„Google Steuer“, die Steuern für Online Werbung



und wie Deutschland die online Steuersituation behandeln ?



In Frankreich ist man kurz davor, eine „Google Steuer“ einzuführen. Diese soll auf alle Gelder

Geld verdienen mit Blogs

Steuern für Werbung ©Intuitivmedia

erhoben werden, die Französische Unternehmen für Online-Werbung bei Google und anderen Werbeanbietern ausgeben. Das entsprechende Gesetz ist bereits auf dem Weg und so gut wie verabschiedet.

Hintergrund dieser Gesetzesinitiative ist vor allem Googles Sitz im Steuergebiet der USA zu verdanken. Jährlich macht der Konzern Milliarden Umsätze in aller Herren Länder, zahlt seine Steuern jedoch im Heimatland USA und einigen Niedrigsteuerländern wie z.B. Irland.

Die Französische Regierung will nun ab 2011 die dadurch fehlenden Steuereinnahmen direkt bei Googles Werbekunden abholen. Dies in Form einer 1%igen Steuer auf alle Werbeausgaben in Frankreich ansässiger Unternehmen.

Bei einer Größenordnung von 10 bis 20 Milliarden Euro Mehreinnahmen im Jahr ist die konsequente Vorgehensweise der Franzosen durchaus nachvollziehbar.

Ich hätte ja eigentlich gesagt, dass das unfair ist. Google & co. nehmen das Geld ein, also sollten sie die Steuern dafür im entsprechenden Leistungs-Land abführen. Die Gesetzeslage lässt das allerdings nicht zu, soweit ich es verstanden habe. Unternehmen wie Google führen zwar Steuern ab für die Werbeeinnahmen, aber eben nicht da, wo das Geld verdient und die Leistung erbracht wird, sondern anderswo.

Ich denke, würde Frankreich die Steuern bei Google erheben (können), so könnte dies z.B. die Preise für Werbung in die Höhe treiben. Somit würde wahrscheinlich die Werbekunden sowieso diese Last tragen müssen. Es ist im Prinzip also egal, ob nun so oder so rum. Irgendwie wollen die Franzosen an das Geld kommen, welches normalerweise in andere Kassen fließt. Und da führt der Weg erstmal über die Werbekunden.

Es gibt hier einen interessanten Artikel zur steuerlichen Situation bei Online-Werbung . Von der sogenannten „Reversed-Charge-Regelung“, die EU-weit gilt hatte ich selbst noch nie gehört, stecke in der Werbeschiene noch nicht so tief drin. Ist aber sicherlich gut zu wissen, dass innerhalb der EU dort Steuer fällig wird, wo die Leistung erbracht wird, also im Land des Werbekunden und nicht im Land des Werbeanbieters.

Mich würde ja mal interessieren, wie Deutschland die Steuersituation mit Google konkret behandelt. Ich konnte heute keine aktuelle Info hierzu finden, heute schreiben erstmal alle über die Französische Variante. Wenn jemand da was Näheres weiß über das Vorgehen in Deutschland, bitte gerne einen Link in den Kommentaren hinterlassen.

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Darum ging es im Beitrag:
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3 Kommentare

  1. terra sagt:

    Wurd auch Zeit. Wenn man sich das mal überlegt was uns Werbetreibenden an Steuern abgezogen wird.
    Mal schauen was DE draus macht.

  2. Vanessa sagt:

    Das ist ja wirklich mal ein Vorhaben, ich bin wirklich sehr gespannt inwieweit sich Deutschland an Frankreich orientieren wird und wann wir mit einer solchen Steuer rechnen können. Gerechtfertigt ist der Einwand auf alle Fälle.

  3. Kalliey® sagt:

    Den einen Prozentpunkt in Frankreich finde ich durchaus ok, die Deutschen werden aber wieder irgendwo bei 10% einsteigen, die Rentnerbande in Berlin bekommt den Arsch doch nicht voll genug.