Neues pfändungsfreies Konto (P-Konto)



Teilnahme am Wirtschaftsleben wieder möglich



Seit 1. Juli gibt es neues Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes. Und ich bin mir sicher, dass viele Millionen Schuldner in Deutschland aufatmen werden. Laut neuer Richtlinie müssen Banken auf Anfrage ein pfändungsfreies Konto eröffnen oder ein bestehendes Girokonto, auf dem eine liegt, in ein sogenanntes P-Konto umwandeln.

Es geht bei der Reform darum, dass Schuldnern, die eine Kontopfändung haben, kein Geld über den Pfändungsfreibetrag mehr vom Konto genommen werden kann.
Die Pfändungsfreigrenze liegt bei genau 985,15€, jedoch musste sich kein Gläubiger an diese Grenze halten bisher. Da wurde munter jeder Cent auf einem gepfändeten Konto kassiert und der Schuldner musste dann via Gericht dafür sorgen, dass er den Betrag, der zuviel – also in den Pfändungsfreibetrag hinein – gepfändet wurde, zurück bekommt. Voll stressig also.

Ich kenne eine junge Frau, die auf ihrem Konto eine Pfändung hat wegen 900€ Schulden. Sie zahlt sie in Raten ab, aber dennoch ist ihr Konto mit einer Pfändung belastet und wenn sie am Monats 6. das Geld von der ARGE und das Kindergeld für ihre 2 Kids nicht vom Konto genommen hat, ist es erstmal weg. Das hat sie ein paar Mal schmerzlich erlebt. Sie musste dann eben bei Gericht einen Antrag stellen und hat das Geld auch wiederbekommen, aber sie konnte ihre Rechnungen eben auch erst wieder bezahlen, nachdem es zurückerstattet wurde. Von ihrem Konto konnte sie bisher auch nichts überweisen, wegen der Pfändung. Sie musste jeden Monat das Geld für die Miete etc. erst abheben und dann bezahlen gehen oder vom Konto ihrer Schwester aus überweisen. Was für ein Hussel!

Das neue Gesetzt ist genau für solche Fälle wichtig und gut, finde ich. Die Menschen, die Schulden haben, sollten meines Erachtens die Möglichkeit bekommen, ihre Geldgeschäfte ganz normal abzuwickeln, ohne die ständige Angst, es könnte wieder mal ALLES weg sein. Zudem ist eine einigermaßen normale Lebensführung des Schuldners möglich und seine Unterhaltsberechtigten bekommen zeitnah Ihr Geld.

Nicht umsonst gibt es eine Pfändungsfreigrenze, die je nach Unterhaltspflicht sogar mit der neuen Regelung noch mal angehoben werden kann. Es geht also nicht um Lockerung sondern um Optimierung der Situation. Und da auch die Bearbeitung von P-Konten für die Banken einfacher ist, als mit der alten Regelung, begrüßen diesen mit Sicherheit auch die Veränderung.

Hier könnt Ihr bei Interesse alles nachlesen, was mit dem neuen Gesetz zu tun hat, auch wie man ein P-Konto bekommt:

(die Banken sind verpflichtet seit 1. Juli 2010) wie die Paragraphen lauten und was es zu beachten gibt.

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