Bernhard Grzimek



Der nette Tier-Onkel im Fernsehen



Am 13. März jährte sich der Todestag von Bernhard Grzimek.  Sicherlich kennen die meisten Leute den engagierten Tierschützer und Tierfilmer durch seine Aktivitäten im Tierschutz und seinen erfolgreichen Fernsehsendungen her, die seit den 50ern im Deutsche TV zu sehen waren.

Mir ist noch gut seine typische Art der Berichterstattung in den Dokus in Erinnerung und als Kinder wollten meine Schwester und ich lange Zeit selbst Tierforscher werden. Für uns war er der nette Tier-Onkel im Fernsehen.

Grzimek lagen speziell die Artenvielfalt und Wildtiere in der Afrikanischen Serengeti am Herzen und neben einer Bildagentur, die er zusammen mit seinem Sohn gründete, trat er regelmäßig öffentlich auf, um auf bedrohte Tierarten besonders in Ostafrika aufmerksam zu machen.

Seine Vita liest sich wie ein einziger „Auftrag“ in Sachen Tierschutz und 1960 erhielt seine Doku „Die Serengeti darf nicht sterben“ sogar den ersten Nachkriegsoscar für einen Deutschen Film.

Gar nicht so auf dem Schirm hatte ich bisher, dass sich Bernhard Grzimek früh die Massenmedien zu Nutze machte, um für seine Sache zu werben. In seiner Anfangszeit gab es ja nur öffentlich rechtliche Sender, kein Vergleich mit der heutige Medienlandschaft, in der Kooperationen zwischen Unternehmen und Sendern Gang und gebe, ja eigentlich Alltag sind.

Grzimek griff tief in die PR-Trickkiste, um möglichst viele Menschen für den Tierschutz zu interessieren. Er nutzte dafür unter anderem seine Fernsehsendungen und behauptete beispielsweise einmal, es gäbe Pauschalreisen nach Ostafrika, was zu der Zeit gar nicht stimmte.

Daraufhin sollen angeblich die Reiseveranstalter solche Afrika-Reisen erstmals in ihr Programm aufgenommen haben.

Heute sind solche Reisen Gang und Gebe, sogar ein Riesentrend würde ich fast sagen und ich finde, dass der Mann da durchaus eine clevere „Lüge“  benutzt hat, um sein Ziel zu erreichen: eine möglichst große Anzahl Menschen auf die Schönheit und das Schutzbedürfnis der Wildtiere aufmerksam zu machen.

Bei N-TV gab es dieser Tage eine Grzimek-Fotostrecke, die an den kreativen Tierschützer erinnern soll.

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Darum ging es im Beitrag:
    bernhard osphei@about-warren com | afrika reisen |

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2 Kommentare

  1. Bea sagt:

    Wer kennt diese legendäre Tier Sendungen nicht, das gehörte einfach zu unserer Kindheit. Auch wenn unsere Auswahl an Programmen und Sendungen sehr eingeschränkt waren.
    Ich weiß noch wie fesselnt und spannend die Dokumentationen von Grzimek waren und das er uns in eine andere Welt hat schauen lassen. Damals ohne die Medien von Heute, konnten wir uns doch gar nicht vorstellen wie es in der Welt aussieht und als Kind schon gar nicht. Das er soviel für den Tierschutz getan hat ist schon beeindruckend und da kann man schon den Hut vorziehen. Ein toller Mensch, der vielen Leuten die Augen geöffnet und vielen Tieren geholfen hat.

  2. Tatjana sagt:

    Die Sendungen waren klasse, da gab es früher Familien Nachmittage mit Kaffee und Kuchen und Grzimek mit der tollen Stimme.