Ist Musik eine Droge? Macht Musik abhängig?



Meine Meinungen Musik als Droge



Brauchen bestimmte Musikarten eine Altersbeschränkung? (FSK 16/18) Muss Musik wegen allgemeinem Musikmissbrauch Illegalisiert werden?
Ich mag Musik. Sie hält mich auf Trab beim Skaten. Bringt meinen Körper zum Tanzen und macht mich traurig, froh, ruhig oder erregt, jenachdem welche der vielen süssen musikalischen Früchte ich genieße. Man könnte sagen Musik ist psychoaktiv und verändert den Gefühlszustand des Verbrauchers.
Welcher Gedankengang liegt den zuvor genannten zugegegeben extremen Fragen denn zugrunde? Nun, in unserer Freizeit konsumieren wir allerlei Genussmittel. Einige werden uns von Kindesbeinen an als Drogen vorgestellt und andere als Genussmittel.

Was sind Genussmittel?

Wikipedia trift hierzu folgende Aussage:
Als Genussmittel im engeren Sinne werden Lebensmittel bezeichnet, die nicht in erster Linie wegen ihres Nährwertes und zur Sättigung konsumiert werden, sondern wegen ihrer anregenden Wirkung und ihres Geschmacks. Im weiteren Sinne werden traditionell auch Tabakwaren zu den Genussmitteln gezählt, mitunter auch Rauschmittel.

Hm also ist Musik kein Genussmittel ?

Wie sieht es mit Droge aus?

Auch hier hat Wikipedia eine Meinung:
Als Droge gilt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeder Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag. Hierunter werden im Allgemeinen aber keine Nahrungsmittel gefasst. Gesellschaftlich wird der Begriff Droge jedoch weit enger gefasst: Drogen sind Stoffe und Zubereitungen, die primär zur Erzeugung eines Rauschzustandes oder zur Befriedigung einer Sucht verwendet werden.

Ohhh “primär zur Erzeugung eines Rauschzustandes” Allerdings hat Musik keine Stofflichkeit im herkömmlichen Sinne. Sie übt Ihre ansteckende Wirkung über Schallwellen aus.

Nun sicher hat jeder für sich schon einmal festgestellt, daß er eine mehr oder minder starke Sensibilität auf Gefühlsebene für bestimmte Arten von Musik besitzt. Unter Hinzunahme von gewissen legalen Genussmitteln kann der ein oder andere beim Lauschen seiner Lieblingsmusik (emotional wirksamste Sorte), in einen mehr oder minder tiefer Rauschzustand gleiten. Auf Partys oder wenn man sich in “Horden” auf Veranstaltungen begegnet ist die Tendenz zum “Ausflippen” recht hoch.

Sicher, ein Rausch stellt sich nach einem Kasten Bier auch ein. Jedoch bestimmt die Musik die emotionelle Richtung/Farbe z.B. Agression, Trance, Melancholie, Euphorie und andere. Musik allein kann solche Empfindungen ebenso hervorrufen, jedoch werden die meisten von uns durch den Wegfall diverser Grenzen, Moralschranken, gesellschaftlicher Zwänge viel sensibler.

Könnte mann sagen, daß bei alkoholisierten randalierenden Hardrockern, Punkern, Schlagerfans oder Liebhabern von klassischer Musik Drogenmissbrauch im “musikalisch gesteuerten” Rausch vorliegt? Mancher PKW-Fahrer fährt mit der richtigen Stimmulanz gerne mal ein bischen schneller und agressiver. Liegt hier Drogenmissbrauch vor? Ist damit die öffentliche Sicherheit und Ruhe gefährdet oder können gar ganze Befölkerungsgruppen zu sogenannten musikalisch terrorsistischen “Schläfern” umfunktioniert und irgendwann mit dem richtigen “Sound” “aktiviert” werden?

Alles nur Übertreibung oder Grund zur Sorge?
Nun, unsere Gesellschaft und unsere Gesetzgebung basiert auf Guten alten Grundsätzen und Verhaltensregeln. Jedoch auch aus einer Menge überholter zu Teil geziehlter Falschinformationen. Hier ist Wandel erforderlich. Dieser Beitrag greift eine Thematik zugegegeben dramatisch und sarkastisch auf. Es geht um Jugendschutz und Umgang mit “Drogen”. Dem geneigten Leser ist natürlich freigestellt angeregt darüber zu debatieren oder sich ignorierend einfach abzuwenden.
Gruß
Uschi
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Darum ging es im Beitrag:
    drogen music aabhenich | altersbeschränkung drogen | ist musik eine droge |

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9 Kommentare

  1. Clatsch sagt:

    Ich perösnlich bin nicht der Typ wo Musik als Droge gilt. Ich kann gut ohne ;-)

  2. Matti sagt:

    Jugendfreigabeverfahren für Musik. Uff. Wen wir mal soweit sind geht echt Bergab… Aber wer weiß was noch kommt ;)

  3. Silke sagt:

    Musik illegalisieren??? Am besten wir illegalisieren gleich Gefühle wie Hass und Aggression. Du kannst ja mal bei Zensurlula von der Leyen anfragen, die wäre davon bestimmt begeistert. Und alle, die unverschämter Weise trotzdem “negative” Gefühle haben, kommen in die Wuthöhle, haha.

  4. Chris sagt:

    Musik als Droge zu bezeichnen ist schon etwas übertrieben, vor allem weil laut einer Studie “Musik die Heilung fördert” ;-)

  5. Uschi sagt:

    Hallo Chris

    Heilung fördern laut einschlägigen Studien auch andere nicht legale pflanzliche Chemikalien. Genau deshalb habe ich es auch so kontrovers und herrausfordernd beschrieben .

  6. suse sagt:

    hallo, JAAA, ich oute mich!

    ich bin ein musik-junkie, voll abhängig und kann nicht ohne. ob nun harten und aggressiven punkrock; weichen, einlullenden pop; entspannende klassische musik oder fetzige schlager/partymusik. ich konsumiere alles nach bedarf und gemütslage. natürlich hab ich meine “lieblingsdrogen” und wenn ich dann auch noch während einer richtigen Drogenorgie landläufig “konzert” genannt mit vielen anderen abhängigen einwerfen darf, oh mann, dann hält der rauschzustand für ein paar tage an.

    achso, frau von der leyens supermuttihausfrauenmeinung ist mir gänzlich egal. im notfall mach ich mich dann auch gern strafbar wegen illegalen drogenmissbrauchs. solange mein mp3-player funktioniert!!!!!

    “living well is the best revenge”

    gruß suse

  7. Spi sagt:

    Ich denke schon, dass Musik zur Droge werden kann. Sogar eine sehr gefährliche. Außerdem ist sicher nicht alle Musik heilend, es gibt auch welche durch die man total verrückt wird…

  8. Fabian sagt:

    Musik hat durchaus ähnliche Eigenschaften wie Drogen – allerdings je nach Musik und Hörer völlig unterschiedliche Wirkungen.

    Manch einer verliert sich zum Beispiel völlig in der Musik und fällt in eine Art “Trance”, der andere entspannt sich beim hören von Musik, Musik kann Erinnerungen und Assotiationen hervorrufen, traurig machen, in Partylaune bringen und noch vieles mehr. Bei mir ist es oft so, dass ich von bestimmter Musik viel aufgedrehter werd und mehr in Partystimmung kommt als von viel Alkohol.

    Aber wirklich als Droge kann man Musik nicht bezeichnen. Manch einem geht es vielleicht auch bei Bildern oder Sport so. Und nunja, dass Musik gefährlich ist, darüber braucht man ja nicht zu diskutieren – das halte ich für Quatsch

  9. Iuliaa sagt:

    also ich denke,musik kann schon wie eine droge sein, is bei mir zumindest so :D ich könnt ohne musik nicht leben,aber sie für gefährlich zu halten, ist absoluter schwachsinn. jeder hört das was er will,wann er will und so oft er will. direkt kann man musik nicht als droge bezeichnen,musik ist was besonderes,für jeden einzelnen ist sie anders und hat eine andere wirkung.. :) music 4life