Paid Content für Online Zeitung times



News online lesen gegen Gebühr



Auf die Frage, ob ich für die Online-Ausgabe eine Zeitung Geld bezahlen würde,

times online Zeitung paid content

Paid Content @intuitivmedia.net

konnte ich kürzlich nur mit dem Kopf schütteln. Das liegt in meinem Fall sicher daran, dass ich Zeitungen sowieso eher selten lese und im Netz so viele Informationsquellen finde, die mir weit ausführliche Bilder geben, als ich das von den klassischen Printprodukten und ihren Onlineversionen her kenne.

In der Zeit online las ich jetzt, dass die britischen Zeitungen Times und Sunday Times sich ihren Online Content bezahlen lassen wollen, nachdem sie im vergangenen Jahr rund 80 Millionen Pfund Verlust mit ihren Printausgaben gemacht haben.

Beide Zeitungen gehören zum Murdoch-Imperium und die strategische Entscheidung, aus dem bisher kostenlosen Inhalt „paid content“ zu machen, kam von ganz oben. Immerhin müssen die ihren Journalisten richtig viel Geld bezahlen für deren Arbeit und dafür muss eine Zeitung natürlich rentabel sein.

Ich hab mal nachgeschaut und soweit ich sehen kann, gibt es neben der „alten“ Times online auch schon die neue Abo-version, die man später nur lesen kann, wenn man sich gegen Gebühr anmeldet. ( Ab Juni 2010 soll der Webzugriff auf die Times sowie die Sunday Times pro Tag 1 Pfund und pro Woche 2 Pfund kosten @Wikipdeia )

Man kann wohl davon ausgehen, dass die alte Ausgabe komplett aus dem Netz verschwinden wird.

Ich bin sehr gespannt, wie das alles sich entwickeln wird. Viele Konkurrenten der Times gehen davon aus, dass der Schritt hin zum Paid Content ein hohes Risiko birgt und dennoch bewundern viele Medienunternehmer den Mut der Times-Macher. Denn sollte die Strategie aufgehen und mit der Online-Ausgabe richtig Geld gemacht werden, so würden sicherlich viele andere Zeitungen mit Stammlesern nachziehen können.

Vielleicht haben Mordoch & Co. bei der Einführung ihrer Online-Ausaben den Fehler gemacht, diese nicht sofort nur Abonnenten zur Verfügung zu stellen. Ich kann nur spekulieren, was die sich damals dabei dachten, denn ist doch klar, dass viele Leute keine Zeitung mehr kaufen, wenn man das, was einen interessiert, auch online lesen kann.

Ehrlich gesagt fände ich es jetzt nicht so dramatisch, wenn man Zeitungen mit News zukünftig nur noch gegen Gebühr online lesen könnte, am Kiosk zahle ich ja auch dafür. So recht daran glauben, dass Content per Abo der Weg zum finanziellen Erfolg ist, mag ich jedoch noch nicht.

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Darum ging es im Beitrag:
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3 Kommentare

  1. Mac_BetH sagt:

    Hallo Sophie,

    tolles Thema, allerdings muss ich sagen, ich würde für Content bezahlen! Warum? Weil ich gut recharchierte Artikel schätze, wie zum Beispiel die FAZ, ich lese gerne am Wochenende dieses Medium, denn dabei kann ich schön abschalten und mich teilweise in den Artikeln verlieren!

    Aber rein von Werbung können die großen Redaktionen nicht ihre guten Schreiberlinge finanzieren! Was ich nur komisch finde, Zeitschriften z.B. Focus, wie in deinem Artikel von März beschrieben zum Thema “BurnOut”, die werden gekauft und dafür bezahlen auch die Leute.

    warum nicht für Zeitungen?

    • Trinity sagt:

      Hallo Mac_BetH,
      ja, das macht sicher jeder anders. Ich hatte hier: http://www.tipblog.de/google-commerce-search-und-paid-content-newspass www. spot.us erwähnt, eine US-Seite, auf der sich Reporter, Journalisten und interessierte Leser rund um ganz bestimmte Themen vernetzen. Die User können “Spenden” was sie wollen und einer der Rechercheure arbeitet sich dann in eine Thema ein.

      Wenn die großen Zeitungen mal SO an die Sache rangehen würde, wäre ich vielleicht sogar interessiert.
      Was mich generell stört an der Presse ist gar nicht, jemanden für seine Arbeit bezahlen zu müssen, sondern, dass in den Verlagen einzelne Leute die Themen auswählen, die in meinem Bewußtsein stattfinden sollen. Daher lese ich keine Zeitungen sondern schnappe einfach den lieben langen Tag eher intuitiv auf und befasse mich dann nur mit dem, was MICH wirklich interessiert. Da muss ich dann auch schon mal selber recherchieren gehen.

      Es gibt Leute, die glauben, dass das, was durch die Medien geht, das Einzige ist, was in der Welt geschieht. Dass hier jedoch andere für einen beschließen, womit man sich zu beschäftigen hat und dass damit damit der kollektive Focus – der m.E. sehr mächtig ist- festgelegt wird, darüber denken die wenigsten Leute nach :-)

      LG

  2. Mac_BetH sagt:

    Hallo Trinity,

    Ja, das stimmt, dass jemand anders die Entscheidung trifft, was ich lesen soll oder was nicht. Ich werde mir den Link mal noch anschauen!

    Auf der anderen Seite bist du einer solchen Informationsflut ausgesetzt, dass es echt zum Stress ausarten kann! Wenn dann jemand anderes diese Entscheidung für mich trifft, ist das doch Entlastung, oder?

    Gruß

    Matthias