Bundesfreiwilligendienst oder Das Freiwillige Soziale Jahr



FsJ Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene



Chillen kommt nicht in Frage.  Von Anfang an stand fest, entweder eine Lehre, das volle Abi machen, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)/ Bundesfreiwilligendienst (BFD), aber nichts tun, gibt es nicht!

Die Schule ist geschafft, das Fachabi in der Tasche, aber was fängt man damit an wenn man gar nicht weiß was man werden will. So viel Unentschlossenheit ist mir selten vorgekommen, aber es ist halt so.

Unser Großer tut sich so schwer die richtige Richtung für sich zu finden, das Fachabi hat er im Sozial und Gesundheitswesen gemacht und eigentlich dachten wir ja, dass er auch in dieser Richtung etwas macht, aber nein, zwischenzeitlich sollte es dann eine Ausbildung im Handwerk werden, weil er überlegt vielleicht zur Feuerwehr zu gehen, oder doch zur Bundeswehr oder doch lieber Physiotherapeut.

FsJ Kinder ich kann euch sagen ein aufregendes Auf und Ab!

BFSJetzt haben wir uns aber entschieden und machen ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Tafel. Eine sehr gute Entscheidung wie ich finde, in einem Jahr kann viel passieren und anderen Menschen zu helfen kann auf keinen Fall schaden. Vielleicht ist es auch gut mal zu sehen, dass es nicht allen Menschen gut geht.

Er war schon beim Gespräch mit der Geschäftsführerin der Tafel beeindruckt, wie viele Leute die Krefelder Tafel in Anspruch nehmen oder nehmen müssen. Er hat auch eine Menge an Lesematerial mit gebracht und ich selber bin schon beeindruckt, wie das alles organisiert ist und wer da alles Lebensmittel spendet.

Die Tafel gibt es in so vielen Städten und hilft so vielen Menschen, die es sich nicht leisten können, sich immer mit frischen Obst und Gemüse einzudecken oder einfach mal nach Lust und Laune einkaufen zu gehen. Ich bin mal gespannt ob oder in wie weit das Arbeiten dort einen Menschen verändert, was er da für sich mitnimmt und was danach kommt.

Den Bundesfreiwilligendienst könnten so viele machen

Seit der Abschaffung der Bundeswehrpflicht, heißt der Dienst jetzt Bundesfreiwilligendienst BFD und gerade für Schulabgänger die vielleicht keine Lehrstelle mehr bekommen haben oder eben noch nicht wissen was sie werden wollen eine gute Alternative.

Gerade in den Sozialen Bereichen, die sonst von den Zivis abgedeckt wurden herrscht Mangel an Personal. Und die veröffentlichten Zahlen der Freiwilligen Helfern, ist erschreckend niedrig.

Bei uns war das von vornherein ganz klar, es wird kein Jahr zum chillen geben, rumhängen gibt es nicht und freiwillig zur Bundeswehr gehen kam auch nicht wirklich in Frage.

Zahlreiche Organisationen bekommen einfach nicht genug Leute die den Bundesfreiwilligendienst machen wollen, obwohl es doch eine Sinnvolle alternative, gegenüber dem nichts tun ist.

War Herr Gutenberg doch etwas zu schnell?

Vielleicht hätte man sich vor der Abschaffung der Bundeswehrpflicht, mehr Gedanken darüber machen sollen, was aus den Stellen der Zivildienstleistern werden soll. Das die Wehrpflicht Abgeschafft ist finde ich ja einerseits gut, aber zur Zeit geht es doch nur auf Kosten der Sozialschwachen, der Kranken und Hilfsbedürftigen.

BFD

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Darum ging es im Beitrag:
    fsj bei der Tafel | freiwilliges soziales jahr in der tafel | krefelder tafel fsj |

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11 Kommentare

  1. Sven sagt:

    Aber sei doch einmal ehrlich. Die Arbeit die einige Zivildienstleistende geleistet haben und die jetzt die Buwis machen sollen, die sind bedeutend mehr wert als maximal 330,- Euro Taschengeld. Sicher, wenn man noch zu Hause lebt, keine Kosten hat, dann sind 330,-Euro ne Menge Geld, aber es ist nicht die Entlohnung, welche für dieses Art von Arbeit angemessen ist. Es ist ja auch keine Teilzeitstelle, sondern eine Vollzeit, für ältere Teilnehmer mindestens 20 Stunden die Wochen und dafür 330,- Euro? Und genau das ist auch der Grund, warum so viele zögern. Da kannst du mit Regale-Auffüllen schon mehr verdienen.

    • bea sagt:

      Wenn man das rein vom Verdienst her sieht, gebe ich dir vollkommen Recht, aber das sehe ich nicht so und das war hier auch noch kein Thema. Wir haben von Anfang an fest gelegt das es nur die schon auf gezählten Möglichkeiten gibt und ein Sinnloser 400 Euro Job kommt nicht in Frage. Da er noch nicht weiß was er machen möchte soll er halt die Zeit nutzen und etwas Sinnvolles tun und das wollte er auch.Ich denke bei der Tafel wird er mit Sicherheit auch etwas für sich und sein Leben mitnehmen, beim Regale einräumen wohl kaum. Und 330 sind reines Taschengeld, viel Geld einfach zum ausgeben.

      Grüße Bea

      • Sven sagt:

        Naja, nicht jeder 400,- Euro Job ist sinnlos, auch da kann man eine ganze Menge lernen. Es kommt ja immer auch darauf an, in welche Richtung man später gehen möchte. Wenn man in sozialen Berufen arbeiten möchte und die Unterstützung der Eltern da ist, dann ist der Bundesfreiwilligendienst sicher etwas sinnvolles. Das fällt aber sofort weg, wenn die Eltern nicht in der Lage sind einen weiterhin finanziell zu unterstützen und man auch nicht mehr bei den Eltern leben kann oder will. Es gibt zwar noch ein wenig Geld für Unterkunft und Bekleidung, aber auch das ist lächerlich.
        Die Möglichkeit das Ganze noch mit Hartz4 aufzustocken ist auch nicht das wahre, denn man geht ja im Normalfall acht Stunden am Tag arbeiten, 40 Stunden in der Woche, 160 Stunden im Monat und da sollte eigentlich am Ende mehr auf dem Konto sein als 330 Euro + Hartz 4. Das ist es doch nur, was ich zu bemängeln habe. Ehrenamt geht nur in einem System, in dem man entweder genügend Geld hat oder eben genügend Unterstützung vom Staat, ohne gleich zu einen Menschen zweiter Klasse degradiert zu werden.

      • Dieter sagt:

        Sehe ich ganz wie Sven. Klar sollte es nicht auf den Verdienst bei einem freiwillen Einsitz ankommen, aber Fakt ist doch, viele, die vielleicht helfen wollen, haben schlicht nicht die Möglichkeit, weil sie nicht mehr von den Eltern unterstützt werden können und ihren eigenen Unterhalt verdienen müssen. Dann ist das einfach zu wenig. Die Zurückhaltung kann ich daher gut verstehen.

  2. Schueler sagt:

    Zeit zwischen Schule und Lehre sinnvoll nutzen: So wirds gemacht!

  3. Molle sagt:

    Leider ist es einfach so, das “gezwungener” Dienst schon immer besser funktioniert hat, ehrlich gesagt würde ich mich das freiwillige Jahr auch überlegen, wenn ich eine Alternative in Aussicht hätte… es braucht halt einfach ein sinnvolles Anreizsystem.

  4. eros sagt:

    Die haben sich eben gedacht ‘Naja, die meisten finden ja eh keinen Job und müssen trotzdem irgendwas machen. Die kommen dann eben “freiwillig” zu uns. Das werden dann meistens die weniger intelligenten sein – die können wir dann ohne schlechtes Gewissen verfeuern ‘ – übertrieben… aber seht es mal aus dieser Sicht…

  5. Andreas sagt:

    Soziale Arbeit ist wichtig – es muss mehr investiert werden, wenn die zivis wegfallen. Es darf nicht zu Lasten der Kranken + Schwachen gehen.
    @Sven: 330 € zusätzl. mit Hartz IV aufstocken, wird schwierig. Das Gesetz sieht vor, dass ALG II Bezieher nur bis 100 € das Geld voll behalten dürfen, darüber wird nur prozentual ein (kleiner ) Anteil zugebilligt. Von den 330 € würde da nicht mehr viel übrig bleiben. Aber für einige spätere Berufswünsche ist es trotzdem ein möglicher Einstig & Qualifikation, also ähnlich wie bei einem Praktikum, bei dem man meist noch weniger verdient und ebenfalls auf ALG II als Grundsicherung angewiesen ist.

  6. Sven sagt:

    @Andreas es sind ja noch beim Bundesfreiwilligendienst noch nicht einmal die 100,- Euro. Wenn ich die Diskussionen in der letzten Woche richtig mitbekommen habe, dann sind es nur 65,- Euro die nicht angerechnet werden. Aber selbst dann bekommt man noch Geld raus, die Frage ist halt, ist das Richtig so, sollte ein Mensch, der acht Stunden am Tag arbeiten geht, noch Hartz 4 beziehen müssen? Das diese Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, eine schwere Arbeit leisten, steht hier glaube außer Frage. Man kann es auch nicht mit einem Praktikum vergleichen, denn das macht man ja meist, weil danach eventuell ein gutbezahlter Job dabei herauskommt. Das ist beim Bundesfreiwilligendienst nicht der Fall.

  7. sandra sagt:

    hallo bea,ich habe da mal eine frage.mein sohn ist 18 und macht ein fsj.ich bin geschieden,ist es richtig das der kindsunterhalt auf seinen verdienst(taschengeld) voll angerechnet wird?

  8. elke sagt:

    ich finde das alles in allem sehr gut, mit dem freiwilligem jahr, denke sollte auch wirklich altersunabhängig sein, viele ältere rentner sind ja noch nicht alt und noch sehr fit! aber denke die jungend muss man schon zu ihrem “glück” zwingen ;-)
    als im im kranehaus vor kurzen war, war dort auch ein sehr netter älterer herr, alle sagte er sei die seele fürs krankenhaus, er macht da alles was so anfällt, soweit er es kann….auch wenn er beim betten schieben ab und zu schnauft, ich fand es toll!
    so wünscht man sich die älteren mitmenschen, und nicht eingebildet und hochnäsig! (gut das ist viell. etwas abschweifend, egal)…ich würde später auch gerne sowas machen, mit menschen, mein mann auch, wenn man noch fit ist natürlich….