Die Päpstin – nun auch als Kinofilm





Ich bin ganz begeistert! Erst der Film „Vision“ über Hildegard von Bingen und jetzt im Oktober gleich noch die Verfilmung des Bestsellers „Die Päpstin“ im Kino!

Als spiritueller Mensch UND Frau habe ich irgendwie schon immer eine große Affinität zu derlei Figuren. Sei es nun Jeanne D’Arc oder Maria Magdalena: Geschichten von Frauen, die die spirituelle Seite ihres Lebens nicht nur kennen sondern auch öffentlich gegen alle Widerstände leben, haben mich schon immer fasziniert. Und das, egal was die Kirche über diese Personen gesagt hat.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Buch „Die Päpstin“ von Donna Woolfolk Cross noch nicht gelesen habe. Vielleicht, weil ich persönlich nicht auf solche dicken Schinken stehe. Allerdings kenne ich ein wenig die historischen Zusammenhänge. Es muss wohl um 953/955 eine weibliche Päpstin gegeben haben. Eine Frau, die zunächst als Junge und Mann verkleidet ihren Weg durch die Schule ging, der damals Mädchen eigentlich verwehrt blieb, und hernach den heiligen Stuhl der katholischen Kirche bestieg.

Ich freue mich, dass es endlich eine Verfilmung gibt. Ich weiß noch, wie mein Ex-Freund vor einigen Jahren wochenlang das Buch wegschmökerte, als ich gerade die „Prophezeihungen von Celestine“ las (auch inzwischen genial verfilmt und empfehlenswert für alle, die sowohl Abenteuer als auch Geschichten mit spirituellem Hintergrund mögen!).

Bei dem Roman „Die Päpstin“ handelt es sich scheinbar nicht um eine fiktive Geschichte, sondern eine Begebenheit, die von der Kirche zwar geleugnet, allerdings von Historikern weitestgehend nachvollzogen wurde – sofern man das im Rückblick jedweder Geschichte überhaupt sagen kann. Es möge jeder selbst schauen, wie viel er mit der Idee einer Päpstin anfangen kann.

Frauen stehen seit jeher im Ruf, einen sehr ausgeprägten 6. Sinn zu haben. Aus eigener Erfahrung wage ich zu behaupten, dass das, was wir Intuition nennen, eine Form des Ausdrucks unserer Verbindung mit dem Göttlichen ist (für eine solche Aussage wurde früher so manche Frau als Hexe verbrannt…). Eine Frau in der Position des geistigen Oberhauptes der Kirche, ist nahezu undenkbar. Man muss sich mal vorstellen, dass alleine schon mein Word-Programm bei dem Wort „Päpstin“ einen Fehler anzeigt…

Das sagt wohl so ziemlich alles darüber, WIE unglaublich diese Geschichte ist! Und doch hat es scheinbar im finstersten Mittelalter eine Päpstin Johanna gegeben.

Ich freue mich unendlich auf den Film. Und wer weiß, vielleicht lese ich ja doch irgendwann auch das Buch noch hinterher! Denn: ich habe festgestellt, dass ich mehr über Jesus gelernt habe, als ich einen Roman über Maria Magdalena las, als in der Bibel. Und die Vorstellung, man könnte mir historische Tatsachen einfach vorenthalten, in dem man die Geschichte anders schreibt, als sie war, finde ich ätzend. Von daher gehe ich bei allem was ich sehe und höre nach meinem eigenen Herzen, welches mir intuitiv anzeigt, ob etwas wahr oder falsch ist.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Antoine de Saint Exupéry

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2 Kommentare

  1. Moritz sagt:

    Das Buch war Super! Die Geschichte mit Details wie den Papsstuhl wo die Männlichkeit der neuen Päpste nach den Fiasko mit der “Frau Papst” kontrolliert wurde soll ja auch so stimmen. Folgedem sollte ja auch wirklich etwas wahres daran sein.

    Hoffentlich wird der Film dem Buch auch gerecht!

  2. moderat sagt:

    Dass der Film eine Ansammlung zusammengeschusterter Legenden ist, sollte man nicht vergessen….Ich verspreche mir selbst nicht allzu viel davon.
    Aber falls die Meinung eines echten Kirchen-Kenners zu diesem Thema interessiert, kann ich folgendes Interview empfehlen: