Harten Alkohol unter 18 ?



Komasaufen: Jugendliche und Alkohol



Das scheint für viele Kids kein Problem zu sein. Gestern habe ich in unserer Krefelder Sonntagszeitung einen Interessanten Artikel gelesen. Viele Kiosk Besitzer verkaufen Alkohol, der ab 18 Jahre ist, schon an Minderjährige, diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht unsere Mittlerer (17) und seine Freunde wissen auch an welchem Kiosk sie das Harte Zeug bekommen. Natürlich bekommt man den AlkoholKomasaufen: Jugendliche und Alkohol auch an Tankstellen und anderen Geschäften.

Ist den Verkäufern denn wirklich der Profit wichtiger als die Jugendlichen ?

Die Zahlen die das Statistischen Landesamtes NRW heraus gegeben hat spricht doch eine deutliche Sprache.

Allein in Krefeld kamen 2009 88 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, im Gegensatz zu 2008 stieg damit die Zahl um 35,4 Prozent und erreichte einen neuen Höchststand.

Ich bin ja kein Moralapostel, wir haben auch schon unter 18 Jahre Alkohol getrunken, aber im Gegensatz zu manchen Kids von heute haben wir kein Komasaufen veranstaltet.

Heute trinke ich nahezu überhaupt keinen Alkohol mehr, deshalb haben meine Jungs da bei mir auch keinen guten Stand und ich denke das wir ihnen einen guten Umgang mit Alkohol beigebracht haben, aber so sehr man auch versucht sie von dem Zeug weg zu halten, funktionieren tut es nicht. Obwohl keiner meiner beiden jemals mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus lag finde ich auch, dass gegen diese Zahlen etwas getan werden muss.

Beim Krefelder Jugendamt gibt es eine „Liste“ mit über 60 Läden, zu denen Beschwerden vorliegen. Nur leider können gegen diese Beschwerden nichts gemacht werden, weil einfach die Beweise fehlen.

Das Krefelder Jugendamt hat jetzt beschlossen dagegen anzugehen und wird Testkäufe mit Jugendlichen machen. Die vom hiesigen Jugendamt ausgesuchten 16 und 17 Jährigen gehen in Begleitung eines Erwachsenen los und werden versuchen in den entsprechenden Geschäften harten Alkohol zu kaufen, das soll natürlich nicht zum Ziel haben möglichst viele Verstöße fest zu stellen, sondern es soll den Verkäufern wieder ins Bewusstsein gerufen werden, was sie da tun.

Sollte es dabei zu Bußgeldprozessen kommen, werden diese Kids nicht zum Prozess geladen, auch gehen die Kids nicht in ihrem direkten Umfeld „shoppen“. Geplant ist diese Aktion kurz vor der Karnevals Zeit, wobei ich finde das, dass nicht unbedingt vorher gesagt werden musste. Eine Überraschungs-Aktion wäre meines Erachten wohl effektiver.

Das sich unsere Stadt so für das Jugendschutzgesetz einsetzt ist schon mal ein sehr guter Anfang und ich begrüße diese Aktion sehr.

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Wer hat`s geschrieben ?

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Darum ging es im Beitrag:
    alkohol unter 16 kaufen tricks | wie kommen Jugendliche unter 18 Überhaupt an Alkohol? | wie komme ich an harten alkohol |

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3 Kommentare

  1. Sven sagt:

    Es gibt nur ein Problem an der ganzen Sache. Wenn die Jugendlichen nicht mehr direkt rankommen, dann suchen sie sich halt jemanden der 18 ist und der dann diesen Alkohol kauft. Dagegen wird man nicht wirklich etwas machen können. Am besten wäre es immer, die Steuern auf den Alkohol merkbar zu erhöhen und es, wie es in anderen Ländern auch der Fall ist, nur noch in staatlichen Läden anzubieten.

  2. Thom sagt:

    Das stimmt Sven sowas hat meine Frau auch schon an der Tanke erlebt.
    Fragt sich was die Eltern tun wenn die Kids solche Sachen trinken, die kommen ja nicht nüchtern nach Hause.
    Da liegt das Problem und ich denke nicht bei den Verkäufern. Soll sich halt Spreu vom Weizen trennen, wer nur saufen im Kopf hat solls tun und wer arbeiten will und lernen darf das auch.
    Alles Gehirnprofis die Jugend von heute ^^

  3. Tanja sagt:

    Wie Bea oben schon geschrieben hat, wir -v.A. die Jungs- haben damals auch getrunken, allerdings gab es noch kein Komasaufen. Unsere Eltern waren trotzdem besorgt. Wir hatten im Nachhinein das Glück, dass keiner “hängen” geblieben ist. Jede Generation sucht sich wohl etwas, dem sie sich exzessiv hingeben kann, zumindest gemessen an dem, was die Eltern-Generation so denkt. Eltern stehen dem leider oft hilflos gegenüber.
    Ich bin auch für härtere Kontrollen und v.a. Strafen. Und gerne auch höhere Alkohol-Steuer.