Krefeld–Abrisswüste an der Kölner Strasse bis 2013 ?





Krefeld Kölner Straße zwischen Melanchthonstraße und Klinikum-Gelände

Krefeld Abriss

Das Abrissgebiet zwischen Melanchthonstraße und Helios Klinikum in Krefeld ist wirklich nicht schön anzusehen. Und das schon eine ganze Weile. Da die Mauerreste der bereits seit 2008 abgerissenen Gebäude aus statischer Sicht derzeit noch erhalten bleiben müssen, um das einzige noch stehende Haus zu stützen, wirkt das ganze Areal wie nach einem Bombenangriff. Jetzt wurde bekannt, dass das Verbreiterungsprojekt an der Kölner Strasse aus finanziellen Gründen noch bis 2013 auf Eis liegt. Sprich, es wird sich baulich in den kommenden 3 Jahren nichts an der Situation ändern.

Der Straßenzug an der Kölner Straße sieht so nicht nur hässlich aus, derzeit gibt es auch ein Sicherheitsrisiko. Das Abrissgebiet ist zwar durch Gitterzäune abgesperrt, dennoch hat es hier schon einige Zwischenfälle mit Vandalismus gegeben. Wenn das Gebiet tatsächlich bis 2013 in diesem Zustand bleiben sollte, dann wird die Stadt sich auf alle Fälle eine bessere Sicherung der Baustelle ausdenken müssen. Spielende Kinder und Jugendliche finden nämlich derzeit locker den Weg durch die Gitter.

Update 05.07.2012

Brand an der Kölner Straße

Artiel bei rp-online

Eine Weile hatte es an der Kölner Straße so ausgesehen, als stünde einer Weiterführung der Abrissarbeiten die Kioskbesitzerin im Weg, die, obwohl Sie über das Straßenverbreiterungsprojekt im Bilde war, ihren 2007 auslaufenden Mietvertrag bis 2012 verlängert hatte. Alle anderen Mieter sind inzwischen ausgezogen.

Aus der Presse erfuhren wir, dass die Stadt mehrfach bzgl. einer großzügigen Abfindung sowie neuen Räumen gleich gegenüber auf sie zu gegangen war.

Abriss Kiosk in Krefeld

Krefeld Kiosk

Die Kioskbesitzerin wiederum weigerte sich bisher, umzuziehen. Irgendwie schon verständlich, denn sie ist seit 14 Jahren an dieser Stelle, wo bisher die Bushaltestelle lag und wo man recht einfach kurz rein springen kann, was auf der anderen Straßenseite nicht mehr der Fall wäre.

Man kann sich jetzt drüber streiten, ob es nicht irgendwann gut ist, einfach Abschied zu nehmen. Und da hat sich die Kioskbesitzerin bis 2012 Zeit eingeräumt. Dieses Straßenverbreiterungsprojekt ist so groß, dass der Kiosk derzeit fast wie ein Gallisches Dorf erscheint: rundherum liegt alles in Trümmern, aber der Kiosk läuft weiter.

Da die Stadt nun das Ganze aus finanziellen Gründen erst 2013 weiterführen kann, hat sich das Thema Kiosk-Widerstand erstmal erledigt. Dennoch: die Besitzerin hat Einbußen aufgrund der Baustellensituation. Es bleibt auch die Frage, wie man das Abrissgebiet rundherum bis 2013 besser sichern und vielleicht auch gestalten kann. Ich denke da an stabilere Bauabgrenzungen und daran, dass die Stadt hier aus der Not eine Tugend machen könnte. Immerhin hat man 3 Jahre Zeit.

Mein Vorschlag wäre, Bauzäune hin, Grafitti-Künstler einladen, die Zäune zu gestalten und das Ganze dann mit einem Straßenevent einzuweihen.

Da würden sich die Künstler freuen, die Kioskbesitzerin sicher auch und der Straßenzug würde in den nächsten 3 Jahren nicht mehr nach Nachkriegszeit sondern nach geile Zeit aussehen.

[teilen]

Wer hat`s geschrieben ?

Trinity schrieb schon 155 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    Bilder von Krefeld | krefeld bilder | krefeld kölner strasse hässlich |

Das könnte dich auch interessieren:

1 Kommentar

  1. beate sagt:

    Hallo Trinity, dass mit den Grafitti Künstlern finde ich eine geniale Idee. Das würde dieser schrecklich aussehenden Ecke in Krefeld wieder etwas Charm geben.

    Grüße Beate