Klofrauen Trinkgeld nun auch bei Altglas Containern ?





Ich fahre nicht oft zum Wertstoffhof. Der Ort des Grauens. Viele Menschen auf einem Fleck die alle das gleiche Ziel haben. Möglichst schnell den angesammelten Müll in die dafür vorgesehenen Container packen und dann wieder ab nach Hause. Viel zu unpersönlich. Ich will die wohlige Gesellschaft meiner Nachbarn wenn ich meine stinkenden Milchtüten wegwerfe.

Nein, mir ist der kleine, beschauliche Containerplatz um die Ecke lieber.

Doch dies sind die Zeiten der Veränderung. Die Zeiten innovativer Ideen.

Heute war es mal wieder so weit. Viel Papier. Viel Glas und ein paar Dosen. Das Auto voll bepackt mit all den wertvollen Stoffen die vielleicht irgendwann wieder in meinem Einkaufswagen landen.

Am Containerplatz angekommen bietet sich mir mein gewohntes Bild. Viele Container und das Sortieren beginnt. Doch etwas ist anders. Etwas lässt ein leichtes Unbehagen in mir aufsteigen. Da steht eine Frau die mich mustert. Sie mustert mein Autokennzeichen. Sie mustert meinen Müll. Sie hat eine Schreibkladde in der einen und einen Kugelschreiber in der anderen Hand….

Als ich gerade beginne meine Papierkartons sorgfältig zu falten kommt sie auf mich zu. Sie macht hastige Notizen und kontrolliert meine Arbeit. Ich bleibe ruhig. Lasse mir meine Nervosität nicht anmerken.

Wir sind mittlerweile bei den Glasflaschen angekommen.  ”Ohne Deckel! Deckel zum Blech!”, höre ich knapp hinter meinem linken Ohr als ich gerade meine Ketchupflasche (ohne Deckel) in den Weißglascontainer einwerfen möchte.

Bei den Dosen angelangt bin ich mir wieder etwas sicherer in meinem Handeln. Gekonnt leere ich meine Tragekiste mit den verbliebenen Dosen in den richtigen Container. Gleichzeitig bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Verliert die Frau vielleicht ihren Arbeitsplatz wenn ich meinen Müll fehlerfrei sortiert entsorge? Gehöre ich zu den Menschen die unser soziales System zerstören? Nein, das bin nicht ich. Ich will, dass jeder der Arbeit hat diese auch behält.

Die Tragekiste (aus recyceltem Kunststoff) verstaue ich wieder in meinem Auto. Ich nehme die Styroporeinlage aus meinem Kofferraum die als Puffer zwischen Verbandskasten und Warndreieck dient und gehe wieder Richtung Containerplatz. Am Papiercontainer bleibe ich stehen. Ich begutachte meinen Styropormüll übertrieben lange – Sie hat es längst gemerkt –  ”Styropor ist kein Papier! Styropor zu den Mischkunststoffen!”.

Ja, ich bin sozial.

[teilen]

Wer hat`s geschrieben ?

schrieb bisher one Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    geld für altglas | deckel abschrauben für den weißglascontainer | auto |

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