Avatar, Gamer und der Entwicklungssprung der Menschenheit in 2012?





Avatar ©Intuitivmedia

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Ich wollte ins Kino, um mir den Film „Gamer“ anzusehen, aber irgendwie kam jetzt schon 2mal was dazwischen und ich frage mich, ob das nicht ein Zeichen ist, es einfach sein zu lassen. Meine Intuition bewahrt mich oft genug vor cineastischen Enttäuschungen, auch wenn mein Kopf sagt: interessante Geschichte.

Bevor der Film letzte Woche startete hatte ich ein Bisschen was über die Story gelesen und ein paar Ausschnitte gesehen. Es ist vor allem die Geschichte, die mich interessiert. Die Sache mit dem Spiel, bei dem man nicht nur einfache Avatare bedient, sondern diese „Avatare“ lebende Menschen sind, die ein Spieler manipuliert, spielt. „Play or be played“ könnte auch der Slogan einer Selbstbewußtseinstherapie sein, wenn man bedenkt, dass es im Leben ja echt so ist. Entweder man macht sein Ding, trifft Entscheidungen, oder andere treffen sie für einen. Der Film „Gamer“ ist erst ab 18 freigegeben und nach den Ausschnitten zu urteilen, handelt es sich um einen doch ziemlich brutalen Actionfilm, was normalerweise nicht so mein Ding ist.

Mir ging es neulich schon bei „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ so, dass ich die Story am interessantesten fand und alle anderen von den Effekten bzw. der 3D-Erfahrung begeistert waren. Mich macht 3D-Action ja eher bekloppt.

Ich frage mich sowieso, ob es ein Zufall ist, dass derzeit die Avatar-Idee in diesen neuen Kinofilmen so zentral steht. Gut, wir alle kennen die Avatare aus dem Internet, jeder hat einen, jeder braucht einen und von Tweety bis zu Jesus kann man sich da ja aussuchen, was man will. Kaum jemand scheint zu wissen, dass der Begriff Avatar ursprünglich „Fleischwerdung (eines Geistes)“ bedeutet und aus dem Sanskrit kommt. Soweit ich weiß bezeichnet man fleischgewordene Götter im Hinduismus als Avatare und es gibt sogar in unserer Zeit einige „Gurus“ die angeblich Avatare sind, fleischgewordene Götter.

Als jemand, der Reinkarnation für Fakt hält, Seele im Körper also, die sich von Leben zu Leben auf der Entwicklungsleiter nach oben bewegt, verbinde ich mit dem Begriff Avatar jemanden, der mit göttlichen Eigenschaften und Weisheit ausgestattet anderen inkarnierten Seelen auf ihrem spirituellen Weg hilft. Kommt der Idee des fleischgewordenen Gottes recht nah. Nimmt man dann die Avatar-Bedeutung aus dem Internet hinzu, kommt man darauf, dass diese Filme, die davon erzählen, eine „Figur“ von außen zu steuern, durchaus den Trend manifestieren, der gesellschaftlich bereits seit einigen Jahren an der Oberfläche ist. Dass Menschen sich nämlich dafür interessieren, WER oder WAS sie sind und WER oder WAS sie steuert.

Die Movies jetzt brachten mich auf die Idee, ob da nicht – wenn auch vielleicht von den Machern nicht bewusst geplant – dem Volke ganz nebenbei die Idee nahegebracht wird, dass unsere Körper „lediglich“ ein Avatar ist, der von unserer Seele gesteuert wird. Vielleicht habe ja bloß ich das so interpretiert aufgrund meines Backgrounds. In den Filmen ist das alles natürlich wieder mal schön verwurschtelt in Actionmovie-Form, so dass kaum einer die Idee aus den Filmen mitnimmt, sondern vor allem, dass es ja ein Film ist, also alles nur erfunden und damit die Idee von der Seele im Körper ebenfalls in die Fiktionsecke rutscht.

So ähnlich gab es da ja auch schon bei den Matrix-Filmen. Es gibt eine Menge Leute, die die Idee von einer Welt, in der die Illusion (noch) mächtiger ist, als die Realität hinter den Erscheinungen, nicht erst durch den Film kennenlernten. Solche Menschen haben in der Regel selbst schon oft hinter die Kulissen des Lebens geschaut und ein Stück Sinn gefunden, der dem, was Otto-Normalo so als Realität betrachtet, abgeht.

Ohne jetzt ganz esoterisch werden zu wollen meine ich, dass Hollywood es bestens versteht, Dinge so ins Extreme zu verzerren, dass die Zuschauer am Ende noch tiefer schlafen, als vor dem Kinobesuch. Schlafen im Sinne von überhaupt nix mitbekommen von dem, wie das Leben wirklich zusammensteckt. Aber was soll’s, hier muss wahrscheinlich jeder Mensch – jede Seele im Körper – in ihrem eigenen Tempo aufwachen. In Roland Emmerich’s „2012“ wurde aus den Maya-Prophezeiungen über den spirituellen Entwicklungssprung der Menschheit ja auch wieder ein „Weltuntergang“ gemacht….

Naja, wie wir alle wissen: rote oder blaue Pille – diese Entscheidung trifft jeder selbstJ.

In den Film „Avatar“ waren viele Elemente aus dem Schamanismus eingewoben. Die Gemeinschaft der strangen Wesen erinnerte mich total an einen Indianerstamm und von der Initiation bis hin zu der Idee, alles sei energetisch miteinander verbunden, gab es jede Menge Elemente aus der spirituellen Ecke, die sehr gut bildlich umgesetzt waren, wie ich finde.

In wie fern „Gamer“ meinen Geschmack trifft, was die Hintergrundgeschichte betrifft, vermag ich noch nicht zu sagen. Generell meine ich jedoch, dass wieder mal Schichten um Schichten von Gewalt und Sex es für den Zuschauer zu einer ganz besonderen Herausforderung machen dürften, hinter den Bildern das Konzept von „wir sind mehr als nur unser Körper“ zu entdecken.

Laut Spiritual Wiki glauben ca. 50% aller Deutschen daran, dass unser Kosmos von einer spirituellen Kraft „regiert“ wird und ca. 60% der Deutschen sind grundsätzlich an religiösen Themen interessiert, am Leben nach dem Tod oder an Reinkarnation. Was das für Statistiken sind, kann ich nicht sagen. Aus meiner eigenen Erfahrung jedoch weiß ich, dass überall und ständig diese Themen erörtert werden und Menschen sich nicht erst seit 9/11 mit dem tieferen Sinn des Lebens befassen. Sei es in xing Gruppen oder in anderen sozialen Netzwerken: man tauscht sich ganz offen über Spiritualität aus.

Das Gesetz der Anziehung, das Gesetz der Resonanz, dass unsere Gedanken unsere Realität beeinflussen oder lebenslanges Lernen: diese Themen sind seit langem Trend und ich meine auch, dass sich durch Kinofilme, die auf der Avatar-Idee aufbauen, ganz deutlich zeigt, dass sogar Otto Normal Verbraucher ein Interesse daran hat, sonst würden ja nicht Scharen ins Kino rennen und es gäbe nicht solch einen Hype.

Es gab in 2006 diesen schönen Film „The Fountain“ mit Rachel Weisz und The-Sexiest-Man-Alive- Hugh Jackman, in dem es unter anderem um Reinkarnation geht.
Superschöne Bilder, tolle Darsteller und eine berührende Geschichte inklusive Abstecher in frühere Leben und den ganz normalen menschlichen Wahnsinn. Diesen Film kann ich sehr empfehlen! Er setzt weniger auf Action als auf eine künstlerische Darstellung der Idee der Wiedergeburt und eher auf Klasse-Schauspieler als allein auf die Mucki-Pakete von Gerard Butler.

Ich glaub, ich seh mir „Gamer“ doch gar nicht erst an, denn eine interessante Story rechtfertigt nicht, dass ich mir 1,5 Stunden Haue ansehen muss. Und wer weiß, wieso ich gleich 2mal meinen Kinobesuch verschieben musste und auch die Internetstreams einfach nicht funktionieren wollen…

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