Kräuterdrogerie Bezugsquellen für Kräuter im Netz





Ich habe vor einigen Jahren regelmäßig Babysitting gemacht. Fast jedes Mal, wenn ich auf die wilden Kids meiner Freunde aufgepasst habe, hat sich mindest eines irgendwie gestoßen, ist die Treppe rauf- oder runtergefallen oder hatte plötzlich eine Schwellung irgendwo am Arm, von der keiner so genau wusste, wo sie herkommt. Ich war immer in heller Aufregung.

Die Eltern waren grad mal 20 Minuten aus dem Haus, da kam schon der erste mit einem Höcker am Bein an. Nach einigen Malen wusste ich, wo der Medizinschrank ist und ich habe in dieser Zeit einiges über Naturheilmittel gelernt.  Zielsicher griff die kleine Tochter bei Prellungen immer nach Arnika-Salbe und Arnika-Globuli und ich beruhigte mich wieder.

Ich habe mich irgendwann dann auch selbst mit Arnika eingedeckt. Denn die Salbe beispielsweise wirkt ebenso gut bei einem verstauchten Knöchel, einem Hämatom als auch gegen die Schmerzen, die ein eingeklemmter Nerv am Schulterblatt verursacht. Ich würde nicht empfehlen, bei schlimmen Verletzungen auf den Arztbesuch zu verzichten.

Für den Hausgebrauch jedoch, die Kleinigkeiten, die einem so passieren und die einfach nur schmerzhaft, blau oder dick sind, ist Arnikasalbe perfekt. Diese kann man auch prima in der online Apotheke bestellen.

Hier in meiner Stadt gibt es eine alteingesessene Kräuterdrogerie, wo die Leute richtig Ahnung haben. Im Laufe der Zeit habe ich bei kleineren Beschwerden ganz oft dort nachgefragt und fast immer etwas gefunden, was ebenso gut, manchmal sogar besser hilft, als klassische Medikamente. Kampferöl bei Erkältung, Teebaumöl bei Pickeln, Frauenmantel Tee bei Menstruationsbeschwerden, Kalmuswurzel zur Raucherentwöhnung (ekelhaft, aber: man hat nach dem Kauen echt keine Lust mehr auf Zigaretten) sind nur einige Beispiele.

Eine Freundin lieh mir mal ein Buch über die Kräuterheilkunde der Hildegard von Bingen, über die auch ein Kinofilm gedreht wurde („Vision“), der gerade angelaufen ist. Den sehe ich mir auf jeden Fall an.

In besagtem Buch waren wirklich Kräutermixturen für alle erdenklichen Leiden inkl. Wirkweise beschrieben.

Ich habe in den letzten Jahren auch viel darüber gelesen und gelernt, welche Wirkung die Gewürze haben, die wir so verwenden. Es ist hoch interessant, denn Chili, Lorbeer, Thymian und Co. sind ursprünglich nicht wegen ihres Aromas in den Speisen gelandet, sondern weil sie z.T. den Cholesterinspiegel senken, die Verdauung regulieren und Sodbrennen verringern. Ich hab inzwischen Klassiker wie Rosmarin, Basilikum und Salbei im Garten angepflanzt und finde es immer ganz toll, frische Kräuter beim Kochen zu verwenden. Die Beschäftigung mit Kräutern erweitert auf alle Fälle meinen Horizont und gibt mir außerdem das Gefühl, das alles zum menschlichen Wohlergehen rundherum in der Natur vorhanden ist.

Vielleicht war ich in einem früheren Leben ja eine Kräuterfee! Auf alle Fälle macht es Sinn für mich, das zu nutzen, was die Natur anbietet. Durch Instinkt und ausprobieren habe ich am meisten Erfahrungen gemacht, die weit über das hinausreichen, was mir mein Hausarzt über meinen Körper erzählt, wenn ich mit einer Bronchitis antanze. Will heißen: Kräuterheilkunde ist für mich ein Weg mitzuarbeiten, mitzudenken und mitzuspüren, was mein Körper so braucht und nicht mehr nur Vorgekautes zu schlucken.

Es gibt inzwischen auch jede Menge Bezugsquellen für Kräuter im Netz. Und wer sich ein wenig auskennt, kann echt Geld sparen.

Um hier gute Qualität zu bekommen ist es sicherlich sinnvoll, sich ein wenig auszukennen und nicht davon auszugehen, das Kraut gleich Kraut ist. In vielen Fällen hängt die Wirksamkeit nämlich mit dem Anbaugebiet sowie dem Erntezeitpunkt zusammen.

Selbstverantwortung ist also gerade bei unbekannten Bezugsquellen wichtig. Im Zweifelsfall würde ich in der ersten Zeit auf den Rat eines kundigen Kräuterapothekers vertrauen, was die Qualität betrifft. Ansonsten gilt natürlich: einfach dem Instinkt folgen und ausprobieren.

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Darum ging es im Beitrag:
    raucherentwöhnung hämatoni | verstauchten knöchel | Bezugsquellen für hildegard von bingen kräuter |

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2 Kommentare

  1. online broker sagt:

    Es ist leider sehr schwer guenstig frische Bio-Kraeuter zu kaufen. Irgendwie scheint es da noch eine regelrechte Marktluecke zu geben. Die Kraeuter im Bioladen sind jedenfalls viel zu teuer. Selbst pflanzen scheitn noch das beste zu sein. LEider lebe ich im Betonkasten in den Innenstadt.

  2. Sophie sagt:

    Hi broker, na, dann pflanz doch in Töpfen auf der Fensterbank! Das geht doch. Ich hab meine Kräuter im Garten auch bio gekauft. Und auf der Fensterbank musst Du dann auch keine Angst haben, dass Nachbars Hund mal das Bein hebt :-) )))