10 Jahre nach 9/11: Bild vom “Falling Man” geht um die Welt



Einzelschicksale endlich im Fokus ?



10 Jahre ist es her, seit in New York Flugzeuge in die 2 Türme des World Trade Centers flogen und Tausende Menschen bei einer furchtbaren Katastrophe um’s Leben kamen.

Seit Tagen schon wärmen vor allem die Fernsehsender -von öffentlich rechtlich bis zu den privaten- die Geschichte auf. Parallel dazu hört man in den Nachrichten von verstärkten Sicherheitsvorkehrungen in New York aus Angst vor erneuten Terroranschlägen zum 10. Jahrestag von 9/11. Und auch hier in Deutschland wird das Datum zum Anlass genommen, die jüngste Festnahme zweier Islamisten, die eine Bombe bauen wollten, medienwirksam in Szene zu setzen.

Es steht ja völlig außer Frage, dass das, was damals in New York passierte -der Welt und fast 3.000 Personen sowie ihren Angehörigen und Freunden , ganz furchtbar war. Was bis heute jedoch scheinbar immer noch NICHT außer Frage steht, ist, ob die Hintermänner der Anschläge tatsächlich Osama Bin Laden und Al Qaida waren.

Ich bin der Auffassung, dass eine auf „gutem Glauben an die Angaben der US-Regierung“ basierende Positionierung der Bundesrepublik und die mediale Berichterstattung, wie sie seinerzeit in Deutschland und in der ganzen Welt erfolgte, in keinster Weise dem Schicksal der einzelnen Menschen Rechnung trägt, die am 9. September 2001 um’s Leben kamen. Beweisführungen für die Theorie, dass 9/11 ein Inside Job der USA war, wird bis heute gerne in die Verschwörungs-Ecke gestellt und ich bin jedes Mal, wenn ich die sensationistische Al Qaida-Terror-Version höre oder lese auf die Frage zurückgeworfen: Was war noch gleich die Funktion des Journalismus als 4. Gewalt (i.S. von Macht) im demokratischen Staat?….

Aber mal von vorne, wieso soll 9/11 KEIN Inside Job gewesen sein? Und warum ist es trotz Einheitsbrei-Berichten in den Massenmedien doch denkbar, DASS es einer war?

War 9/11 ein Inside Job? So abwegig ist diese Frage nicht, wie die Geschichte zeigt

Selbst Menschen, die nichts auf Verschwörungstheorien geben, können die Augen nicht vor den vielen Aussagen derjenigen verschließen, die bis heute in Erwägung ziehen, dass es sich bei den Anschlägen vom 11. September 2001 ebenso gut um einen „False Flag“-Anschlag , einen Inside Job der USA, gehandelt haben könnte. Einen Anschlag also, der nur so aussah, als sei er von feindlichen Terroristen verübt worden.

Es hat auch hier bei uns in der jüngsten Geschichte schon geheime Operationen gegeben, die unter falscher Flagge den Anschein erwecken sollten, eine Gefahr „von außerhalb“ des Demokratischen Europas zu sein, obgleich dies nicht stimmte, sondern die Operationen von unseren Geheimdiensten ins Leben gerufen waren.

Nur ein Beispiel dazu: GLADIO , eine paramilitärische Geheimorganisation der NATO (!), die während des kalten Krieges für zahlreiche Anschläge in Europa verantwortlich war, die man zunächst feindlichen Terroristen andichtete. Das ist kein Verschwörungsschiss, sondern bekannt und anerkannt.

In den 90ern brachte die BBC eine Doku über die Geheimdienstgruppe GLADIO und hier gibt es eine ARTE-Doku darüber auf Deutsch . Wer meint, dass die Inside-Job-Theorie per se Schwachsinn ist, möge sich damit mal näher befassen.

Und gerade weil die Geschichte solche Geheimoperationen aufweist, ist die Überlegung, dass 9/11 ein Inside Job gewesen sein könnte, eben nicht verrückt oder weit hergeholt.

Spekulationen darüber, WAS mit 9/11 genau bezweckt wurde, sollte es tatsächlich ein False-Flag Anschlag gewesen sein, dürften wohl auch 10 Jahre nach 9/11 weiterblühen. Denn: die Welt hat durch 9/11 große Veränderungen erfahren. Nicht zuletzt wurden durch diese Anschläge Kriege gerechtfertigt, Riesenbudgets umgeschichtet und Überwachungsmaßnahmen etabliert, die wahrscheinlich ohne die „Anschläge“ im September 2001 auf viel größeren Widerstand seitens der Bevölkerung gestoßen wären. Nicht nur in den Vereinigten Staaten.

Es bleibt dahingestellt, was die Wahrheit ist. Denn: nicht, weil klassische Medien etwas verbreiten, was nicht bewiesen ist, wird dies dadurch wahr. Und: nicht, weil ein Bericht nicht in offiziellen Kanälen erscheint, wird er dadurch unwahr.

Es gibt genügend Anlass, die offizielle Version anzuzweifeln, finde ich persönlich. Von Bush-Verbindungen zum Bin Laden Clan, bis hin zu seltsamen Stories über den Besitzerwechsel des WTC kurz vor den Anschlägen, von zu schnell verschwundenen Trümmerteilen des WTC bis hin zu dem, was durch 9/11 mit der Welt passierte: wer profitierte von 9/11? Gute Frage, um sich ein wenig näher damit zu befassen und nicht bloß das zu glauben, was weltweit als offizielle Version gilt. So obliegt es jedem selbst, was er über die Ereignisse damals und die Berichterstattung denken möchte.

Einzelschicksale um 9/11: 2001 zu viel für unsere Spiegelneurone?

10 Jahre nach 9/11 bin ich der Auffassung, dass es an der Zeit ist (auch im Sinne der persönlichen Wahrheitsfindung), die Geschehnisse von 2001 einmal etwas weniger episch zu betrachten, sondern ins Detail zu gehen und endlich die Einzelschicksale zu beachten. Und ich bin mir sicher, hätte die Öffentlichkeit das schon vor 10 Jahren vermocht, würden viel mehr ungeklärte Fragen zu den wahren Hintergründen von 9/11 offiziell behandelt werden, als das in den vergangenen 10 Jahren der Fall war.

Mich hat zum Thema Einzelschicksale im Zusammenhang mit 9/11 heute ein Beitrag im Web sehr berührt, in dem es um die Situation derjenigen ging, die aus den brennenden WTC Türmen in den Tod sprangen. Das ist für einen Ottonormal-Menschen kaum vorstellbar, was da in einem abgehen muss an Verzweiflung, um den Sprung in den sicheren Tod als beste Alternative zu wählen.

Und Verzweiflung könnte ich auch nicht besser beschreiben, als wie in diesem Artikel www.meinegedanken.ch Verzweiflung.htm geschehen. In dem Artikel geht es u.a. um ein Bild, welches der Fotograf Richard Drew von einem Mann aufgenommen hat, der aus einem der brennenden Türme sprang und dessen Identität bis heute nicht gänzlich geklärt scheint. Ein unglaublich berührendes Bild.

The Falling Man“ heißt das Foto http://de.wikipedia.org/wiki/The_Falling_Man , das momentan – 10 Jahre nach 9/11 – erneut um die Welt geht.

Ich finde, dass DAS das wahre 9/11 ist. Dass dieses Foto eine der besten Metaphern für das ist, was seit 9/11 mit der Welt passiert ist: der Absturz von freiheitlichem Leben hinab in den Abgrund von Angst und Kontrolle angesichts einer (vermeintlich) großen Gefahr für Leib und Leben. Das, was die Menschen aus den Türmen springen ließ, war jedoch eine reale Gefahr. Das, was als offizielle Al Qaida-Version über die Massenmedien unsere Bewusstsein erreichte und die Massen in die Angst vor Terroranschlägen versetzte jedoch, ist -bis zum heutigen Tag- nicht vollständig aufgeklärt geschweige denn schlüssig bewiesen.

Seinerzeit reagierte die US-Öffentlichkeit empört auf die Veröffentlichung der Fotos von aus dem World Trade Center springenden Menschen. Die Medien verzichteten danach dann auch, solche Bilder von Einzelschicksalen zu publizieren.

Mir scheint, dass manche Ereignisse weit mehr als ein Jahrzehnt brauchen, um ihre volle Wirkung im Bewusstsein des Einzelnen zu entfalten und die richtigen Fragen aufzuwerfen, die einen nach der Wahrheit dürsten lassen.

Was 9/11 betrifft kann meines Erachtens die kollektive Aufarbeitung (auch hier bei uns), nicht die individuelle Aufarbeitung dessen ersetzen, was wir als empathische Menschenwesen erlebt haben, als wir die Bilder springender Menschen sahen und von ihren Schicksalen erfuhren. Mich persönlich berührte dies weit mehr als die Story der USA als Opfer von Terroristen.

Für Mitgefühl gibt es im Gehirn die Spiegelneurone. In einem für Mitgefühl zuständigen Gehirnareal schnackelt es beim Betrachter ebenso, wie bei dem, der tatsächlich vom Turm fällt. Soviel zur Ursache der Empörung der Öffentlichkeit angesichts der Bilder der fallenden Menschen am Tag nach 9/11 2001. Pietät?! Nee, ich glaube, dass es beinahe unerträglich war, das zu sehen. Und dann kann man sich in etwa gefühlt dem annähern, was diejenigen empfunden haben müssen, die da in den Tod sprangen. Diese Bilder waren einfach too much damals für unbescholtene Bürger, die einer regelmäßigen Arbeit nachgehen und die selbst noch nie in ihrem Leben eine wirkliche Existenzbedrohung erlebt haben. DA wollte man wohl lieber nicht hinsehen, nicht mitfühlen, sondern sich lieber über eine globale Terrorgefahr aufregen (bewiesen oder nicht: egal) und mit möglichst viel innerer Distanz (die man durch genügend Wut auf einen vermeintlichen Feind schaffen kann) die Dinge betrachten. Und das geht jetzt ja eigentlich schon 10 Jahre so.

Ich persönlich begrüße es derzeit, mich einfach mal in diejenigen Menschen hineinzuversetzen, die damals gesprungen oder anders umgekommen sind. Ich glaube nämlich, dass man dann gar nicht anders kann, als GANZ GENAU WISSEN ZU WOLLEN, WER UND WAS HINTER DEN ANSCHLÄGEN GESTECKT HAT, WER VERANTWORTLICH WAR. UND NICHT, wer ANGEBLICH verantwortlich war. Und nur die Frage, WER das wirklich war, wird einen die Wahrheit oder Unwahrheit in welchen Berichten auch immer erkennen lassen. Es liegt nämlich meiner Erfahrung nach in der Natur der Wahrheit, dass sie nirgends geschrieben steht, sondern sich im Herzen des Menschen zu erkennen gibt, als Reaktion auf Informationen.

Vielleicht kommt ja in diesen Tagen der eine oder die andere bei der Beschäftigung mit „9/11 – 10 Jahre danach“ noch drauf, dass DIE eine Wahrheit gar nicht existiert und darauf, dass es nicht zum Wesen der Wahrheit gehört, sich impertinent durch ständige Wiederholung im Äußeren zu offenbaren, sondern dass DAS eher ein Anzeichen dafür sein kann, dass es sich um Informationen handelt, die einen etwas ganz bestimmtes glauben machen wollen…

Unser Weltbild liegt dennoch in unserer eigenen Verantwortung. Und auch, wie wir mit Ereignissen wie dem 11. September 2001 in unserem Bewusstsein umgehen.

RTL II zeigt übrigens morgen Abend um 23 Uhr die Dokumentation „11. September 2001 – Sprung in den Tod“, in der es u.a. um die Hintergründe zur Entstehung des Bildes „The Falling Man“ geht. Hier gibt’s die Doku im Original auf Englisch  .

Weiterführende Lektüre zum Thema (Massen)manipulation und Geschichte der Propaganda.

Nur 64% der Deutschen glauben an die Al-Qaida-Version zu 9/11 World Public Opinion Meinungsumfrage

[teilen]

Wer hat`s geschrieben ?

Trinity schrieb schon 155 Artikel auf tipblog.

Darum ging es im Beitrag:
    11 09 2001 Schicksale | springende menschen world trade center | NULL |

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1 Kommentar

  1. Monica sagt:

    Ich habe dazu dieser Tage einen kurzen Kommentar gelesen, den ich sehr interessant fand, weil er das ansprach, was bei diesem Thema immer unter den Teppich gekehrt wird. An den genauen Wortlaut kann ich micht nicht mehr erinnern, zumal er auf Englisch war, aber in etwa:
    Seit 2001 sind im Irak zehntausende Zivilisten (!) ums Leben gekommen. Dies gleicht einem 9/11 alle paar Monate, für die es keine Monumente, und keine Schweigeminuten gab.