Salz Lager sind leer





Der Deutsche Wetterdienst hat nachgerechnet: 21,6 Milliarden Tonnen Schnee liegen auf Deutschlands Boden und es soll noch mehr werden. Umgerechnet in Wasser wäre das mal locker die Hälfte des Bodensees.

Was den Kindern Spaß macht (obwohl meine Kinder mittlerweile schon genervt reagieren, wenn es schneit), macht den Behörden, aber auch den Privatleuten immer mehr zu schaffen: Mit Schneefall ist ja nun auch die lästige Räumpflicht verbunden. Da es aber immer weniger Streusalz gibt, wird es immer schwieriger, dieser Pflicht auch nachzukommen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen wurden einige Bereiche zur räumfreien Zone erklärt, eine Autobahn wurde über einen gewissen Streckenabschnitt gesperrt, weil man nicht mehr streuen konnte und für die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr garantieren konnte.

Der Verbrauch an Streusalz hat sich in diesem Winter mehr als verdoppelt. Bislang sind rund 250.000 Tonnen Salz gestreut worden, im harten Winter 2008/09 waren es „nur“ 200.000 Tonnen, in durchschnittlichen Wintern nur rund 120.000 Tonnen. Auch Privatleute haben kaum noch Salzvorräte und ich bin ja der Meinung, dass ein Gehweg, der nur mittels Schneeschieber geräumt wurde, immer noch nicht absolut rutschsicher ist. Unsere Nachbarn streuen seit einigen Tagen mit Speisesalz!!!

In unserer Tageszeitung habe ich heute gelesen, dass Esco – ein riesiger Salzproduzent – derzeit nur noch das liefern kann, was am Tag produziert werden kann. Alle Lager sind leer. Leider ist die Menge, die produziert wird, noch nicht einmal ausreichend, um Deutschlands Autobahnen einmalig zu versorgen!

Was allerdings für den Staat recht einfach ist, nämlich einfach mitzuteilen, dass man mangels Salz nicht mehr räumen kann, geht für Otto Normalverbraucher nicht: Wenn wir nicht dafür sorgen, dass die Gehwege und Zuwege an und vor unseren Häusern rutschsicher sind, dann können wir für etwaige Verletzungen und Schäden haftbar gemacht werden, völlig gleichgültig, ob wir nun an Salz kommen können oder nicht. Immer mehr Menschen greifen daher zu Speisesalz. Aber wie lange reicht das eigentlich aus? Sicher sind auch hier die Vorräte begrenzt und ich habe allmählich meine Sorge, dass bald im Supermarkt ein großes Loch im Regal klafft, wo eigentlich Salz stehen müsste. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn ich künftig mein Mittagessen ohne Salz zu mir nehmen muss! Ungesalzene Pommes – das geht gar nicht! Oder Spaghetti Bolognese ohne mein geliebtes Salz! Laugenbrezeln ohne die Salzkrümel drauf… das sind ja nun wirklich keine schönen Vorstellungen.

Ob dann auch bald die ganzen Firmen ihre Produktionen einstellen müssen, die derzeit Fertiggerichte produzieren oder Gewürzmischungen? Und was machen eigentlich die Großküchen z.B. in Krankenhäusern? Metzgereien können über kurz oder lang keine Wurst mehr produzieren, Bäckereien können nicht mehr backen, Hotels können ihre Gäste nicht mehr richtig bekochen und Pommesbuden können schließen.

Wahnsinn! Ich merke jetzt gerade erst, was Salz für eine immense Bedeutung für uns alle hat. Hoffentlich hört der Winter endlich auf, sonst sind meine Pommes in Gefahr .

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Darum ging es im Beitrag:
    salzbehaelter ständig leer | geht salz leer | gelackter schweinebauch auf chili-spaghetti bild |

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