EHEC Keim gelangt durch Dünger auch auf Obst und Gemüse



Kann man sich vor EHEC schützen ?



Es gibt wieder ein neues Bakterium, das derzeit für eine Welle von Darminfektionen in Deutschland führt. EHEC ist wohl eine Sonderform von Kolibakterien, die sich vor allem im Stuhl von Nutztieren befinden. Bekannt ist der Keim schon länger und in letzter Zeit vermehrten sich die Fälle von schlimmen Magen-Darm-Infektionen in der Bevölkerung.

Der Keim verbreitet sich sowohl von Nutztier zu Mensch, von Mensch zu Mensch und auch über unsere Nahrung, wie infiziertes Fleisch. Und durch die Düngung mit Kuhdung gelangt das Bakterium auch auf unser Obst und Gemüse.

Eine Impfung gegen EHEC gibt es (noch) nicht.

Rohkost ade?

Toll, dachte ich, als ich grad in den FAQ zu EHEC  las, dass man besser nur Gekochtes essen soll, will man eine Infektion mit EHEC vermeiden. Gerade wenn es wärmer ist, esse ich am liebsten Salate und frisches Obst und Gemüse. Und manchmal esse ich auch einen ungewaschenen Apfel, wenn es ein Bioapfel ist, den ich sogar mit Schale verzehre. Obst und Gemüse zu waschen ist wohl das kleinere Problem.

Nur: Ich habe echt keine Lust, mich bekloppt zu machen und nur noch Mansche zu essen, die 10 Minuten auf 70 Grad erhitzt wurde! Das wird nämlich empfohlen.

Auswirkungen einer Ansteckung mit EHEC

Eine Ansteckung mit dem EHEC verursacht eine ziemlich schlimme Magen-Darm-Erkrankung, die mit wässrigem oder blutigem Durchfall, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Übelkeit einhergeht. Das hört sich so an, als würd’s einem damit ziemlich dreckig gehen. In schweren Fällen

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können auch Nierenversagen und Gefäßerkrankungen auftreten. Das Dumme ist: es gibt keine Impfung gegen EHEC und man sollte die Erkrankung nicht mit Antibiotika behandeln, da das Bakterium dadurch noch heftigere Auswirkungen auf den Körper hat.

Kann man sich wirklich gegen EHEC schützen?

Die Hygiene scheint ein wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von EHEC zu sein. Der Keim kann sich nämlich sowohl über die Nahrung als auch im direkten Umgang mit Nutztieren oder im Kontakt mit bereits Erkrankten übertragen.

Wichtig scheint mir zu sein, die Symptome, die zahlreich sind, zu kennen und ggf. frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, sollte man damit zu tun bekommen. Eine Freundin berichtete mir vor ca. 10 Tagen, dass ihre ganze Familie reihum eine schlimme Darmgeschichte hatte. 2 Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter, Vater und Mutter, alle hintereinander weg. Ob das EHEC war, wissen wir nicht, aber es war ziemlich unangenehm und hat den ganzen „Familienbetrieb“ lahmgelegt. Der enge Kontakt lässt sich ja in so einer Situation nicht vermeiden und daher ist es sicher wichtig, aufmerksam zu sein, wenn man irgendwelche Symptome entwickelt. Z.B. Kind aus dem Kindergarten nehmen etc.

Ich persönlich habe ja auf Panik keine Lust, aber ich werde sicher zum Arzt gehen, sollte ich derzeit plötzlich Durchfall bekommen. So gut wie alle Gemüse und Obstsorten –ob nun Spargel oder Karotten, Salat oder Kartoffeln- werden doch irgendwann sicherlich gedüngt und wenn der Keim nur mit 10minütigem Kochen bei 70 Grad zu killen ist, ja dann muss ich jetzt wohl wieder mal ein Risiko eingehen, wenn ich auch weiterhin frische Sachen essen will.

Das Leben ist ein großes Abenteuer. Und: it’s like a Dschungel sometimes.

Update 26.05.2011
Spanische Gurken sind EHEC-Träger. Erst wurde der mögliche EHEC Träger in Norddeutschen Gemüse vermutet nuch scheinen es Gurken aus Spanien zu sein.
Das Hamburger Hygiene-Institut identifiziert Salatgurken aus Spanien als Träger des gefährlichen EHEC-Erregers.

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Darum ging es im Beitrag:
    Eheg in Erdbeeren | keime durch dünger | eheg melone |

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13 Kommentare

  1. Silvana sagt:

    Ich halte es jetzt noch für übertrieben aber die Schule meiner Tochter denkt über eine kurzzeitige Schliessung nach laut Zettel der nach Hause kam.
    Morgen früh ist in der Aula der Schule eine 2 Stündige Infoveranstaltung für Eltern zum Thema EHEC und Hygiene.
    Ich schaue mir das auf jedenfall an.

  2. Tiger sagt:

    Alles wieder nur Panik mache würde ich sagen. Die Zeitungen haben was zu schreiben usw. Überall auf der Welt sterben Menschen, wegen Viren, Seuchen usw.
    Man könnte auch sagen, dass die Natur schon dafür sorgt, das die Welt sich nicht über bevölkert.

  3. Bauer sagt:

    @Tiger, wie kannst du nur?! ;)

    Ich glaube das ist alles nicht so schlimm, wie es erzählt wird. Eine normale Grippe ist ja auch schlimmer als eine Schweinegrippe, wie sich heruasstellte. Vielleicht haben die Krankenkassen auch nur kein Geld mehr in der Kasse und suchen jetzt nen Grund, mit dem sie die Leute zum Arzt locken können. Bei Kindern ist das was anderes, aber bei Erwachsenen wirkt so ein Durchfall sicher auch mal entgiftend… wenn Blut dazukommt würd ich aber auch zum Arzt gehen.

  4. Kitty sagt:

    also ich denke überhaupt nicht dran mich nun verrrückt zu machen und die hygiene in der küche und händewaschen hat doch wohl jeder beigebracht bekommen…ist doch nix neues.zudem sollen ja auch mehr frauen betroffen sein da sie die lebensmittel mehr verarbeiten…immer wir frauen…

  5. Bea sagt:

    Die Killer Gurken

    • Sophie sagt:

      hihi:-)))) ich hab mich gestern Abend auch schlappgelacht über die Tweets zum Thema #gurke.

      Der Galgenhumor ist wohl ein ganz gutes Mittel, nicht auf den Panikzug aufzuspringen…

  6. Carsten sagt:

    Ich habe von diesem Thema bisher nur geringfügig Notiz genommen und lese hier den ersten ausführlichen Artikel zu EHEC. Lasse mich auf jeden Fall nicht verrückt machen, jedes mal wenn ein neuer Virus oder ähnliches auftaucht wird es total aufgebauscht. Da mache ich nicht mit.

  7. Uwe Meran sagt:

    Mal schauen, wie es in 2 Monaten damit aussieht. Gurken mag ich sowieso nicht, also kein Problem.

  8. realkontrol sagt:

    Wenn sich die Anzahl der bis jetzt infizierten 200 Menschen jeden Tag verdoppelt, dann sind nach etwa 18,5 Tagen alle Menschen (ca. 82 Millionen) in Deutschland am hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt. Nach 3 Wochen wären alle Menschen in der Europäischen Union mit EHEC infiziert. Die Folgen wären katastrophal, da ein Grossteil der Bevölkerung mangels medizinischer Intensivversorgung nach Zusammenbruch des medizinischen Versorgungssystems qualvoll an Nierenversagen sterben würde.

    • Sven sagt:

      Ok, der ist gut. Solche Rechnungen solltest du mal den Medien vorschlagen, das liest sich zur Panikmache doch richtig gut ;)

      Was das eigentliche Thema angeht, natürlich sollte man ein wenig vorsichtig sein, aber letztlich sind die Chancen, ernsthafte Folgen davonzutragen, doch eher gering. Autoverkehr ist auch gefährlich und so.

  9. Mike sagt:

    Heute Sonntag 29.5.2011 sind es bereits mindestens 400 mit EHEC infizierte Menschen allein in Deutschland ohne England, Schweden und Tschechien! Die Turnbeutelträger in der Politik informieren die steuerzahlenden Bürger wieder nicht richtig! Warum kommen keine klaren Warnmeldungen und Verhaltensanweisungen im Fernsehen vor den interessanten Sendungen?

  10. Mike sagt:

    In den modernen Armeen in Europa gibt es speziell und hervorragend ausgebildete Soldaten im Bereich biologische Kampfstoffe. Bei der Suche nach der Herkunft des EHEC könnte die Bundeswehr also effektiv helfen und somit gleichzeitig eine Übung unter realen Bedingungen durchführen. Gleichzeitig wäre es eine gute Werbung für den Beruf als Soldat in unserer modernen, industriealisierten Welt.

  11. Antonia sagt:

    aaaach, ist doch wieder alles nur panikmache, wie bei der schweinegrippe, vogelgrippe, und weiss ich was sonst noch allem!