Gehirnscanner machen Betrugsvorhaben sichtbar





Hoch interessante Ergebnisse aus der Gehirnforschung, von denen ich da heute hörte. Was für viele hochsensitive Menschen Alltagserfahrungen sind, haben die Neurowissenschaftler Thomas Baumgartner und Ernst Fehr von der Universität Zürich sowie Urs Fischbacher von der Universität Konstanz jetzt wissenschaftlich bewiesen.

Bei einem Versuch am Geldspieltisch, bei dem bei den Probanden Gehirnscanner angeschlossen waren, konnte nachgewiesen werden, dass Betrugsvorhaben bereits vor der Ausführung im Gehirn sichtbar sind.

Wenn einer der Spieler ein Versprechen mit der Intention abgab, dieses zu brechen, so konnten die Wissenschaftler bei diesem Spieler Gehirnaktivierungsmuster nachweisen, die darauf hinwiesen, dass das Vorhaben zum Betrug einen emotionalen Konflikt auslöst. Dies anhand von verstärkten Gehirnaktivitäten in den Regionen, die bei Emotions- und Kontrollprozessen eine wichtige Rolle spielen. Beim Wortbruch selbst waren diese Gehirnaktivitäten auch messbar, auch bei Spielern, die ursprünglich vorgehabt hatten, ihr Versprechen einzuhalten, sich jedoch später zum Wortbruch entschieden.

Äußerlich konnte man den Probanden, die vor hatten ein Versprechen gegenüber einem Mitspieler zu brechen, nicht von denen unterscheiden, die ursprünglich planten ihr Versprechen einzuhalten. Alleine die Aktivität in den betreffenden Hirnregionen beim Wortbruch bzw. beim Vorhaben zum Wortbruch konnte Aufschluss geben.

In Zeiten der Finanzkrise könnte das im Fachmagazin „Neuron“ veröffentlichte Forschungsergebnis ganz neue Vorzeichen für unseriöse Finanzberatungen setzen. Ich finde die Idee schon abgefahren, zukünftig vielleicht einen kleinen Taschengehirnscanner mit zur Anlageberatung zu nehmen und statt Börsenstatistiken Gehirnströme auf dem Blackberry abzurufen.

Ich frage mich, ob es nicht ebensolche Versuche im Bezug auf Treue in Beziehungen, geplantes Fremdgehen und dem Vorhaben, treu zu sein, welches man dann doch irgendwann bricht, geben müsste. Und ich stell mir grad die neue Marktlücke für Minigehirnscanner vor, die die Leute mit zu ihren Dates oder zum Standesamt nehmen.

Aber mal Scherz bei Seite: als hochsensitiver Mensch nehme ich es immer wahr, wenn jemand vorhat, mich zu betrügen und es kommt auch immer bei mir an, wenn jemand, der ursprünglich auf meiner Seite war, plötzlich seine Meinung ändert und beginnt Dinge zu „tun“ oder zu empfinden, die mir schaden oder die sich gegen mich richten. Sei das nun in einer Freundschaft, Beziehung oder im Business.

Und aus meiner Erfahrung weiß ich, dass auch die meisten anderen Menschen eine Antenne dafür haben, ob sie einem anderen Menschen vertrauen können oder nicht. Irgendwie scheint bei vielen Menschen diese „Antenne“ allerdings verkümmert, bzw. die „Informationen“, die bei ihnen ankommen, werden nicht im Bewusstsein verarbeitet – sind handeln also OHNE die betreffende „Information“. Mit Information meine ich hier sowohl elektromagnetische Schwingungen, die möglicherweise zwischen unseren Gehirnen hin und her gehen, als auch Beobachtungen und sonstige Sinneswahrnehmungen.

Ein Mensch, der wahrnimmt, was andere denken, fühlen und vorhaben wird wahrscheinlich ein anderes Verhalten im Umgang mit anderen an den Tag legen, als jemand, der meint, dass andere nur das mitbekommen, was sie tatsächlich sehen können. Damit ist für mich das Forschungsergebnis von Baumgärtner, Fehr und Fischbacher hoch interessant, da es auch denjenigen, die nur an das glauben, was sie sehen und anfassen können, einen Beweis dafür liefert, dass unter der Oberfläche viel mehr abgeht (was eben nur nicht immer wahrgenommen wird) und auch nachweisbar ist. Klar im Vorteil ist in diesem Zusammenhang derjenige, der ohne Gehirnscanner auch in Alltagssituationen wahrnimmt, was es mit einem anderen Menschen tatsächlich auf sich hat.

Ich jedenfalls benötige keinen wissenschaftlichen Nachweis, wenn ich spüre, dass ein Geschäftspartner mich betrügt. Dafür habe ich einfach inzwischen zu viel Erfahrung mit dem, wie es sich anfangs anfühlte, wenn später ein Betrug erfolgte. Diese Erfahrungen sammelte ich natürlich im Rückblick und es ist eine gewisse Aufmerksamkeit notwendig und gutes Erinnerungsvermögen, um die Momente zu identifizieren, in denen ich erstmals den Impuls „Betrug“ empfangen hatte. Das Gleiche gilt für alle anderen zwischenmenschlichen Beziehungen und jeder kann selbst erforschen, wie hoch seine eigene Trefferquote ist, wenn man das Gefühl hat, etwas stimme nicht, mit einem Menschen oder einer Situation.

Bisher wurde nur nachgewiesen, was in den Gehirnen derjenigen abgeht, die Betrügen oder vorhaben zu betrügen. Spannend fände ich es ja nun nachzuweisen, dass es tatsächlich auch Menschen gibt, die DAS ohne Gehirnscanner erfassen.
Damit wäre dann auch allen hochsensitiven Menschen klar gemacht, dass neben der ständigen Reizüberflutung, der sie ausgesetzt sind, durchaus ein großes Geschenk in ihrer sensitiven Disposition liegt.

Der Gehirnscanner in oben beschriebenem Versuch ist in meinen Augen sozusagen das, was ein hochsensitiver Mensch in sich hat. Eine Art innerer Screen, auf dem sichtbar wird, was in anderen vorgeht. Für mich betrifft das sowohl Emotionen als auch Gedanken und Intentionen. Die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, mitzufühlen, wird oft Empathie genannt. Und auch wenn die Forscher in ihrem Versuch nicht nach dem Sitz des Empathiezentrums suchten, so sehe ich durchaus einen Zusammenhang zwischen der Fähigkeit mitzufühlen und der Fähigkeit zu erkennen, ob jemand mich betrügen will oder nicht.

Ich musste bei dem aktuellen Versuchsergebnis irgendwie an die
Spiegelneuronenforschung denken und auch daran, wie man wohl die Existenz eines feinstofflichen also nicht-physischen Körpers und damit auch andere Wahrnehmungskanäle nachweisen könnte, als die, die bereits wissenschaftlich anerkannt sind…

Mich interessieren sowohl die Neurowissenschaften, als auch Psychologie und meine Spiritualität und ich meine, dass es durchaus Brücken gibt zwischen all diesen Bereichen, über die die Wissenschaft gehen kann, um ihr jeweiliges Forschungsfeld zu erweitern. Das passiert auch schon immer mehr und ich finde das ganz toll.

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Darum ging es im Beitrag:
    wp sitzt im gehirn das empathiezentrum? | gehirnskanner | Betrugv sichtbar machen |

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3 Kommentare

  1. Thomas sagt:

    Das neuronale Netz,
    ist aber auch fähig sich zu entwickeln, das heisst aus Fehlern zu lernen. Die ausgesprochen sinnvolle Steigerung, zu allem was man schon gesehen hat.
    Es wurde auch belegt, das ein Proband sich so ändern konnte, das es nicht mehr nachvollziehbar war warum siene Reaktionen sich so stark geändert haben.

    Viele z.B. Call Center nutzen das Neuronale Netz zur Forecastberechnung. Das heisst um das Anrufverhalten zu schätzen. Gerade dafür lohnt es sich auf jeden Fall.

    Schöner Artikel
    Gruß
    Thomas

  2. Trinity sagt:

    Hallo Thomas,

    ja, danke. Das sehe ich ähnlich. Wenn ich Erfahrung damit habe, was ich im Vorfeld z.B. eines Vertauensbruchs oder auch im Vorfeld einer tollen Überraschung wahrgenommen habe -INNERLICH- dann kann ich natürlich mit der entsprechden Aufmerksamkeit nach innen, Selbst-Bewußtsein auch immer treffendere Prognosen darüber abgeben, was gerade auf mich zukommt oder was gerade da “draußen” abgeht, OHNE dafür mehr Informationen zu haben, als lediglich die Gedanken, Intentionen eines anderen Menschen am anderen Ende der Welt:-) So kenne ich das.

    Im Bezug auf Anrufe generell gibt es ja einige Versuche von Rupert Sheldrake, der die Menschen aufforderte, wenn das Telefon klingelt, eine Prognose darüber abzugeben, WER anruft. Sowas kennen viele Menschen: man weiß einfach, wer dran ist.

    Wenn es auch bisher kaum einer wissenschaftlich überprüft hat, wir erleben das doch selbst andauernd. Da muss also mehr abgehen, als die Mimik eines anderen Menschen zu entschlüsseln. Wenn einer anruft, sehe ich keine Mimik. Da muss also was anderes bei mir angekommen sein, wenn ich sagen kann, wer anruft.

    Leider steht Sheldrake aufgrund seines metaphysischen Touches irgendwo am Rand der Wissenschaft, so weit ich weiß.

    Es ist schade, dass die Wissenschaftler, die das jüngste Ergebnis veröffentlicht haben, noch nicht in Richtung “außersinnliche” Wahrnehmung geschaut haben. Aber das kommt sicher noch. Dann wird’s erst richtig interessant. Keine Scanner – dafür Training der Selbstwahrnehmung. Keine Technik – dafür Bewußtseinserweiterungsförderung.

    Hier ein Video, in dem es um die ausgesprochen feinen Antennen von Haustieren geht, ihre Herrchen betreffen, ab der Mitte ungefähr gibt’s ein Experiment zu sehen, was ich so auch schon erlebt habe und ich meine auch, dass das durchaus ein Anhaltspunkt ist, wo man, was menschliche Fernwahrnehmung OHNE konkrete sinnliche Informationen betrifft, mal weiterfroschen könnte:

    Schöne Grüße!

  3. Andi Hoffmann sagt:

    Schade, dass das bei unseren Politikern nicht funktioniert….. :)
    Da ist auch ein Gehirnschlag ein schlag in’s Leere…..