DE-Mail: Kritik am Verfahren des DE-Mail Dienstes



Eine eigene DE-Mail Adresse beantragen ?



Trotz Gegenstimmen der Opposition wurden am Donnerstag vom Bundestag gesetzliche Rahmenbedingungen für eine sichere elektronische Kommunikation verabschiedet. Der Opposition sind die geplanten Verschlüsselungen noch nicht genug, die das DE-Mail Verfahren mit sich bringen soll.

Datenschützer warnen: DE-Mail ist noch nicht gut genug verschlüsselt

Web-Kommunikation soll so sicher werden, wie ein zugeklebter Brief, so jedenfalls wünscht es sich die Regierung. Kaufverträge, Mahnbescheide und andere Schriftstücke dieser Art sollen mit dem DE-Mail Sytem also richtig gut verschlüsselt werden. Dies jedoch ist beim den gerade verabschiedeten Regelungen noch nicht der Fall und dies wird nicht nur von der Opposition als Täuschung für den Verbraucher kritisiert, sondern auch Datenschützer warnten schon länger, dass eine wirklich sichere Verschlüsselung anders ausfallen müsste, als beim geplanten DE-Mail System. Hier gibt’s nähere Infos zur End-to-End Verschlüsselung , die derzeit bei DE-Mail noch fehlt.

Verpflichtungen der Nutzer von DE-Mail

eMail @ intuitivmedia.net

Ich bin ja nicht so die Technikerin. Nach der Lektüre einiger Beiträge zum Thema habe ich aber schon mal soviel verstanden, als dass es tatsächlich 1. noch nicht wirklich sicher wird mit DE-Mail heikle e-Post zu versenden und 2. dass es auch durchaus Kritik am Verfahren an sich gibt. Z.B. verpflichtet sich jeder DE-Mail „Briefkasteninhaber“, sein Postfach regelmäßig zu kontrollieren. Wenn also ein Behördenbrief dort ankommt und man es nicht mitkriegt, ist das in etwa so, als würde man den Mahnbescheid im heimischen Briefkasten einfach nicht lesen.

Hier bei Netzpolitik hat man sich mit dem Thema ebenfalls kritisch auseinandergesetzt und sogar davor gewarnt.

Da versende ich doch im Zweifel lieber weiter normale eMails und wenn es mal geheim sein soll, eben einen normalen Papierbrief. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Konsequenz aus dem neuen System sein könnte, dass wir uns nachher alle eine DE-Mail Adresse zulegen MÜSSEN, sowie man sich auch beim Einwohnermeldeamt anmelden muss, wenn man umzieht. Und dass wir dann nachher neben dem Postbriefkasten vor dem Haus alle eine eigene DE-Mail Box haben, zu der uns die Behörden ihre Briefe schicken. Ich habe bereits mehrere eMail Adressen und ich habe momentan keinen weiteren Bedarf nach noch einer.

Die Idee, nicht mehr soviel Papier zu verbrauchen, finde ich ja super. Aber ich bin der Meinung, dass man, wenn es schon ein solches DE-Mail-Postfach geben soll, dieses dann aber bitte auch genauso sicher sein sollte, wie ein Brief, bevor alle Bürger scheu gemacht werden.

Der Start des DE-Mail Dienstes wird noch in diesem Jahr erwartet und Provider wie web.de oder gmx.de haben bereits oben in der Leiste das weiß-schwarze de-Zeichen, über das man eine eigene DE-Mail Adresse beantragen kann. Neu hier ist, dass bei diesem Service eben auch die Identitäten der Kunden überprüft werden müssen. Ich frage mich, ob die dann zu einem nach Hause kommen? Vielleicht könnte die Bundesregierung das gleich mit dem Zensus verbinden, rein organisatorisch wäre das doch clever.

Man kann sich derzeit also schon eine eigene DE-Mail Adresse sichern, wenn man will. Ansonsten gibt es ja immer noch den E-Postbrief der Deutschen Post AG.

Hier noch ein Bericht bei Golem.de zum umstrittenen DE-Mail-Gesetz.

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    de-mail kritik | de-mail sichern | ist das normale email verfahren aus |

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