist nicht die erste groß angelegte Hack-Attacke. Bereits Anfang des Jahres wurden große e-Mail-Anbieter wie Yahoo und T-Online ebenfalls Opfer eines Cyberangriffs. Die Täter, die den Ermittlungen zufolge vom osteuropäischen Raum aus operieren sollen, konnten dabei die e-Mail-Adressen und Passwörter von mehreren Millionen Usern an sich bringen. Das ist aber auch schon alles, was sie brauchen, um ihre illegalen Aktivitäten zu verfolgen. Denn mit den gestohlenen E-Mail-Adressen können die Täter sich beispielsweise bei Onlineportalen wie Amazon oder Paypal anmelden und auf die Kosten der User einkaufen gehen.

Wird ein Passwort zum Anmelden verlangt, nutzen die Hacker einfach die Funktion der Passwort-Wiederherstellung, um sich mit der gestohlenen Mail-Adresse ein eigenes Passwort zu generieren. Im schlimmsten Fall finden die Täter in den E-Mail-Postfächern auch Angaben zu Bankverbindungen der Kunden und können damit sogar theoretisch die Bankkonten der User kapern, um deren Kontos direkt leer zu räumen.

Was man tun sollte:
Generell sind die User gut damit beraten, wenn sie ihre Passwörter in einem regelmäßigen Rhythmus – zum Beispiel alle zwei Monate – austauschen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Passwörter nicht zu einfach sein sollten, also zum Beispiel nicht nur „Hallo“ oder „12345“ heißen sollten, sondern im Idealfall eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen darstellt. Außerdem sollte man nicht für alle Konten das selbe Passwort benutzten, da ansonsten im Fall einer Cyberattake ein Außenstehender automatisch mit einem Passwort Zugriff auf alle eingerichteten Konten besitzt.

Wer Schwierigkeiten hat, sich mehrere unterschiedliche Passwörter zu merken, der kann einen sogenannten Referenzschlüssel verwenden. Dabei handelt es sich einfach um eine Art Eselsbrücke zum Passwort. Mag man zum Beispiel Filme, kann man als Referenz seinen Lieblingsschauspieler merken und dann Passwörter nach den Filmtiteln entwerfen, in denen dieser mitgespielt hat. Auf diese Weise findet man leicht mehrere Passwort-Möglichkeiten und kann diese auch immer wieder austauschen und erneuern.

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Wer hat`s geschrieben ?

Thomas, 40 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder. Selbstständig im Bereich “IT Software Vertrieb”. Microsoft Licensing spezialist. Erstkontakter - Türaufstoßer. Die Inhalte hier auf tipblog.de dienen der Werbung, Produktvorstellung oder der Eigenwerbung.

Thom schrieb schon 138 Artikel auf tipblog.



Darum ging es im Beitrag:
    @yahoo co th |

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7 Kommentare

  1. Birgitt sagt:

    Passwörter ein leidiges Thema, aber leider unumgänglich.
    Da man ja für alles ein anderes Passwort benutzen sollte kommen schon einige zusammen. Ich ändere meine tatsächlich alle 2- 3 Monate, allerdings ist es so fast unmöglich sie sich alle zu merken. Einige hat man ja schnell drin, alle anderen stehen bei mir auf einer Wandtafel. Manche sind so kompliziert das ich sie mit gar nicht merken könnte :) und hacken kann die bestimmt auch keiner.

    Das müsste ja alles nicht so sein, wenn die Menschheit nicht so verdorben wäre.

  2. Andreas sagt:

    Ich bin da nicht so ängstlich, besitze nicht für alles ein anderes Passwort. Vielleicht weil man denkt mir wird das schon nicht passieren, das mit dem hacken. Aber wenn alle sich, wahrscheinlich nicht grundlos; solch eine Mühe mit den Passwörter machen, wäre es wohl besser mal darüber nach zudenken.
    Oder machen wir uns jetzt alle nur bekloppt? Ich weiß nicht!

    Gruß Andreas

  3. Sascha sagt:

    Für die “wichtigen” Accounts, zumindest bei denen wo es um Geld geht, sollte man schon jeweils verschiedene Passwörter benutzen. Im besten Fall ändert man diese auch alle 1-2 Monate.
    Am besten ist es einfach eine Excell.Tabelle mit alles Passwörtern auszudrucken. So ist man immer auf der sicheren Seite.

  4. Kristina sagt:

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie die Hacker einfach so auf ebay zugreifen konnten, Ebay muss doch sehr abgeschirmt bzw gesichert sein da alle Daten der User bei Ebay gespeichert sind. Ich werde jetzt versuchen alle 2 Monate das Passwort zu ändern auch wenn man sowas nicht erwartet aber leider kann alles möglich sein und wie es auch aussieht sehr leicht sogar für die Häcker. Ich danke euch für den sehr hilfreichen Tipp und versuche es auch in die Tat umzusetzen.

    MfG Kristina

  5. Frank sagt:

    Das problem ist das man soviele Passwörter braucht für die verschiedene Zugänge das man aus Bequemlichkeit immer das selbe nimmt.

  6. Christian sagt:

    hi

    wird immer gefährlicher mit den Passwörtern… Man muss wirklich aufpassen, vielleicht wirds langsam Zeit für ein besseres System? Fingerabdruck o.ä.?

  7. aleisius sagt:

    Hi wie gehts?

    Interessanter Artikel.
    Merci für deine Mühe. Ich habe mir ebenfalls schonmal über das Thema Gedanken gemacht. Passwörter und deren Verwaltung ist ein schwieriges Thema – ich scließe mich da Christian auch ein Stück weit an.

    Liebe Grüße ;)