Internet-Liste für Ekel-Restaurants



Kennzeichnung besonders sauberer Gaststätten



Dass es in Gaststätten und Restaurants Hygienekontrollen gibt, wissen wir ja. Bisher war dies allerdings eher eine interne Angelegenheit und die Verbraucher konnten immer nur auf ihre eigene Wahrnehmung beim Restaurantbesuch vertrauen. Manchmal mit bösen oder ekligen Überraschungen.

lecker essen ©Intuitivmedia

Gerade haben sich die Verbraucherschutzminister der Länder geeinigt, bis zum Jahresende Bewertungsstandards festzulegen, nach denen Gastronomiebetriebe
ähnlich wie beim Berlin Pankower Smiley-Projekt geprüft werden, um dann ein positives Prüfsiegel zu erhalten, welches z.B. an der Tür angebracht wird. So könnten Kunden auf den ersten Blick sehen, dass in diesem Restaurant alles in Ordnung ist hygienetechnisch.

Das Pankower Projekt zeigte, dass sich die Hygienebedingungen in den teilnehmenden Betrieben verbesserten.

Es könnte demnächst auch eine „Ekel-Liste“ mit den Restaurants, die den Standards der Prüfer nicht genügen, im Internet einzusehen sein.

Gute Idee – wenn regelmäßig geprüft wird
Die Idee, Gaststätten mit besonders guten Hygieneergebnissen zu kennzeichnen, finde ich gut. Meines Erachtens müssen diese Restaurants dann aber auch ständig geprüft werden. Denn wenn ein solches Smiley Kennzeichen an der Tür anderthalb Jahre alt ist, kann es in einer Restaurantküche schon wieder aussehen, wie in der Gammelfleischzone. Über die Prüfintervalle habe ich noch nichts gelesen.

Wer schon mal in der Gastronomie gearbeitet hat weiß, dass die Hygiene von heute schon nach wenigen Wochen der Nachlässigkeit, manchmal schon nach ein paar Tagen, komplett dahin sein kann. Hier sehe ich definitiv eine Schwachstelle der geplanten Kennzeichnungsregelung bzw. den Faktor, der die Sache sinnvoll oder aber unsinnig machen wird.

Auch dem eigenen Instinkt vertrauen
Ich persönlich werde es weiter so halten, wie bisher, und nach dem gehen, was ich sehe und rieche. Manchmal hilft auch ein Gang zur Küchentür oder auf’s Klo bevor man sich was zu essen bestellt.

Sollten die Kontrollen, die zu einer „Einwandfrei“ Kennzeichnung führen, tatsächlich alle paar Wochen durchgeführt werden, kann das System hilfreich werden. Dennoch würde ich mich ungerne nur darauf verlassen.

Verbraucherministerin Aigner plädiert auf alle Fälle auch für eine „Ekelliste“ im Netz, um auch die schlecht bewerteten Restaurants unter Druck zu setzen, an ihrem Hygienestandard zu arbeiten.

Momentan gibt es die Smiley-Prüfung nur in Pankow und Restaurants können freiwillig teilnehmen. Zukünftig könnten diese Überprüfungen bundesweit Pflicht werden.

Ich bin mal gespannt, ob das wirklich alles umgesetzt wird und wie es sich auf die Gastronomielandschaft auswirken wird.

[teilen]

Wer hat`s geschrieben ?

Trinity schrieb schon 155 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    liste der ekel restaurants frankfurt | hygene gastätten liste | ekelliste saarland |

Das könnte dich auch interessieren:

1 Kommentar

  1. Micha sagt:

    Ich komme selber aus Berlin und finde die Idee einfach super. Als leidenschaftlicher Koch weiß ich das es nicht immer leicht ist die Küche sauber zuhalten. Aber schließlich bezahlt man auch das Essen und da ist für mich der “Obolus” für die Hygene mit in begriffen.