Angriff auf Silvio Berlusconi





Egal, wo ich heut früh entlang surfte, überall blickte mir ein blutender Silvio Berlusconi entgegen. Kein schöner Anblick.

Dass ein Gegner Berlusconis aus dem Volke ihn mit einer Miniatur des Mailänder Domes attackiert hatte, erfuhr ich dann aus einem der Newsartikel. Scheinbar war der Politiker nach einem öffentlichen Auftritt auf dem Mailänder Domplatz angegriffen worden.

Ob sich der Angreifer etwas spezielles dabei gedacht hat, Berlusconi mit einem Dom zu schlagen, ist nicht geklärt. Offensichtlich scheint de Mann jedoch eine ganze Menge Wut im Bauch gehabt zu haben. Berlusconi’s Nasenbein ist wohl angeknackst, und die Verletzungen im Gesicht kann man ja überall im Netz sehen.

Ich finde ja, dass Gewalt keine Lösung ist. Wenn Menschen jedoch gewalttätig werden, sei es nun Autonome beim Klimagipfel in Kopenhagen oder ein unzufriedener Wähler in Italien, steckt in der Regel mehr dahinter, als bloße Aggressionen.

Die Politik Berlusconis wird seit Jahren vielfach kritisiert. Er selbst als Persönlichkeit ebenso. Regiert er Italien doch wie ein „großes Unternehmen“, lässt auch schon mal Gesetze ändern, um seine Macht auszuweiten und seine Karriere weißt meines Wissens nach sehr viele ungeklärte Fragen auf. Sei es nun hinsichtlich seiner umfangreichen Finanzmittel, als auch der Medienmacht, die er als Miteigentümer einer großen Mediengesellschaft hat.

Ich bin hier nie so ganz eingetaucht und bekomme im Grunde nur das mit, was so bei uns durch die News geht. Angefangen von politischen Skandalen bis hin zu Affären und Exzessen, die man normalerweise nicht von einem Politiker in dieser Höhenlage erwartet, die Italiener haben scheinbar die Nase voll.

Der jüngst Angriff dürfte von seiner Symbolhaftigkeit schwerer wiegen, als dass er ernsthaft Berlusconi davon abhalten könnte, sich immer wieder wählen zu lassen.

Wie gesagt, ich meine, Gewalt -auch gegen einen zweifelhaften Politiker- ist sicher nicht die Lösung der Probleme.

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Darum ging es im Beitrag:
    silvio berlusconi skandale und affären | berlusconi miniatur mailänder dom | auto |

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3 Kommentare

  1. Steffi sagt:

    … Gewalt ist keine Lösung, stimmt. Aber: Eine Miniatur des Mailänder Doms ist viel zu wenig. Bei dem, was der sich schon geleistet hat (und das nicht nur seiner Frau gegenüber), wäre der Dom in Originalgröße angebrachter gewesen :-)

  2. sl sagt:

    lol .. ich weiss nicht ob ich lachen oder darpber weinen soll – aber der Silvio ist mir eh so nen sehr “zweilichtiger” Typ ..

  3. Dennis sagt:

    Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass der “Angreifer” ein Mann ist, der seit 10 Jahren ein Therapie macht, weil er psychologische Probleme hat. Das wird von den italienischen Medien auch keineswegs verschwiegen. Das Problem mit der Rechten und Berlusconi in Italien ist meiner Meinung nach aber etwas komplexer.

    Mal abgesehen davon, dass sich links der Mitte kaum ein Politiker finden lässt, dem man das Mandat des Premiers zutrauen würde … Berlusconi kommt aus dem Marketing-Bereich und weiß wie man PR macht. Das kann man auch bei dieser Geschichte wieder gut erkennen. Die Zeitungen spielen da mit und das Fernsehen ist auch kräftig dabei. Wen wundert’s? Die Medien gehören ja zu einem großen Teil zu seinem Besitz.