Elektronische Daten vor den Auswirkungen von Sonnenstürmen schützen



Auch für Privatpersonen ist dies inzwischen möglich



Sonnenstürme, die elektrisch geladener Partikel ins All schleudern, wirken sich auf das elektromagnetische Geschehen der Erde aus und je nach Richtung und Stärke der Eruptionen können auf der Erde z.B. Strom- und Telefonnetze gestört und elektronisch gespeicherte Daten gelöscht werden und Satelliten könnten ausfallen. Mit anderen Worten: wir würden ganz schön zum Stillstand kommen in einem solchen Fall, nix mehr Fernsehen, nix mehr telefonieren und auch nix mehr GPS..

Update 23.01.2012 Sonnensturm: Eine gigantischen Sonneneruption wird erwartet:

Ein Sonnensturm rast auf die Erde zu. Mehr dazu hier Ein Sonnensturm der in Richtung Erde steuert

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Letztes Jahr im Sommer gab es mal einen besonders starken Sonnensturm, der die US-Raumfahrtbehörde NASA ordentlich beunruhigte und weltweit stellt man sich sowieso für die kommenden Jahre auf immer heftigere Sonnenstürme ein.

Das Thema ist ein alter Hut, aber die Auswirkungen, die solche Sonneneruptionen auf unser Leben haben könnten, werden entsprechend der Technologisierung auf der Erde natürlich immer einschneidender.

Sonnenstürme gab es schon immer

Da wir auf der Erde heute technisch so weit fortgeschritten sind und ohne Elektromagnetismus eigentlich kaum mehr etwas funktioniert in unserem System, sind die Auswirkungen von Sonnenstürmen auf unser Leben potentiell viel heftiger als sie es vor 100 oder 200 Jahren waren.

Hier in diesem Blogartikel ist recht ausführlich beschrieben, was ein Sonnensturm ist und wie er sich auswirken kann.

Der jüngste Sonnensturm vom Juni 2011 soll einer der heftigsten seit 2006 gewesen sein. In einigen Internetforen wird aktuell darüber nachgedacht, wie man z.B. seine elektronischen Daten schützen kann, sollten – wie prognostiziert – weitere starke Sonnenstürme in den kommenden Jahren stattfinden.

Nun verstehe ich nicht viel von diesen elektromagnetischen Dingen, aber dennoch finde ich es ganz interessant mal drüber nachzudenken, wie man zukünftig generell Daten besser schützt gegen elektromagnetische Schwingungen aus dem All. Denn: wenn man sich die Welt so ansieht, gibt’s eigentlich kaum mehr etwas, was nicht irgendwo auf der Speicherung von elektronischen Daten basiert.

Es wäre sicher nicht so toll, wenn Stromanbieter mit einem Mal nicht mehr auf ihre Server zugreifen könnten und die Auswirkungen von komplett gelöschten Daten im Fall von Krankenhäusern oder Katastrophenschutz will ich mir lieber nicht ausmalen. Da wäre der Verlust von ein paar Internetdaten ja noch das kleinste Übel.

Swiss Fort Knox: Datensicherung in den Schweizer Alpen auch für Privatleute möglich

Im Abakus-Forum fand ich in einer Diskussion zum Thema einen Link zu einem Datacenter in der Schweiz, welches besondere Sicherheit für elektronische Daten bietet. Das Ganze nennt sich Mount10 (www.mount10.ch). Die Server von Mount10 stehen quasi in einem Berg in den Schweizer Alpen und sind „Hochsicherheitseinrichtungen“. Sicherlich wird es in naher Zukunft noch viel mehr solche Anbieter geben.

Interessant finde ich, dass man auch als Privatperson oder als Einzelunternehmer oder Freiberufler bei Mount 10 seine Daten sichern lassen kann.

Keine Angst vor Sonnenstürmen

Ob man seine Daten bei so einer Firma schützen lässt, muss jeder selbst wissen. Ich habe jetzt nix so weltbewegendes gespeichert auf meinen Platten, als dass ich im Falle einer Komplettlöschung nicht mehr glücklich würde. Aber es kann schon sehr nervig und zeitaufwändig sein, sich bestimmte Daten wieder zu holen oder gar ganz abschreiben zu müssen.

Mir ging vor einem Jahr mal von jetzt auf gleich die Festplatte meines damaligen Notebooks kaputt und naja, ich hab versucht, nicht zu heulen, als mir der Techniker eröffnete, dass ich das Teil vergessen müsse. Seitdem mache ich brav immer Backups, logisch!

Ob man Panik schieben muss, wenn die NASA „Sonnensturm“ ruft, steht auf einem anderen Blatt. Ich hoffe nur, dass Stromnetzbetreiber und andere große Einrichtungen weltweit ihre Daten gut gesichert haben.

Die EU steckt übrigens ca. 2 Millionen Euro in den Ausbau eines Frühwarnsystems in Sachen „Weltraumwetter“, welches an der Uni Göttingen entwickelt wird. Mal sehen, ob in den nächsten Jahren auch mehr solche Supersicher-Server entstehen, denn bis 2013 soll es noch mehr heftige Sonnenstürme geben.

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Darum ging es im Beitrag:
    Schutz vor Sonnensturm | elektrik vor sonnensturm schützen | sonnensturm schutz |

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2 Kommentare

  1. Herr Franz K. sagt:

    Da kann man sich auch fragen, ob das heute alles so gut ist, heute geht ohne Technik nichts mehr. Wenn der Rechner bei meinem Arzt abstürzt ist alles von mir weg, früher gab es da mal eine Karteikarte von mir, da wäre nie was passiert. Ich bin vielleicht auch schon zu alt um das alles zu verstehen und mag mich da auch gar nicht mehr mit befassen. Früher hatten wir vielleicht nicht viel und Technik schon fast gar nicht, aber ob das schlechter war, weiß ich nicht. Verrückte Welt!

    Herr Franz K.