GEZ – Rasterfahndung und illegalen Methoden



Und: ich bin bei der GEZ angemeldet!



Nun hab ich ja einen prima neuen Receiver von Sven bekommen, den ich ehrlich gesagt über die Weihnachtstage nicht so viel in Gebrauch hatte, weil das Programm einfach ziemlich bescheiden war. Außer „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ in der tschechischen Kultversion, „Frau Holle“, „König Drosselbart“ und noch ein paar anderen Märchen auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen habe ich nicht viel fern gesehen.

Und: ich bin bei der GEZ angemeldet! Zum Glück, denn die schießen ganz schön scharf, wenn sie einen erwischen.

GEZ Gebührenpflicht ©Intuitivmedia

GEZ Gebührenpflicht ©Intuitivmedia

Neulich hörte ich von einem Bekannten, der Hartz 4 bekommt (und sich eigentlich hätte von den Rundfunkgebühren befreien lassen können), dass er nachzahlen musste und zwar für ein halbes Jahr! Und das, obwohl er nach dem Besuch eines GEZ-Vertreters belegen konnte, dass er nur ganz wenig Geld zur Verfügung hat. Das schien denen ziemlich egal. Nicht befreit ist wie nicht angemeldet: verboten. Also muss er bezahlen und stottert den Betrag jetzt ab.

Im Grunde finde ich sowieso die staatlich verordnete Gebührenpflicht ebenso bescheuert, wie die staatliche Verordnung von analog auf digital umzustellen. Was, wenn ich z.B. gar kein ZDF oder ARD sehen will?

Abschalten kann man das nicht. So, und ich meine, diese Option müsste eingeführt werden. So lange zahl ich noch und schau mir Märchenfilme an, bis der Arzt kommt.

Ich las jetzt auch, dass die GEZ voll in der Kritik steht, weil sie schon öfter zu illegalen Methoden gegriffen hat, um GEZ-Verweigerern auf die Spur zu kommen. Einige GEZ-Mitarbeiter, die Nasen, die da immer an der Tür klingeln, haben z.B. sowohl bei der Polizei als auch bei anderen Behörden Informationen abgefordert, wer wo wie seit wann wohnt. Jetzt weiß ich auch, wieso ich jedes Mal, wenn ich umgezogen bin, sofort ein Schreiben von der GEZ bekommen habe! Die müssen sich das mehr oder weniger mit dem Einwohnermeldeamt vernetzt haben. Ob die das dürfen weiß ich nicht genau.

Einem n-tv Bericht zufolge, ist diese Art der „Rasterfahndung“ der GEZ jedenfalls ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz. Ich habe mal gehört, dass GEZ-Leute auf Provision arbeiten, na, dann ist auch der große Ehrgeiz erklärt.

Ach so, die GEZ Befreiung müsste bei jedem in Frage kommen, der über ein sehr geringes Einkommen verfügt. Wer also noch zahlt, obwohl er nur 600 oder 700 Euro monatlich hat, sollte sich mal bei der Stadtverwaltung schlau machen. Bei Millionen Arbeitslosen und sehr vielen Geringverdienern müssen die sich dann ja sicherlich bald mal was neues einfallen lassen. Werbekunden gibt’s ja genug.

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Darum ging es im Beitrag:
    gez märchen | wie funktioniert rasterfahndung gez | gez-rasterfahndung |

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3 Kommentare

  1. Kim sagt:

    Jaja, die gute alte GEZ – keiner mag sie… Dennoch ist man von staatlicher Seite her der Meinung, es hätte seine Berechtigung, Rundfunkgebühren zu erheben, schließlich gibt es einen staatlichen Bildungs- und Informationsauftrag, den die öffentlich-rechtlichen Sender zu erfüllen haben… daher auch die heißgeliebten Märchensendungen :-)

    Nun, ich zahle auch, wie jeder ehrenwerte Bundesbürger, die für mich anfallenden GEZ-Gebühren, auch wenn ich sie genauso wenig unterstütze uns verstehe, wie all die anderen auch…

  2. ebook sagt:

    das problem ist doch einfach, dass die gez eintreiber nach erfolg bezahlt werden. wenn es keine gez gäbe, hätte nicht jedes land ihre eigene rundfunkanstalt mit tollen jobs für die freunde der politiker. dienstwagen, etc. das wird sich nicht ändern.

  3. Tom sagt:

    Ja, die Quellen der GEZ scheinen unerschöplich zu sein.
    Nachdem ein Freund sich einen Fernseher bei MediaMarkt per Finanzierungskauf geleistet hatte, war auch schon der GEZ-Brief im Kasten, dass der junge Herr nach seinem Fernseherkauf doch mal gebühren zahlen soll.

    Auch nicht schlecht….