Luxusgewürz Safran neu entdeckt





Safran- Krokusblüte

Safran- Krokusblüte

Ich habe soeben beschlossen, wieder mal etwas mit Safran za’farān ‏زعفران‎ zu kochen.

Vor einiger Zeit habe ich mir ein Mini-Töpfchen mit den rotbraunen Fäden beim Marokkaner gekauft und wusste ewig nicht, wie ich es verwenden soll. Jetzt habe ich gerade ein Bisschen recherchiert und bin wirklich begeistert von dem, was ich erfuhr.

Meist ist nur die Rede davon, dass Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt gehört. Gemessen an den Kosten/Gramm mag das stimmen. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass bereits ganz wenige Safran Fädchen –die echt so gut wie nix wiegen- im Essen ein wunderbares Aroma sowie eine unverwechselbare Geldfärbung schaffen, dann stehen die hohen Kosten von bis zu 4Euro/Gramm gleich in einem anderen Licht.

Safran gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin und im Ayurveda als blut-, kreislauf- sowie stoffwechselfördernd, regt die Verdauung an und regelmäßiger Genuss in Maßen beugt Arteriosklerose vor, weil Safran die Fließeigenschaften des Blutes verbessert. Man kann auch einige Safranfäden einem Tee hinzufügen. Dies fördert das Immunsystem und hilft bei Fieber.

Im Orient habe ich schon öfter Gerichte mit Safran gegessen und auch die Spanier verwenden ihn z.B. in der Paella.

Ich wusste bisher nicht, dass die rotbraunen Fädchen aus der Narbe der Safran- Krokusblüte stammen. Eine wunderschöne blaue Blume, die man übrigens sogar in unsere Breiten im Garten selber anbauen kann, weil sie Frost bis Minus 15 Grad abkann!

Ich freu mich immer wieder, wenn ich checke, dass das, was schön aussieht und gut schmeckt auch gesund ist! Von daher wird diesen Winter bei mir sicherlich öfter mal gelb gegessen.

Was das Kochen betrifft, so habe ich erstmals eine Idee bekommen, wie ich Safran so verwenden kann, dass nicht nur das Essen gelb gefärbt wird, sondern auch das tolle Aroma seine volle Intensität entfalten kann. Man sollte die Fädchen nicht zu lange mitkochen, sondern erst relativ zum Ende einem Gericht zufügen. Es ist gut Safran auf seinen „Auftritt“ vorzubereiten. Die trockenen Fädchen (ganz wenige reichen schon) einige Minuten bei ca. 40 Grad im Backofen aufwärmen und dann eine Stunde in Wasser einweichen. So entfaltet Safran sein volles Aroma am Besten.

Wie die meisten Gewürze und Pflanzen ist auch Safran in hoher Dosierung toxisch. Wie auch Muskatnuss, Zimt, Fenchel & Co. sollte man bei winzigen Mengen zum Würzen von Speisen bleiben und lediglich mit einem Hauch die Gerichte verfeinern.

Das kleine Pöttchen, was ich mir gekauft habe enthält sicher weniger als 1 Gramm und ich komm damit bestimmt ein halbes Jahr hin. Ich habe hier in meiner Gegend einige orientalische Läden, kann ansonsten empfehlen, sich erstmal im Feinkostladen das hochpreisige Markensafran zu holen und mit der Erfahrung Aussehen und den Duft betreffend dann auch durchaus andere Quellen zu suchen.

Wie gesagt, Safran ist nicht ganz billig, aber man benötigt ja auch nur ganz wenig zum kochen. Und ein Bisschen Küchenluxus tut einfach gut, finde ich.

Ich denke, ich werd mir als Erstes ein leckeres Hähnchen al-Andalus zubereiten, mit Mandeln, Zimt, Nelken, Safran und Cumin. Yummie!!! Und vielleicht dazu ein selbstgebackenes Brot. Ich kenne Safranbrot aus dem Maghreb.  Schmeckt toll und sieht lecker aus!

Bon Appétit!

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    safran im garten anbauen | adrian | safran in apancel |

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