Facebook Credits in allen Spielen und



Facebook User als Werbeträger



Facebook hat sich wieder was Neues ausgedacht, um seine Gewinne zu maximieren. Bei weltweit um die 550 Millionen Usern, von denen rund die Hälfte auch Facebook’s Social Games nutzt, ist dieser „Markt“ auch sehr verführerisch und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, User als Kunden zu gewinnen.

Ab Juli 2010 Facebook Credits in allen Spielen

Facebook ordnete jetzt an, dass ab 1. Juli 2010 alle Facebook Spieleentwickler die virtuelle Währung „Facebook Creditsin die Spiele einbauen müssen. Bei vielen Facebook Spielen gibt es sie schon und der Konzern erhofft sich mit dieser Anweisung wohl, das volle finanzielle Potential der Facebook Währung auszuschöpfen, die schon von sehr vielen Spieleteilnehmern genutzt wird.

Zurzeit kann man sich mit dem Erwerb der Facebook „Taler“ Vorteile innerhalb der Spiele verschaffen, was die steigende Nutzung erklärt. Wenn man die Credits aber einmal gekauft hat, ist das Geld weg, man kann die Facebook Credits nämlich nur innerhalb des Spiels verwenden, verspielen, sozusagen.

Die Spieleentwickler sollen mit 70% der Erlöse aus den Facebook Credits honoriert werden, ja wenn das mal kein netter Anreiz ist!

Facebook immer wieder in der Kritik durch Datenschützer

Im vergangenen Jahr gab es wieder großen Wirbel , da diverse Facebook Spiele userbezogene Daten an Dritte weitergaben. Je nach Privatsphäreeinstellungen hatten die Marketer persönliche Profile der User anlegen können, deren Facebook User ID sie durch die Spieleanwendungen erhielten.

Facebook scheint da schnell was geändert zu haben, allerdings traue ich persönlich immer noch keiner einzigen Anwendung bei FB. Immerhin kann ich in meinem Facebook-Profil solche Spiele und auch andere Anwendungen nicht daran hindern, die Daten aus meinem Profil weiterzureichen, die ich „mit allen“ teile. Es sei denn ich entferne die ganze Applikation. Und somit habe ich keine Spiele in Facebook freigeschaltet.

Doch nicht nur die Socialgames sind Einnahmequelle für Facebook. Auch den Dienst Friendfinder musste Facebook aus datenschutzrechtlichen Gründen schon entschärfen.

Facebook User als Werbeträger

Auch wissenswert: das man als kostenloser Werbeträger fungieren könnte, wenn man innerhalb Facebooks irgendwo „gefällt mir“ geklickt hat. Der neuste Coup: der FB Dienst „Sponsored Stories“  , der es Werbekunden ermöglicht, ganz gezielt Werbung in Zusammenhang mit dem Namen eines Users zu platzieren, die dann dessen (bei Facebook meist zahlreichen) Freunden angezeigt wird – zusammen mit dem hervorgehobenen Bild eines FB Freundes, der mal irgendwann mal „gefällt mir“ gesagt hat. Clevere Ausbeute der sozialen Strukturen seitens Facebook, ein Bisschen perverted. Will ich das? Nee, ich will das nicht. Also erwähne ich zukünftig -wenn überhaupt- nur Produkte oder Dienste, die ich wirklich (kostenlos) bewerben will.

Datenschützer dürften es mit „Sponsored Stories“ übrigens schwer haben, da ja „nur“ Freunden die entsprechende Freund-Werbung angezeigt wird…

Ich schaue mir gleich heute mal meine „I like“-Seiten an, kann gut sein, dass ich da mal aufräumen muss. Und vielleicht steht mein FB-Austritt bald bevor, denn: egal ob kostenlos oder nicht, ich kann gut auf FB verzichten, wenn sich die Bedingungen weiterhin immer mehr in diese Richtung entwickeln. Denn das alles war bei meinem Eintritt vor ein paar Jahren noch nicht so.

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Darum ging es im Beitrag:
    beiwelchen spielen gibts costenlose facebookcredits? | FacebookCreditsinallenSpielenund | meine creds bei facebook |

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6 Kommentare

  1. Laura B. sagt:

    Ich habe noch nie und werde mich auch auch nielmals an den FB Spielen beteiligen. Da kann ich noch so oft eingeladen werden.

  2. Tony sagt:

    Das ist jetzt der erste Schritt dahin, genau das auf facebook zu machen, was ebay mit PayPal gemacht hat – nämlich Zahlungsmonopol.
    Zuerst sagen sie, jeder Anbieter muss diese schwachsinnigen Credits zusätzlich anbieten und dann werden nach und nach alle anderen verboten oder es kommt überhaupt das Go, dass NUR mehr die Credits angeboten werden dürfen.
    Und das Ziel dahinter? Zum einen natürlich mehr Umsatz und zum anderen noch mehr Umsatz, in dem man anonyme Zahlungsmittel wie paysafecards verbietet und stattdessen dank Kreditkartenzahlugn etc. verlangt, durch die man an noch mehr persönliche Daten gelangt, mit denen man dann wieder noch gezieltere Werbeschaltungen setzen kann.

    Ich zock echt gerne auf facebook, aber sobald jemand von mir verpflichtend persönliche Daten möchte, bin ich dort weg oder nutze zumindest den entsprechenden Service garantiert nicht mehr.

  3. Marcus sagt:

    Das die Amerikaner andere Vorstellungen von Datenschutz haben, sofern sie mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen können, ist doch normal und schon länger bekannt.

    Nur wie sieht das bei uns selbst im kleinen aus? Im großen (Facebook, google, u. a.) wird ja schnell der Finger in die Wunde gelegt.

    Aber sind wir – sofern wir diese diversen Kundenkarten nutzen – da nicht selbst genauso.

    Ich möchte nicht wissen, wieviele diese Punkte-sammel-Karten nutzen. Dürfen aber (gerade) die sich über Facebook beschweren?

    Eher wohl nicht. Denn die dort hinterlassene Spur ist genauso nachvollzieh- und analysierbar wie die bei GB & Co. Und sie sagt vielleicht sogar noch mehr aus, weil es bei FB ja bestimmte Bereiche (noch) gar nicht gibt.

    Ich nutze FB nur, um meine Blog-Inhalte und Neuigkeiten von meinem Portal zu verbreiten. Diese ganzen Spiele haben mich noch nie gereizt, und werden es auch nie.

  4. Marcus sagt:

    Genau das meine ich!

    :)

  5. Daniel sagt:

    Hallo,

    Das mit dem Bezahlen ist natürlich für Facebook ein riesen Geschäft aber für die Entwickler wird sich kaum etwas verändern, weil bekannte und etablierte Zahlungsmöglichkeiten weiterhin bestehen bleiben dürfen und auch genutzt werden.

    Facebook muss diesen Schritt machen, um das Bezahlsystem zu etablieren. Es wird mit Sicherheit auch bald außerhalb zum Zuge kommen.
    LG Daniel