Jugendliche haben keinen Bock auf Bloggen





Kein Bock auf Blog ©Intuitivmedia

Kein Bock auf Blog ©Intuitivmedia

Laut einer aktuellen Studie des Pew Research Center in den USA hat sich die Zahl der jugendlichen Blogger seit 2006 halbiert. Die 12-17jährigen weichen immer mehr auf kurze Statusmeldungen in den Social Networks und Microblogging-Plattformen aus. Sie haben keinen Bock mehr auf lange Beiträge.

Die Funktionen vieler neuer Mobiltelefone machen es möglich, jederzeit und von unterwegs eine Meldung zu posten. Und natürlich ist es was anderes, kurz zu schreiben wo man ist und was man gerade tut oder denkt, als einen längeren Blogartikel auf dem Handy einzutippen.

Twitter & co. bieten sich geradezu perfekt an für diese kurzen Meldungen. Wo zuvor Blogger über Twitter, sei es per Abo oder manuell, neue Einträge in ihren Blogs verbreiteten, sind inzwischen oft nur noch Statusmeldungen zu finden.

Ich finde die beschriebene Entwicklung irgendwie ganz normal. Denjenigen User, denen es vor allem um den Kontakt zu anderen Usern und Aufmerksamkeit geht, öffnen Dienste wie Twitter oder die Social Plattformen die Möglichkeit, ohne großen Zeitaufwand ihr Ziel zu erreichen. Blogger, denen es in erster Linie um das Verfassen von Texten und einen Austausch mit den Lesern geht, schreiben weiter und nutzen die Mikro-Blogging Dienste vor allem für die Verbreitung ihrer Blogs.

Dass Jugendliche eher das Bedürfnis haben, immer und überall mit ihren Kumpels zu kommunizieren, als lange Blogbeiträge zu schreiben, ist sicherlich die Hauptursache für die Entwicklung in der Bloggerszene. Heute kann man ja über das Handy seinen Standort per GPS berechnen lassen und voll automatisch jederzeit ins Netz stellen, wo man gerade rumläuft. Das ist für einen Teenager sicher cooler und da die Technologie noch nicht so alt ist, ist doch klar, dass die Jugendlichen damit rumexperimentieren.

Ich meine ja, dass Teenager wohl eher fasziniert von den Vernetzungsmöglichkeiten sind, als dass sie ein gesteigertes Interesse an der professionellen Vermarktung eines Blogs haben. Ist ja auch ein Bisschen kompliziert, sich da reinzuarbeiten. Klar, könnte sich so mancher sein Taschengeld mit dem Bloggen aufbessern, aber wenn jemand ein ultrateures Mobiltelefon hat, braucht er das vielleicht gar nicht mehr.

So trennt sich also seit mehreren Jahren die Spreu vom Weizen und übrig bleiben werden wahrscheinlich die Blogs mit Substanz, in denen Leute schreiben, die tatsächlich was zu erzählen haben. RSS-Feed Abos, Twitter & co. machen es auch hier möglich, seine Follower auf dem Laufenden zu halten. Ist also meiner Meinung nach alles gut so, wie es ist. Hat doch was von Klasse statt Masse.

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Darum ging es im Beitrag:
    Jugendliche blogger | auto | teenager seiten |

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1 Kommentar

  1. Chriz sagt:

    Ich gebe dir völlig recht. Ich selbst bin ein Jugendlicher, aber Blogge selber noch. Doch ich ertappe mich immer wieder gerne und Twitter lieber, anstatt zu bloggen. Als Schüler wird man aber auch gerne mit viel Texte schreiben in der Schule konfrontiert und hat dann erst recht keine Lust, dann noch im Blog viel zu schreiben.