Lena Meyer-Landrut die Rampensau für Oslo





Ich habe mir geschworen, dass ich nie wieder den Eurovision-Song-Contest anschauen werde, weil die Oststaaten sowieso nur ein Gemauschel machen. Dieses ewige Punkte hin- und herschieben und Kandidaten belohnen, die so schräg singen, wie ich unter der Dusche.
Aber was soll ich sagen? Raab hat es geschafft, dass auch ich wieder ein wenig Hoffnung hege, dass Deutschland diesmal ein wenig weiter vorne platziert wird. Auf die Top 3 hoffe ich nicht, aber wenigstens Top 10, das wäre schon klasse – und auch verdient.

Diese Lena Meyer-Landrut ist ja schon so ein Phänomen für sich- einerseits hat sie eine geniale Stimme und ist verrückt genug, „mal eben“ Abitur zu machen und gleichzeitig die ganze Promo-Tour und den Stress der Vorbereitungen auf sich zu nehmen, andererseits könnte ich mich über ihre übertriebene britische Aussprache und ihr wildes Gehüpfe auf der Bühne köstlich amüsieren. Sie ist schon so eine Rampensau, die sich bei „Wetten Dass“ bei Gottschalk auf das Sofa setzt und sich mit den Promis dieser Welt unterhält, als wenn sie nie etwas anderes getan hätte. Doch, ich denke, sie ist absolut die richtige Wahl für Oslo.

Ihr neuester Geniestreich: Sie hat ja gerade in Oslo Geburtstag gefeiert und kam dabei scheinbar auf die Idee, dass man ja schon vorher ordentlich (Sympathie-) Punkte einheimsen könnte. Offensichtlich will sie nichts mehr dem Zufall überlassen. So sang sie auf dem Deck eines Segelschiffs auf dem Oslo-Fjord ihren Hit „Satellite“, dabei trug sie die ganze Zeit eine landestypische Zipfelmütze, auf der die norwegische Flagge prangte. Abends bei TV-Total zog sie sogar zusätzlich noch einen Norwegerpulli an. Da schmelzen die kalten Norwegerherzen.

Auch der norwegische Vorjahres-Sieger, Alexander Rybak, liegt unserer Lena zu Füßen. Ein kleiner Flirt mit ihm und schon verkündet er in allen Medien, dass „Satellite“ sein absolutes Lieblingslied in diesem Jahr sei und dass Lena ja so nett zu allen sei.

Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob Lena bei ihren ganzen gewieften Taktiken nicht unseren Meister des Erfolgs, Stefan Raab, zu Rate zieht. Es dürfte mit Sicherheit kein Fehler sein, sich voll und ganz in seine Hände zu begeben. Nicht umsonst wurde er schon für 2011 wieder verpflichtet, um auch da unseren Kandidaten für den Eurovision Song-Contest zu ermitteln.

Ich jedenfalls drücke Lena die Daumen und erfreue in der Zwischenzeit alle, die mich auf meinem Handy anrufen, damit, dass sie statt eines Klingeltones „Satellite“ hören können :-?

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    adrian | phänomen lena | lena meyer landrut halterlose |

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2 Kommentare

  1. Sven sagt:

    Joa, man darf auch nicht Vergessen das die von Stefan ausgesuchten Künstler in den letzten Jahren auch die erfolgreichsten waren. Wieso also nicht auf ihn trauen und hoffen, dass es auch dieses Jahr wieder so sein wird. Ich meine, was hatten wir denn letztes Jahr da auf der Bühne, dass war doch wirklich schon nicht mehr schön. Mit Lena ist wenigstens wieder jemand da, für den man sich nicht schämen muss.

  2. Also mir ist das so ziemlich gleich, wer da für irgendwelche Contests singt. Seitdem Konsorten wie Guildo Horn für Deutschland auftreten durften, habe ich das Interesse (das vorher auch schon tendenziell gegen Null ging) vollends verloren. Erfahrungsgemäß ist der Hype vorher immer riesengroß, doch letztlich sind die Platzierungen dann doch recht ernüchternd…