Neuregelungen ab 2012 für Diabetiker- und sonstige Diätprodukte



Verschwinden Diabetikerprodukte vom Markt? Teuer und geschmacklich schlechter.



Seit mehreren Jahren schon fordern Ernährungswissenschaftler und Diabetikerverbände eine Aktualisierung der deutschen Diätverordnung. Diese betrifft vor allem Diabetiker- und sonstige Diätprodukte, die immer noch nach alten Standards hergestellt und gekennzeichnet sind.

Heute tagt nun der Ausschuss des Bundesrats für Agrarpolitik und Verbraucherschutz zu diesem Thema und es ist zu erwarten, dass mit den absehbaren Neuregelungen ab 2012 weniger bzw. andere Produkte in den Regalen der Drogerie- und Supermärkte stehen werden.

Hierzulande gibt es mehr als 6 Millionen Diabetiker und mit rund einer halbe Milliarde Euro Umsatz jährlich ist das Geschäft mit Diabetiker- und Diätprodukten durchaus lukrativ für die Industrie. Und es ist ein deutlicher Anstieg von Diabeteserkrankungen zu verzeichnen.

Gesundheitsbericht 2008 der Deutschen Diabetes Stiftung.

Verschwinden Diabetikerprodukte vom Markt?
Laut Ernährungsexperten haben viele Diabetikerprodukte keine Vorteile gegenüber anderen Nahrungsmitteln. Zuckerersatzstoffe wie z.B. Sorbit, Mannit oder Fruktose machen genauso dick wie Zucker, wenn sie auch den Zuckerspiegel im Körper nicht erhöhen.

Desweiteren enthalten laut Fachleuten viele Diabetikerprodukte zu viel Fett und da es auch Diabetis Formen gibt, bei denen der Fettstoffwechsel gestört ist, wird es immer wichtiger, die Lebensmittel besser zu kennzeichnen. Diabetiker richten nämlich ihre Insulinbehandlungen nach ihrer Nahrung aus und dies ist mit den derzeitigen Angaben zu den Inhaltsstoffen kaum zuverlässig möglich.

Die Industrie wird in den kommenden Jahren einige große Veränderungen vornehmen müssen. Neben den Kennzeichnungen werden in manchen Fällen ganze Rezepturen geändert werden müssen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es krass finde, dass hier überhaupt die Politik den Ausschlag geben muss. Denn als Unternehmen, das für Diabetiker produziert, müssten diese Firmen eigentlich selbst den Finger am Puls der aktuellsten wissenschaftlichen Studien haben. Vielleicht haben einige dies auch, ich habe aber im Netz nicht wirklich was gefunden zum Thema warum welche Inhaltsstoffe.

Auch Diabetiker, die vor allem Industrieprodukte auf dem Speiseplan haben, werden sich umstellen müssen, wenn sich die Produkte ändern, die es auf dem Markt gibt.

Selber kochen
Ratsam ist es natürlich, sich in Sachen Ernährung zu schulen, wenn man an Diabetes erkrankt ist. Die Ärzte helfen hier, allerdings würde ich persönlich das richtiggehend „studieren“, wäre ich betroffen.

Immerhin ist Essen ein großer Faktor in Sachen Lebensqualität. Ich habe im Netz einige Seiten mit speziellen Rezepten für Diabetiker gefunden und mal abgesehen von den genauen Mengenangaben hört sich das alles ganz normal und sehr lecker an.

Leckere Rezepte:
http://www.diabetes-risiko.de/dds_rezepte.html (am besten gefällt mir ja das Grillhähnchen mit Mango, hmmm yummie!)

http://www.diabsite.de/ernaehrung/rezepte/index.html

Es ist sicherlich nicht so toll, alles immer ganz genau abwiegen zu müssen, wenn man kocht. Allerdings denke ich mir, dass es zur Gewohnheit werden kann und dass man nach einer Weile ein Gefühl für die Mengen bekommt, so wie jeder andere „Koch“ auch.

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    grillhahnchen bei diabetes | diätprodukte in Supermärkten | gibt es noch diaetprodukte |

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