2010 der elektronische Personalausweis incl. “trusted Mails”





elektronischer Personalausweis

elektronischer Personalausweis "Quelle: BMI"

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und ich habe mal angefangen, mich damit zu befassen, was im neuen Jahr 2010 in der Politik so alles an Veränderungen auf uns zukommen wird.

Zuerst fiel mir der elektronische Personalausweis ein. Ab November 2010 wird der elektronische Personalausweis im Scheckkartenformat den bisherigen Personalausweis ersetzen. Sehr interessant dabei ist, dass man mit diesem Ausweise elektronisch seine Identität nachweisen kann, was die Sicherheit z.B. beim Onlinebanking massiv erhöhen soll. Überhaupt ist diese digitale Form sehr hilfreich bei vielen Transaktionen rund ums Internet. Log-In, Altersverifikation und Adressverifikation lassen sich so sehr schnell und sicher durchführen, wobei der Ausweisinhaber die volle Kontrolle darüber hat, wer seine Daten einsehen darf (Datenschutz).

Gleichfalls kann man die elektronische Signatur auf den Ausweis laden und so „trusted Mails“ verschicken oder auch Dienste in Anspruch nehmen, die eine „eigenhändige“ Unterschrift verlangen. Diese Funktion spart viele Gänge oder Postwege, die heutzutage vielmals nötig sind, um Dokumente zu unterschreiben. Man danke da nur an das nervige Post-ID-Verfahren, wenn man online ein Bankkonto eröffnen möchte.

Weiterhin soll der neue elektronische Personalausweis ein sicheres Reisedokument werden. Das Foto muss – wie bereits beim Pass auch – ein biometrisches Bild sein und auf freiwilliger (!) Basis können zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Somit kann bei Grenzkontrollen sicher festgestellt werden, ob der Ausweis auch zur richtigen Person gehört. Siehe PDF vom 01.03.2009

Wenn ich das so reflektiere, finde ich es eine gute Sache. Ich selbst kann mir ein Leben ohne Internet gar nicht vorstellen und es gibt einfach viel zu viel Schindluder, der so über das weltweite Netz betrieben wird. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn man sich legitimieren kann. Allerdings denke ich, dass so ein paar Hacker es wieder in kürzester Zeit schaffen werden, die Karten zu entschlüsseln und zu kopieren. Sie schaffen das mit EC- und Kreditkarten, dann schaffen sie das auch mit elektronischen Ausweisen.

Worüber sich viele aber die Köpfe heiß diskutieren, sind diese Fingerabdrücke. Meine ehrliche Meinung? Die sollten verpflichtend sein! Und zwar nicht nur zwei, sondern alle 10. Ich habe da überhaupt kein Problem mit und wer weiß, vielleicht würde es die Kriminalität in Deutschland etwas eindämmen können. Sicherlich wäre es abschreckend, wenn Kriminelle wüssten, dass ihre Fingerabdrücke registriert sind und man sie ganz leicht zuordnen kann. Aber naja, ich bin da ohnehin radikal: Meiner Meinung nach könnten die Behörden ruhig auch von jedem ein DNA-Profil haben. Okay, das ist aber ein anderes Thema.

Was ich aber noch nicht zum elektronischen Personalausweis weiß: Müssen die dann alle ab November 2010 eingetauscht werden oder werden die sukzessive so ersetzt, wie die alten Ausweise dann ablaufen?

[teilen]

Wer hat`s geschrieben ?

schrieb schon 41 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    der elektronische personalausweis | Personalausweis | elektronischer Ausweis statt Post id |

Das könnte dich auch interessieren:

1 Kommentar

  1. Gutmensch sagt:

    “Aber naja, ich bin da ohnehin radikal: Meiner Meinung nach könnten die Behörden ruhig auch von jedem ein DNA-Profil haben.”

    Realsatire? … anders: fällt dir eine Eppoche in der 5000 jährigen Menschheitsgeschichte ein, in der das von den gesetzgebenden Institutionen geschaffene Recht rechtens war? Sklaverei, Hexenverbrennung, Folter, Kinderarbeit, NS-Recht, Zuchthausstrafe für vorehelichen Sex oder Homosexualität bis in die 1960er Jahre usw. waren gesetzlich einwandfrei legitimiert und Widerstand dagegen kriminalisiert. Angesichts dieser Kontinuität an Unrecht im Namen des Gesetzes ist es sehr gefährlich, jeden außergesetzlichen Widerstand gegen zukünftiges Unrecht durch ein derart engmaschiges Sicherheitsnetz unmöglich zu machen. Der blinde Glaube an das Gesetz ist nicht nur naiv, sondern äußerst gefährlich.