Elternzeit für Väter – immer noch Tabu oder schon Megatrend ?





letztens in Frontal21 im ZDF sah ich einen Bericht über Väter, die aufgrund ihrer Elternzeit diskriminiert,

PDF Broschüre Elternzeit

Elterngeld

gemobbt oder sogar gefeuert werden. Ich war echt sprachlos darüber, denn mir war zuvor nur bekannt, dass seit Jahren immer mehr Männer die Möglichkeit nutzen, über längere Zeit mit Ihren Kindern intensiv zusammen zu sein .

Das Krasse: es ist meistens kaum nachzuweisen, dass es sich um eine Diskriminierung handelt, wenn jemand „betriebsbedingt“ gekündigt wird, der eine Elternzeit beantragt hat. Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor. Als Frau hat man eine ähnliche Situation, wenn Arbeitgeber abchecken wollen, ob man Schwangerschaftspotential hat oder wenn die einen anders behandeln, weil man Schwanger wird.

Es ist gut und auch sehr zeitgemäß, dass die Gesetze in Deutschland eine Elternzeit und auch Elterngeld für Väter möglich machen. Sehr schade finde ich, dass einige Arbeitgeber hier noch schlafen. Es bestehen scheinbar immer noch Vorurteile, wenn Männer sich eine Auszeit aus dem Beruf nehmen, um am Familienleben teilzunehmen. Was ist denn das für ein Gebaren jemanden abzustrafen, der nicht nur seinen Kindern gut tut, sondern der auch hernach mit verfeinerten Soft Skills zurück in den Job kommt? Soziale Kompetenz, die Arbeitnehmer normalerweise in teuren, vom Arbeitgeber finanzierten Seminaren lernen müssen, erleben und lernen diese Männer im Umgang mit ihrer Familie.

Und Verantwortungsbewusstsein entwickeln sie, und Führungsqualitäten, da, wo vorher nur ein Chef den Ton angegeben hat. Gestärkt gehen Männer aus einer Elternzeit zurück in den Job, gereift, selbstbewusster und männlicher. Vielleicht ist es ja genau das, was Arbeitgebern nicht passt….

Es ist großartig, dass viele Männer ihren Anspruch trotz Gegenwindgeltend machen und ich bin mir sicher, dass sich langsam aber stetig diese Einstellung auch gesamtgesellschaftlich durchsetzen wird.

Der frühere Elternurlaub – heute die Elternzeit ist gesetzlich verankert. Hier geht’s zu einer Broschüre in PDF Form. Informationen vom Bundesministerium für Familie:

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4 Kommentare

  1. Marc sagt:

    Also falls nochmal Nachwuchs kommt, dann würde ich auch gerne mal zuhause bleiben!
    Stelle ich mir auch recht schön vor, irgendwie.
    Beim ersten Sohnemann hat Mama es noch alleine gemacht…

  2. Thom sagt:

    hi Marc,
    wenn sich das finanziell machen lässt tu es. Ich habe ja das Glück im Homeoffice zu arbeiten und bin eh da. Aber ich kenne genug Väter die auch mehr Zeit mit Ihrem Kind wollen.

  3. Kaddi sagt:

    Oh ja, wir haben uns das auch nicht getraut, hätte definitiv die Kündigung bedeutet, im Nachhinein war das trotzdem Quatsch, weil das Recht zumindest erst mal auf unserer Seite wäre und in unserem Fall der Arbeitgeber den Verzicht auf die Elternzeit auch nicht honoriert hat. LG Kaddi

  4. Kirsten sagt:

    Ich unterstütze definitiv die Elternzeit auch für Väter! Aus meinem Bekanntenkreis haben bereits viele Männer Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht und bei keinem kam es von Arbeitgeberseite zu Schwierigkeiten. Allerdings hängt die Reaktion bestimmt auch beispielsweise von der Größe des Unternehmens und von dessen sozialen Faktoren. In den altbekannten “Männerdomänen” wie zum Beispiel Handwerksunternehmen könnte ich mir schon vorstellen, das da die ein oder andere überflüssige Bemerkung fällt.