Illegales Filesharing – hohe Strafen für den Computerinhaber





Illegales Filesharing ©Intuitivmedia

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Wie ist das eigentlich, wenn jemand mit meinem Computer Musiktitel zum illegalen Download im Netz anbietet? Nun, die meisten Musiktitel sind urheberrechtlich geschützt und wir hatte das Thema ja schon ein paar Mal: die großen Musikverlage sind da ganz klar hinterher und -ich weißt zwar nicht genau wie- verfolgen die Quellen und gehen den Rechtsweg, sobald sie fündig geworden sind.

Ich las gerade eine Meldung über eine Hausfrau, über deren Rechner fast 1000 Titel zum Download angeboten worden waren und die jetzt deshalb zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde. Das Prekäre: sie behauptet, selbst nie Musik ins Netz gestellt zu haben. Sie lebt mit ihrem Mann und 2 Söhnen in einem Haushalt und es ist wohl naheliegend zu vermuten, dass -wenn sie es nicht war- jemand anderer aus ihrer Familie hier am Rechner war. Nur: sie hat dies nicht angegeben, einfach nur ausgesagt, dass SIE es nicht war.

Da man niemandem in diesem Haushalt nachweisen konnte, der Schuldige zu sein, muss die Frau haften, da die Musiktitel von ihrem Computer aus ins Netz gestellt worden waren. Tja.

Ich meine ja, dass sie es wahrscheinlich gewusst hat, denn sonst hätte ja derjenige in der Familie, der die Stücke zum Download angeboten hat, dies zugeben können, um die Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht hatte die Frau gedacht, ich war’s wirklich nicht und wenn ich das so sage und es keine Beweise für einen anderen Schuldigen gibt, dann bleibt auch de Strafe in der Luft hängen. So läuft es aber scheinbar nicht.

Verantwortlich für illegal zum Download angebotene Musiktitel im Netz ist wohl derjenige, dem der Rechner gehört, auch wenn dieser selbst gar nicht aktiv an der Aktion beteiligt war. Im Falle dieser Familie handelte es sich auch um ältere Titel, die wahrscheinlich weniger in den Bereich der beiden Jungs fallen sondern eher aus der Generation der Eltern stammen. Aber wie gesagt, wenn die Computerbesitzerin behauptet, nichts von der Sache zu wissen, dann kann das Gericht eben nur weiterforschen und da es kein Geständnis seitens der Familie gibt, wird nun die Frau belangt.

In besagtem Fall ist das Urteil wohl noch nicht rechtskräftig, sicher ist jedoch, dass Eltern mehr tun müssen, als ihren Kindern oder Familienangehörigen lediglich zu verbieten, illegal Musik ins Netz zu stellen. Hier wird erwartet, dass jeder, der einen Computer hat, auch entsprechende Sicherungsvorkehrungen trifft.

Ich persönlich kann mir ja nicht vorstellen, dass jemand in meinem Haushalt 1000 Titel ins Netz stellt und ich davon nix mitbekomme. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, wie man hier sieht…

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Darum ging es im Beitrag:
    Straf Computer Gerichtsurteil | filesharing strafe | filesharing strafen |

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2 Kommentare

  1. Sabrina sagt:

    Naja, also ich finde das normal. Es steht ihr zwar frei anderen Leuten den Rechner zur Verfügung zu stellen, aber Der Rechner gehört Ihr, also ist sie auch verantwortlich für die Inhalte und die Aktivitäten, ob sie nun der “Täter” ist oder nicht.

  2. Sascha sagt:

    Also, zur Rechenschaft wird der gezogen der die Internetleitung inne hat. Ich bin Mitglied einer Familie die erwischt wurde, wir wussten sofort, anhand der Musiktitel, wer der Schuldige war. Der in Hamburg ansässige Anwalt der Musikverlage, verlangte 10.000 Euro, da meine Schwester aber als schuldige dann diente mussten wir nur 3.000 Zahlen. Und es ist ganz einfach wie man nicht wissen kann das man Musik Online freigibt. Und zwar durch die netten Programme Namens Bearshare, Limewire etc. erstmal sind alle an das “Gnutella” Netz angeschlossen. Aber der entscheidende Punkt wie man Musik online stellt bei diesen “Share-Programmen” ist der, das man wenn man was runter geladen hat, dies in einen Ordner gelangt der auch als “Upload” für andere dient, deswegen heißt es auch “sharing” zu deutsch auch “teilen” Das bedeutet sobald es runter geladen ist und auch währenddessen man ein Musikstück runter lädt, laden es andere von dir, sprich du bietest es für andere an. Ich denke es genau so bei dieser Familie passiert, würde ich mich nicht schon vorher mit der Thematik befasst gehabt hätte, hätten wir das wohl auch nicht gewusst. Mein Tipp: FINGER WEG vom Downloaden und vor allem von diesen Shareprogrammen und diesem Gnutella netzwerk denn da sind noch mehr Fallen als nur das…